| Signs
– Zeichen
Mystery/Science-Fiction/Thriller
[Einleitung]
Erst vor kurzem befand sich M. Night Shyamalan’s „The
Sixth Sense“ auf High-Definition Blu-ray Disc bei
uns im DVD-Check. Chronologisch nach erstgenanntem Titel erschien
2002 der Thriller „Signs – Zeichen“ (Originaltitel:
Signs) als US-Produktion unter der Regie von Mr. Shyamalan,
der auch das Drehbuch zum Werk schrieb. In den führenden
Rollen befinden sich neben Mel Gibson auch Joaquin Phoenix,
Rory Culkin und Abigail Breslin. Diese aktuelle Blu-ray Fassung
erfreut sich ihres Daseins durch Walt Disney Studios Home
Entertainment und wir hatten das Glück die Disc genauer
anschauen zu können. Was gibt uns „Signs“
aus heutiger Sicht in HD? Wir suchten nach Zeichen, ähm,
Antworten.
[Inhalt]
Graham Hess (Mel Gibson) macht eines Morgens auf seiner abgelegenen
Farm eine beklemmende Entdeckung: in einem Maisfeld zeichnet
sich ein 200 Meter großer Kornkreis ab. Sind diese mysteriösen
Muster nur ein böser Streich, ein Naturphänomen
oder sogar ein rätselhaftes Zeichen? Graham, der nach
dem tragischen Tod seiner Frau, mit seinen zwei Kindern und
seinem Bruder Merill (Joaquin Phoenix) ein zurückgezogenes
Leben führt, fühlt sich und seine Familie immer
weiter in die Enge getrieben. Während weltweit mehr und
mehr Kornkreise auftauchen, überschlagen sich auch auf
der Farm die Ereignisse bis die Situation außer Kontrolle
zu geraten droht…
(Quelle: Walt Disney Studios Home Entertainment)
[Kommentar]
M. Night Shyamalan-Werke zeichnen sich insbesondere dadurch
aus, dass sie den „Einmal angucken und überrascht
sein“-Effekt aufweisen. Eine erneute Ansicht der Werke
kann in der Regel zu keinem ähnlichen Überraschungseffekt
führen, wie es der erstmalige Genuss imstande ist. Doch
unabhängig davon gibt es ja noch viel mehr Elemente,
welche diese Thriller auszeichnen. Und „Signs“
vereint einige von ihnen im nahezu perfekten Grad. Da sind
zum einen die darstellerischen Leistungen, die sich allesamt
von der kleinen Tochter bis zum Farmer selbst auf einem Leistungshoch
befinden. Ebenso überzeugt die spannend inszenierte Story,
die sich irgendwo zwischen Horror, Thriller und Science-Fiction
bewegt und vieles richtig macht.
Am Ende
hingegen flacht das Niveau ein wenig ab und es wird schwieriger
an der Geschichte festzuhalten, da die Situationen plötzlich
unheimlich konkret werden, und sogar die direkte Konfrontation
face-to-face steht auf der Agenda. Dann geht es auf einmal
Schlag auf Schlag und am Ende wird – wie man es so schön
kennt vom Happy-End – alles irgendwie gut, wenngleich
es auch Opfer zu beklagen gibt. „Signs – Zeichen“
definiert keinesfalls irgendein Genre neu oder gleicht der
puren filmerischen Offenbarung. Jedoch vermag es der Titel
wahrscheinlich durch seinen Charme viel seiner leichten Defizite
wett zu machen, so dass ein eindrucksvolles und wirkungsvolles
Filmerlebnis entsteht. Wie schön.
