| Suicide
Kings
Comedy/Drama/MysteryThriller/Crime
[Inhalt]
Weil ihre gemeinsame Freundin gekidnappt wurde, schnappen
sich vier junge Männer den lokalen Mafia-Boss Carlo Bartolucci
und überraschen das organisierte Verbrechen mit der stattlichen
Forderung von zwei Millionen Dollar. Mit dem Lösegeld
wollen sie die entführte Elise freikaufen. Doch der Gangster
bringt nichts als Ärger und versucht, mit seinen subtilen
Bemerkungen einen Keil zwischen die Freunde zu treiben. Als
wäre das noch nicht genug, ist ein brutaler Killer den
unerfahrenen Kidnappern bereits dicht auf den Fersen...
(Quelle: Kinowelt Home Entertainment)
[Kommentar]
„Suicide Kings“ sagte mir gar nichts, doch das
Cast schrie förmlich danach, dass man diesen Film kennen
sollte. Und dann erfuhr ich auch noch, dass wir es mit einem
Thriller mit schwarzem Humor und einigen interessanten Wendungen
zu tun haben sollten. Vom Interesse gepackt verschlang ich
den unterhaltsamen und ausreichend spannend gestalteten Thriller
um zwei miteinander verkoppelte Entführungen. Aufbau
und Ablauf des Titels gehen in Ordnung, die Sets und Kostüme
wirken gelungen, bieten nicht sonderlich viel Abwechslung
und schüren den Gedanken, dass wir es mit einer Ausnahmesituation
zu tun haben, welche sich innerhalb einer überschaubaren
Zeitspanne abspielt.
Seitens
der darstellerischen Leistungen kann vor allem Christopher
Walken auf ganzer Linie überzeugen. Auch, wenn er sich
die überwiegende Laufzeit des Films in einem Stuhl befindet.
Die Verunsicherungsstrategie des gefesselten Gangsters geht
voll auf. Er schafft es, dass jeder seiner Entführer
mit ihm ein Einzelgespräch führt. So kann er tatsächlich
die Unsicherheit der Gruppe schüren, Paranoia wecken
und das Vertrauensgefüge der Clique gehörig erschüttern.
Nett anzuschauen, vom Aufbau her jedoch etwas gestelzt, denn
die Jungs müssten wissen, dass sie niemanden mit dem
Mafiosi unter vier Augen sprechen lassen sollten.
Am Ende
geht’s gar nicht so glimpflich aus, wie sich das die
Beteiligten erhofft haben. Und es wird klar, dass man sich
als Normalo-Bürger nicht mit den falschen Leuten einlassen
sollte und dass Theorie und Praxis zuweilen mächtig auseinander
liegen. Der Film könnte wohl auch heißen: „Was
alles falsch laufen kann!“ oder „Wovon man besser
die Finger lassen sollte.“ – denn den Jungs hier
geht’s ergeht es nicht sonderlich gut. Die Ausleuchtung
ist ziemlich diffus und die musikalische Untermalung gefällt
auf ganzer Linie. „Suicide Kings“ schafft es mit
Sicherheit nicht einen Preis für Tiefgang zu ergattern,
unterhält jedoch prächtig.
[Technik]
„Suicide Kings“ ist nunmehr 10 Jahre jung, erweckt
jedoch stellenweise den Eindruck als sei er älter. Das
liegt vor allem am hohen Grundrauschen, welches auf Anhieb
auffällt und vor allem in dunklen Szenen die Führung
übernimmt. Neben diesem sehr unschönen Aspekt gesellen
sich jedoch weitgehend gute Eigenschaften. So gefallen der
Kontrast und die Farbgebung insgesamt ganz gut. Auch haben
wir es mit einem ausreichend plastischen Geschehen zu tun,
welches das Wiedergabegerät heimsucht. Nur die Kantenschärfe
und der Detailreichtum geben Anlass zur Kritik und befinden
sich von der Wertigkeit gesehen in einem gerade noch durchschnittlichen
Segment. Als Verursacher für den Leistungsabfall identifizieren
wir das Rauschen. Die Kompression geht in Ordnung und gibt
keinen Anlass zur Kritik.
Bis auf
die musikalischen Seiten des Films und die eher zaghaften
Hintergrundgeräusche herrscht in „Suicide Kings“
eher Stille vor. Klarer Fall, denn der Großteil der
Handlung spielt in einem Zimmer ab, in dem lediglich gesprochen
wird, als das es viel für einen herausragenden Ton zu
tun gibt. Der Film erscheint hier in seiner deutschen Synchronfassung
im Format Dolby Surround. Die englische Originalsprache hingegen
gibt es lediglich im Dolby Digital Stereo-Verfahren im Programm.
Aber das reicht auch komplett aus. Denn die Musik setzt nur
selten ein und kann dann auch einen Hauch von Räumlichkeit
erzeugen. Die Dialoge dominieren gemeinsam mit den zurückhaltenden
Hintergrundgeräuschen auf der Lautsprecher-Front. Untertitel
gibt es optional auf Deutsch.
[Fazit]
„Suicide Kings“ hat auf jeden Fall einen merkwürdig
anmutenden Titel, keine Frage. Auf einer Laufzeit von rund
102 Minuten zeigt der Thriller, dass er zu den gelungenen
Nischen-Produkten der späten 90er Jahre gehört,
ohne das ihm dies eine sonderlich große Beachtung bescherte.
Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) weist eine recht
gelungene Technik auf. Doch was gibt es noch auf der einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) vorzufinden? Neben den üblichen
Einstellungsmöglichkeiten und der Kapitelauswahl haben
wir es noch mit folgenden Bonusmaterialien zu tun:
- Audiokommentar
von Regisseur und Produzent
- Biografie
Christopher Walken
- Trailer
auf deutsch und englisch
- Fotogalerie
- 10
Trailer weitere DVD-Titel
Leider
liest sich das interessanter und besser als es wirklich ist.
Denn die Inhalte befinden sich überwiegend in gesprochener
Sprache auf der Disc oder aber in Form von Texttafeln. Beides
nicht gerade das, was heutzutage gutes Bonusmaterial ausmacht.
Aber das macht nichts, denn es kommt eben hauptsächlich
auf den Film an. Dieser wurde ab einer Altersstufe von 16
Jahren auf der DVD abgelegt. Ihr Erscheinungstermin liegt
am 11. Mai, der Preis beträgt rund 17,- Euro bei einschlägigen
Internet-Händlern. Wenn man sich als Fan von Christopher
Walken bezeichnet, dann sollte man hier zugreifen.
Andre
Schnack
30.04.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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