| Reine
Familiensache
Comedy
[Einleitung]
Aus dem DVD-Programm der Sunfilm Entertainment erscheint der
Titel „Reine Familiensache“ (Originaltitel: The
Thing About My Folks) von 2005 von Regisseur Raymond De Felitta.
In den Hauptrollen der Comedy sind Paul Reiser, Peter Falk,
Olympia Dukakis und Elizabeth Perkins zu sehen. Das Drehbuch
entstammt der Feder von Paul Reiser, welcher sich auch an
der Produktion des US-amerikanischen Films beteiligte. Was
der Film über die Liebe und menschliche Beziehungen taugt,
konnten wir Dank der Bemusterung durch Sunfilm Entertainment
herausfinden.
[Inhalt]
Er ist eigentlich unwiderstehlich liebenswert und doch zum
Verzweifeln peinlich - deshalb ahnt Ben nichts Gutes, als
sein Vater Sam eines Abends in der Tür steht. Seine Frau
hat ihn nach mehr als 40 Jahren Ehe verlassen und dementsprechend
ist Sam ziemlich durch den Wind. Um den kauzigen Kerl auf
andere Gedanken zu bringen, schlägt Ben vor, ein gemeinsames
Wochenende auf dem Lande zu verbringen. Noch kann er nicht
ahnen, auf welches chaotische Abenteuer er sich einlässt,
denn bald erscheint ihm auch seine eigene Ehe in einem ganz
anderen Licht...
(Quelle: Sunfilm Entertainment)
[Kommentar]
Komödien über Beziehungs-Themen werden nicht aus
der Mode kommen, so lange es Beziehungen gibt. Paradebeispiele
wie „Meine Braut, ihr Vater und ich“ zeigen, dass
der Stoff für die lustigsten Situationen herhalten kann
und jedem anderen Thema ohne Weiteres Paroli bieten kann.
„Reine Familiensache“ versteht sich als genau
so ein Werk. Es geht in diesem Fall mehr um das Vater-Sohn-Verhältnis,
als dass es sich um eine Mann-Frau-Beziehung dreht. Bei der
Auswahl der Darsteller hielt man sich an bereits bekannte
Namen, die nicht allzu häufig bei großen Blockbuster-Produktionen
Nennung finden, sondern sich eher einen Namen als Serien-Darsteller
verdienten. So haben wir es mit Peter Falk zu tun, der über
Jahre sein Alter Ego – den Privatdetektiv – Mr.
Columbo in der TV-Serie „Columbo“ mimte, und das
ausgesprochen erfolgreich und vom Publikum hoch akzeptiert.
Bei der Ansicht
von „Reine Familiensache“ gibt es ab und an kleinere
Längen zu verzeichnen, welche sich in schwankender Aufmerksamkeit
beim Betrachter äußern können. Denn nicht
immer bindet die doch recht einfach gehaltene Geschichte so
intensiv vor den Fernseher.
[Technik]
Der Film erstrahlt in Form eines anamorphen Breitbilds auf
dem Wiedergabegerät. Sein Seitenverhältnis bemisst
sich dabei auf das Ratio 1.66:1. Der Transfer wirkt ausreichend
frisch und in seiner Farbausspielung dynamisch und kontrastreich.
Immer wieder fallen Farbflächen auf, welche sich scheinbar
nicht des natürlichen Farbspektrums bedienen und ein
wenig künstlerisch verfremdet wirken – so kommt
es einem zumindest vor. Auf der anderen Seite hinterlässt
das Geschehen einen recht plastischen und natürlichen
Eindruck. Es bildet überwiegend ruhige und saubere Bilder
ab, überstrahlt dabei nicht und weist eine gesunde Grundierung
auf. Die Kantenschärfe von „Reine Familiensache“
befindet sich auf einem gelungenen Niveau und die Kantenschärfe
reicht ebenfalls aus. Rauschen tritt praktisch nicht auf den
Plan, lediglich ein leichter Nachzieheffekt ist zu erkennen.
Weniger zeitgemäß
zeigt sich der Titel von der akustischen Warte aus, wenn man
denn dem Presse-Text Glauben schenken kann. Denn hier kann
„Reine Familiensache“ lediglich einen Dolby Surround
Sound mit zwei Kanälen bieten. Die Verpackungsangaben
hingegen weichen ab und entsprechen der Wahrheit. Wahlweise
kann der Film in den Sprachfassungen Deutsch in Dolby Digital
5.1 oder DTS oder Englisch Dolby Digital 5.1 verfolgt werden.
Dabei bleiben die Dialoge innerhalb des Soundtracks stets
verständlich, in der deutschen Synchronfassung wirken
sie ein wenig aufgesetzter als im englischsprachigen Originalton.
Räumliche Weite tritt nicht gerade sehr dominant auf
und echte Effekte gibt es praktisch nicht. Untertitel können
optional in deutschen Lettern hinzugeschaltet werden.
[Fazit]
Wer großes Kino sucht, der wird bei „Reine Familiensache“
nicht fündig. Für einen angenehmen Abend am Freitag
hingegen reicht der Film allemal komplett aus. Er bietet auf
rund 94 Minuten – unterteilt in 12 Kapitel – adäquate
und leicht bekömmliche Unterhaltung mit einem gelungenen
Schauspieler-Ensemble auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9), die zu rund 72% gefüllt ist. Der 16:9-Transfer
gefällt, ebenso kann auch die Akustik des Films die Anforderungen
erfüllen und den Betrachter mit passender Kost umsorgen.
„Reine Familiensache“ ist ab einer Altersstufe
von 12 Jahren freigegeben und erscheint am 18. August zu einem
Preis von unter 20,- Euro. Als Bonusmaterial finden wir 6
Trailer weiterer DVD-Erscheinungen, einen Original-Trailer
und Bio- und Filmografien vor.
Andre Schnack
14.08.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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