[Technik]
„Signs“ – ein gelungenes 1.85:1-Bild lässt
den Film an Bedeutung gewinnen. Denn der 1080p-Voll-HD Transfer
besitzt wirklich gute Werte. Selbst rasche Kamerabewegungen
und abrupte Stopps tun der Wiedergabequalität hier keinen
Abbruch. Ob helle oder besonders dunkle Aufnahmen, der Transfer
ist vom Fach und versteht es dem Betrachter den Bewertungsprozess
recht simpel zu fassen. „Signs – Zeichen“
wirkt wie aus einem Guss. Kontrast und – je nach Situation
recht unterschiedliche – Farbgebung sprechen eine deutliche
Sprache, denn es entsteht eine spürbare Plastizität.
Die visuellen Effekte wirken harmonisch eingebunden und sie
fallen nicht sonderlich auf. Kompressionsartefakte treten
nicht auf, auch hält sich der Rauschfaktor im Rahmen.
„Signs
– Zeichen“ befüllt das Heimkino mit mehrkanaligem
Sound. So zum Beispiel in Dolby Digital 5.1 in den Sprachfassungen
Deutsch, Englisch, Italienisch, Thailändisch und Portugiesisch.
Oder aber in DTS 5.1 in den Sprachen Deutsch und Italienisch,
sowie einer zusätzlichen PCM unkomprimierten englischen
Fassung. „Signs“ gefällt mit seinem atmosphärischen
Ton, der sich aus einer tollen Musik und gut platzierten Umgebungsgeräuschen
zusammensetzt. Immer wieder versteht es insbesondere die eindringliche
musikalische Begleitung ein Stimmungsgemisch aus Unbehagen
und Spannung aufzubauen. Optionale Untertitel gibt es in gleich
neun unterschiedlichen Sprachen.
[Fazit]
„Signs – Zeichen“ gefiel mir bei der ersten
Ansicht sehr gut. Ich war fasziniert, muss allerdings auch
sagen, dass ich damals bereits die Zuspitzung am Ende nicht
allzu überzeugend fand. Nun sah ich den rund 106minutenlangen
Thriller auf dieser Blu-ray Disc mit 50 GB Fassungsvermögen.
Walt Disney Studios Home Entertainment bringt uns „Signs“
in einem überzeugendem Technikgewand. Das Menü empfand
ich als angenehm gestaltet, jedoch auch weniger aufwändig.
Es gibt über eine einfache Navigationsstruktur die folgenden
Bonusmaterialien vorzufinden:
- Drehbuch:
Von der Idee zum Original Drehbuch M.Night Shyamalan über
die Faszination der Kornkreise, den Einfluß anderer
Filme und die
Bedeutung des Titels
- Storyboard
& Filmset: Detaillierter Einblick in das Storyboard,
u.a. mit
Autor, Regisseur und Produzent. Drehort-Suche und Besuch
am Set
Bedeutung der Zeichen und Symbole im Film
- Making
Of: Einblick in den Drehplan. Hinter den Kulissen beim Dreh
der
Schlüsselszenen Interviews mit den Hauptdarstellern
- Special
Effects: Entwicklung der computergrafischen und animatronischen
Effekte, Entstehung der Aliens
- Musik
& Effekte: Die Bedeutung der Musik im Film. Besuch im
Musikstudio
Interview mit Komponist James Newton Howard
- US
Marketing Kampagne zum Kinostart: New York City Kino-Premiere
- M.Night
Shyamalan zum Kinoerfolg und über seine neuen Filmpläne
- 5
zusätzliche Szenen
- Nights
erster Alien-Kurzfilm
Wow, das
ist mal eine ganze Menge an Bonusmaterial,… Stunden
an Extras, die sich inhaltlich sinnvoll gestalten und über
einen hohen Informationsgehalt verfügen und zudem auch
noch üppig in der Anzahl ausfallen. Das ist wirklich
ganz wunderbar anzuschauen. „Signs“ weist eine
Altersfreigabe von ab 12 Jahren auf und ist dafür in
Zügen erstaunlich spannend. Erscheinungstermin war der
13. November, der Preis liegt bei rund 30,- Euro, was kein
Schnäppchen für einen bereits längere Zeit
veröffentlichten Titel.
Andre
Schnack
24.11.2008
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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