Ägypten, erstes Drittel des 20. Jahrhunderts. Während einer
Ausgrabung wird ein gigantisches, kreisförmiges Portal gefunden
in einem sehr guten Zustand. Nahezu ein halbes Jahrhundert
später, heute, wird Dr. Daniel Jackson (Spader), der momentan
leider arbeitslos ist, von der Uni abgeholt, an der er gerade
eine Vorlesung über Ägyptologie gehalten hat. Das Militär
bringt ihn zu einem stillgelegten Atomraketensilo, in eine
geheime Forschungseinrichtung. Dort soll der fuchsige und
überaus talentierte Forscher Licht ins Dunkel um die rätselhafte
Anlage aus Ägypten machen. Schon bald stellt sich heraus,
wofür das Portal geschaffen wurde es ermöglicht die
interstellaren Reise, es ist ein "Stargate"! Hier
macht Daniel auch die Bekanntschaft mit Colonel Jonathan "Jack"
O'Neil (Russel). Nach kurzen Vorbereitungen wird ein Team
der besten Männer, unter ihnen auch Jackson und ONeil,
ins Tor geschickt. Viele Fragen sind noch offen, auch die
Absichten des Militärs sind Daniel nicht ganz klar. Auf der
anderen Seite des Tors erwartet sie ein unglaubliches Abenteuer,
daß auch mit unserer Vergangenheit zu tun hat...
Künstlerisch und tricktechnisch wurde der Film gekonnt inszeniert.
Die CGI (computer generated images) Effekte sehen atemberaubend
aus, wenngleich nicht so spektakulär wie in neueren Filmen.
Zudem ist das Szenario aus Wüste, Altertum der Ägypter und
Science-fiction sehr unterhaltsam. "Stargate" bietet
eine Menge Action, anbei erwähnt: natürlich fehlt auch die
hollywood-typische Lovestory nicht. Roland Emmerich erfindet
das Rad nicht neu, bietet aber kurzweilige Unterhaltung mit
guten Special-Effects die über dünne Story und fehlenden Tiefgang
etwas hinwegsehen lassen. "Stargate" ist Abenteuer,
Action, etwas Krieg und ein wenig Liebe..... von allem was
dabei, aber von keinem so richtig etwas ernst zunehmendes.
Aus der Scheibe hätte man durchaus mehr machen können, Pioneer
strengte sich bei der Umsetzung auf DVD nicht sonderlich an,
und darunter litt der Bildtransfer arg. Zwar ist das Bild
anamorph erweitert und präsentiert sich im originalen Kinoformat
2.35:1, dennoch überzeugt das Bild ganz und gar nicht. Zu
viele Kompressionsartefakte und Unschärfen treten auf, oft
griselt das Bild und wirkt zudem etwas Farblos da wäre
mehr möglich gewesen! Zu den mäßigen Leistungen des Bilds
gesellt sich ein nicht besserer Sound. Höhepunkt der Scheibe,
zumindest in Sachen Qualität, bleibt wohl der astreine Dolby
Digital Trailer nach dem Einlegen der Disc (hier stimmt auch
das Bild). Der Sound ist nicht schlecht, hätte aber mehr Intensität,
Tiefe und Klarheit vertragen können. In den Genuß von digitalen
5.1-Surroundsound kommen wir eh nur dann, wenn wir den Film
in englischer Sprache sehen. Bei französischer, spanischer,
italienischer und deutscher Sprache ertönen Dolby Surround
Tonschnipsel aus der Hi-fi-Anlage. Einige nette Effekte nutzen
die Eigenschaften der diskreten 5 Kanäle gut aus. Englische,
französische, deutsche, spanische, italienische, niederländische,
schwedische, dänische und norwegische Untertitel werden je
nach Bedarf hinzugeschaltet.
"Stargate" läuft 116 Minuten und ist ab 12 Jahren
freigegeben. Die einseitige Dual-Layer-Disc beinhaltet, außer
einem animierten Menü, leider kein Zusatzmaterial, wirklich
schade. Somit ist die Leistung der DVD eher dürftig, da macht
auch der recht gute Actionfilm an sich kaum etwas wett! Meine
Testversion sollte zusammen mit Pioneer DVD-Playern ausgeliefert
werden. Auf dem Cover prangt der Name Pioneer, ich habe aber
erfahren, daß es wohl auch eine deutscher Fassung von VCL
geben soll. Inwieweit sich diese von meiner Version unterscheidet
ist mir unklar. Klar jedoch ist, daß Ihr ca. 55,- DM für die
Scheibe auf den Tisch blättern müßt.
Andre Schnack