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Shelter Island
Thriller
[Inhalt]
Die prominente ehemalige Profi-Golferin Louise Delamere (Ally
Sheedy) wird am helllichten Tag mitten in Manhattan brutal
zusammengeschlagen. Gemeinsam mit ihrer Geliebten Alex (Patsy
Kensit) flüchtet sie in ihr abgelegenes Landhaus auf
Shelter Island. Dort will sie sich von dem traumatischen Erlebnis
erholen. Doch der Zufluchtsort wird zum Gefängnis, als
ein schweres Unwetter die Fährverbindung unterbricht
und Strom- und Telefonleitungen kappt. Völlig isoliert
müssen die beiden Frauen die Nacht mit einem unangenehmen
Fremden verbringen, der plötzlich im Haus steht. Halb
fasziniert, halb abgestoßen geht Lou auf das anzügliche
Katz-und-Maus-Spiel ein, das der aufdringliche Mann mit ihr
spielt. Sie ahnt nicht, dass einer von ihnen die Nacht nicht
überleben wird...
[Kommentar]
„Shelter Island“ begibt sich auf das Schlachtfeld
der Thriller, wurde dabei aber etwas unterbestückt in
das Rennen geschickt. Das Ergebnis: der Film hält nicht
sonderlich viele Runden durch und kommt somit lange vor der
Top-Thriller Ziellinie zum Stehen. Zwar befinden sich einige
gute Ideen in der Geschichte, die ansonsten nur durchschnittlichen
Level erreicht, doch wurden auch mindestens ebenso viele Klischees
in ihm verbaut. Davon ab: jemand hat vergessen die Spannung
in die Story einzuflechten, so dass ein richtiger Spannungsaufbau
und Bogen nur extrem selten stattfindet. Die Sets gehen in
Ordnung, ebenfalls auch die Landschaftsaufnahmen. Auch durch
die darstellerischen Leistungen kann überwiegend Zufriedenheit
suggeriert werden. Insgesamt jedoch bleibt ein fader Geschmack
eines Thrillers, der sich selbst nicht ganz einzuordnen weiß
und der leider nicht das Zeug dazu hat, in großer Erinnerung
zu bleiben. Trotz eines einigermaßen überraschenden
Endes.
[Technik]
Sunfilm bietet uns in „Shelter Island“ einen anamorphen
16:9-Breitbildtransfer im Ratio 1.78:1 an. Dieser kann partiell
mit gelungenen Werten auffallen, versinkt aber überwiegend
im Meer des Durchschnitts aufgrund einer etwas undifferenzierten
Darstellung der Farben und einem nur bedingt guten Schärfegrad.
Unter letzterem leidet der Reichtum an Bilddetails im Geschehen,
was etwas zu bedauern ist, da ansonsten weder Verunreinigungen,
noch Kompressionsartefakte oder andere Störungen auftreten.
Die Helligkeit des Geschehens wirkt manchmal leicht übersteuert,
die dunklen Szenen des Films stehen ihrer Qualität. Ton
gibt es: Deutsch in DTS und Dolby 5.1, und Englisch Dolby
Surround, DD 5.1 und Dolby Stereo 2.0. Deutsche Untertitel
sind optional hinzuzuschalten. Wer es gerne etwas ruhiger
mag, der mit der Effektkulisse zufrieden sein. Ab und an werden
gezielt einige Surround-Effekte ins Rennen geschickt, überwiegen
spielt die Musik hingegen auf der Front. Die vorderen Lautsprecher
geben eine gute Sprachausgabe und Hintergrundgeräusche
zum Besten. Die Dynamik und Fehlerfreiheit gehen in Ordnung.
Qualitativ gut.
[Fazit]
„Shelter Island“ – Thrillerkost des Mittelmaßes.
Die Laufzeit bemisst sich auf rund 82 Minuten, es handelt
sich bei dem eingesetzten Medium um ein DVD des Typus 9 (einseitig,
zweischichtig). Die Altersfreigabe laut FSK beträgt 16
Jahre. Als Bonusmaterial befinden sich lediglich ein Trailer
zum Hauptfilm und Biografien zu den drei Hauptdarstellern
in Form von Texttafeln auf der Disc. Drei Trailer zu weiteren
Erscheinungen beenden dann auch schon die Ausstattung. Das
animierte und mit Musik unterlegte Menü wurde einigermaßen
ansprechend designt. Verleih- und Kauffassung des Titels sind
seit dem 15. Oktober erhältlich.
André Schnack
31.10.2003
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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