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Serpico
Crime/Drama
[Inhalt]
Der New Yorker Polizist Frank Serpico (Al Pacino) liegt schwerverletzt
mit einer Kugel im Kopf im Krankenhaus. Damals, frisch von
der Polizeiakademie hatte er voller Ideale seinen Dienst angetreten.
Doch bald merkt Serpico, dass er sich in einem Spinnennetz
aus Korruption und Filz befindet. Jeder scheint involviert
zu sein. Da er Schmiergelder strikt ablehnt, ist er schnell
innerhalb der Kollegenschaft isoliert – nur in Bob Blair
(Tony Roberts) findet er einen Mitstreiter. Als die beiden
mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gehen,
kommt es zum Skandal. Für seine Kollegen ist Serpico
nur noch ein „Verräter“.
[Kommentar]
Die Geschichte eines Alleingängers, der selbstlos und
besessen von seinen Zielen getrieben wird – und sich
damit immer mehr in Gefahr gibt. Und das, um letztlich nach
etwas zu streben, dass es einfach nicht gibt und auch für
ihn letztlich nicht erreichbar ist: Gerechtigkeit. Al Pacino
geht in dieser Rolle sichtlich auf und beweist sein hohes
schauspielerisches Können. Unter der Regie von Sydney
Lumet entstand ein sehr stimmungsvoller Film im typischen
Stil der Siebziger Jahre. Die Idee entsprang dem lebenden
Vorbild: dem Polizisten Frank Serpico. Zum einen faszinierend,
zum anderen beängstigend und irgendwie auch traurig.
Der Verlauf und das Tempo gehen in Ordnung, unterscheiden
sich jedoch in der Wirkung zu den meist schnelleren, aktuelleren
Kinoproduktionen.
[Technik]
Alter Transfer, entsprechende Qualität in der Wiedergabe
– klarer Fall. Doch „Serpico“ führt
gutes im Bilde. Der Breitbild-Transfer wurde im 1.78:1-Format
vollzogen und entspricht somit der Original-Kinovorlage. Das
Geschehen auf dem Wiedergabegerät bietet einen ausreichend
natürlichen Farbumfang und einen recht ausgewogenen Kontrast,
wobei die Farben etwas verwaschen wirken und das gesamte Geschehen
verrauscht und unscharf. Recht frei von Verunreinigungen verschwinden
einige Bilddetails im oftmals dunklen Bildbereichen. Darüber
ist jedoch hinwegzusehen. Der Sound der DVD wurde in der deutschsprachigen
Synchronfassung im monauralen Dolby Digital 1.0- und im englischen
5.1-Ton aufgenommen. Er bietet eher einen etwas dumpfen und
zurückhaltenden Klang, der manchmal irgendwie in den
Lautsprechern zu verschwinden scheint. Doch die Sprachausgabe
und die Filmmusik werden gut transportiert.
[Fazit]
Mit dem DVD-Titel „Serpico“ gelang Kinowelt ein
weiterer großer Klassiker, der in keinem gut sortierten
Sammlerregal fehlen sollte. Der Film beläuft sich auf
rund 125 Minuten Spieldauer und findet Platz auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Die Altersfreigabe erfolgte laut
FSK ab 18 Jahren. Das Menü und die Verpackung passen
vom Design nicht so sehr auf den Filminhalt, was aber vernachlässigt
werden kann. Als Bonusmaterial befinden sich ein Trailer und
eine rund 22minutenlange Dokumentation über Darsteller
Al Pacino auf der Scheibe. Optionale Untertitel gibt es in
deutscher Sprache hinzuschalten. Die Ausstattung bietet keinen
Anlass zum Jubeln, die Technik der Disc wird den Ansprüchen
in Betrachtung der Umstände und des Alters gerecht. Wer
also einen ausgezeichneten Al Pacino-Film sehen möchte,
der greift zu. Ein Klassiker.
André
Schnack
11.04.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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