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Virus
Action/Thriller/Science-fiction
„Virus“
lief 1999 in den Kinos und erfreute sich leider nur geringerer
Beliebtheit beim Publikum. Regisseur John Bruno erzeugte mit
„Virus“ einen Sci-fi Actionspektakel mit einigen Gruselmomenten.
In den Hauptrollen sind Jamie Lee Curtis, William Baldwin
und Donald Sutherland zu sehen; das Drehbuch entstammt der
Feder von Chuck Pfarrer. Diese Code1-DVD erscheint aus dem
Hause Universal Home Video.
Die
Sea Star, ein kleiner Schlepper, reist gerade mit einer sehr
großen Fracht über die Weltmeere und versucht durch einen
Taifun zu kommen. Dabei geraten die Seeleute in Not, verlieren
die Fracht und kommen nur knapp mit dem Leben davon. Die Sea
Star wurde stark beschädigt und wird nicht mehr lange oberhalb
der Wasseroberfläche ihr Dasein pflegen. Auf dem Weg zu einem
Hafen entdeckt die Crew unter Kapitän Robert Everton (Donald
Sutherland) ein russisches Forschungsschiff, dass scheinbar
verlassen im Meer treibt - Everton wittert Profit. Die Mannschaft
geht an Bord des Schiffs und will es, wie es das Seerecht
erlaubt, in den nächsten Hafen bringen und den Russen wiedergeben,
dabei springen 10% des Wertes des Schiffs für ihn heraus!
Anstatt sich also mit Nachforschungen über den Verbleib der
russischen Besatzung zu beschäftigen, denken alle nur ans
Geld und wie das Schiff möglichst wieder rasch flott gemacht
wird. Selbstverständlich wird dazu auch wieder der Strom angeschaltet
– welch ein Fehler! Denn nun beginnt das Grauen: das erste
Mitglied der Schlepper-Crew verschwindet und Navigatorin Foster
(Jamie Lee Curtis) und Chef-Ingenieur Baker (William Baldwin)
machen die Bekanntschaft mit der einzigen Überlebenden. Diese
wimmert etwas von Computer, Maschinen und Strom. Schon bald
wird den anderen klar in welche einer Gefahr sie sich befinden,
denn scheinbar hat etwas außerirdisches die Gewalt übers Schiff
übernommen. Diese fremde Macht bedient sich nun Elektronik,
Mechanik und den Menschen und bastelt daraus gar unheimliche
Zeitgenossen...
Von
der Geschichte gibt der Film kaum etwas her, doch sollte man
auch ohne große Erwartungen diesbezüglich an den Film herangehen,
denn seine Stärken liegen ganz klar woanders. Die Idee, das
der Mensch der Virus für die neue, aus dem Weltall stammende
Lebensform sei, ist zwar ganz nett, überzeugt aber nicht das
sie praktisch auf jeden Film mit Aliens passt. Mit dem Film
„Aliens“ hat der Film auch etwas
gemeinsam, nicht nur die Produzentin, sondern auch in etwa
die Stimmung und einige Gruselmomente; wobei hier aber klar
das „Original“ die Nase weit vorne hat. Insgesamt wirkt der
ganze Filme etwas zusammengestrickt, man nahm von allem etwas,
vermengte es mit guten Effekten und bekannten Schauspielern
– das Ergebnis ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Als Effekte-Sci-fi-Flick
geht der Streifen aber gut durch, besonders die wirklich gelungenen
Roboteranimationen, welche mit einem Heidenaufwand erzeugt
wurden, gefallen gut. Der Ablauf der Handlung entstand nach
einer Comic-Vorlage, diese stammt ebenfalls aus der Feder
des Drehbuchautors Chuck Pfarrer. Die Schauspieler geben ihr
Bestes, können aber nicht gerade viel aus ihren klischeehaften
Figuren herausholen, zu transparent und einfach wirkt alles.
Naja, die Effekte hingegen sind wirklich toll, solche Robotik-Aufnahmen
bekommt man nicht häufig vors Auge... aber das alleine macht
leider keinen guten Film aus. „Virus“ ist durchschnittliche,
technisch gut inszenierte Sci-fi-Horror Unterhaltung, nicht
mehr und nicht weniger.
Die
Technik der Disc überzeugt weitgehend. Das Bild kommt in einem
anamorphen Bildtransfer im Originalkinoformat von 2.35:1 und
glänzt mit guten Werten. Die zahlreichen, teilweise sehr dunklen
Szenen wirken trotz des hohen Schattenanteils durch den guten
Schwarzton noch sehr detailliert. Auch die sonstige Farbgebung
macht etwas her; natürlich wirken die Farben aber nicht gerade,
was aber offensichtlich Absicht der Macher war. Der Grad an
Schärfe ist erfreulich hoch und die Fülle an Details im Bild
überzeugt; ebenso die Kontraste, die aber ruhig etwas praller
hätten ausfallen können. Nicht nur visuell, sondern auch akustisch
kann „Virus“ in der oberen Liga mitspielen. Der Dolby Digital
5.1-Ton macht ordentlich Krawall und begeistert mit wohlausgewogenen
Höhen und Tiefen. Die häufig auftretenden Direktionaleffekte
und zahlreiche Stereo-Schmankerl lassen jedes Ohr höher schlagen.
Die Sprache bleibt stets deutlich und verständlich aus dem
Center-Speaker wahrzunehmen, die gelungenen Soundeffekte hingegen
dringen aus allen 5 Lautsprechern, der Bass kommentiert das
actionlastige Geschehen oft mit einem stets wohl abgemischten
Brummen. Neben der englischen 5.1-Tonspur befindet sich zusätzlich
noch eine französische Sprachfassung in Dolby Surround auf
der Disc, Untertitel gibt es auf englisch.
Die
DVD von „Virus“ aus dem Hause von Universal Home Video hat
ihre Höhen und Tiefen. Der Film ist keinesfalls schlecht,
dennoch etwas Geschmackssache. Wird er von einem Sci-fi Liebhaber
gesehen, so überwiegt wohl die positive Meinung über den Streifen.
Technisch gesehen versteht er zu begeistern, die Story und
das Drumherum lässt Wünsche offen. An der Qualtität der DVD
hingegen besteht kein Zweifel, Ton und Bild begeistern und
werden jeden Skeptiker überzeugen. Man dachte auch an die
Special-Features-hungrige Fangemeinde und bannte einigen nette
Dinge mit auf die einseitige Dual-Layer-Disc. So befinden
sich neben dem 100 minutenlangen Film auch noch Production
Notes, Biografien von Cast & Crew, Film Highlights, Trailer,
Web Links, eine Production Featurette, eine Dokumentation
und 3 Deleted Scenes. Außerdem ist noch ein Audiokommentar
mit von der Partie. Präsentiert wird das Ganze in schlichten
aber gut designten Menüs. Wer also eine gut ausgestattete
DVD mit einem Film der besonders durch einen Riesenaufwand
in Sachen Robotik glänzt sehen will, der ist mit dieser „Virus“-DVD
bestens beraten.
Andre
Schnack
28.12.1999
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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