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Die
Uhr läuft ab - Ransom
Crime/Thriller
Seit einem Überfall
auf die britische Botschaft in Stockholm befindet sich der
Botschafter nun als Geisel in der Hand von Terroristen. Sie
fordern die Freilassung von sechs gefangenen Mitstreitern
und freies Geleit. Ihre Flucht mit einem gekaperten Flugzeug
steht jedoch unter keinem guten Stern. Der Pilot beweist stählerne
Nerven und landet die Maschine so unsanft, dass vor dem Weiterflug
größere Reparaturen nötig werden. Colonel
Nils Tahlvik (Sean Connery), Chef des schwedischen Sicherheitsdienstes,
gewinnt kostbare Zeit. Er versucht die Hintergründe des
Komplotts aufzudecken – und stößt auf Erstaunliches.
Fest entschlossen, nicht noch weitere Opfer des Geiseldramas
heraufzubeschwören, geht er selbst an Bord.
„Ransom“
– nicht zu verwechseln mit dem noch jungen und gleichnamigen
Film mit Mel Gibson und der Selbstjustiz-Thematik (dt. Titel:
Kopfgeld), hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Dies merkt
man dem gesamten Werk deutlich an, schließlich sind
fast schon 30 Jahre seit der Erstaufführung vergangen.
Die Thematik gibt sich zeitlos, denn Terroristen und politische
Machtkämpfe gehören gestern wie heute zum Nachrichten-Alltag,
leider. Doch die gesamte Umsetzung, der Aufbau und das Tempo
verraten rasch die vergangenen Jahre und den damals herrschenden
Stil, dem sich auch der damalige Regisseur XY nicht verwehren
konnte. Das soll nichts schlechtes heißen, doch wirken
manche Einstellungen schon etwas „langsam“ im
Vergleich zum aktuellen Kino und der kurzlebigen Kultur. Die
darstellerischen Leistungen gehen weitgehend in Ordnung und
die Spannung wird gelungene inszeniert, der Bogen bis zum
Ende genutzt.
Technisch haben
wir es hier mit einem nicht zu heutigen Auskopplungen vergleichbaren
Material zu tun. Der Bildtransfer wird im Breitbild-Format
1.66:1 präsentiert, und das anamorph. Das Geschehen auf
der Mattscheibe bzw. der Leinwand bietet für das bereits
hohe Alter eine gute Leistung. Der Kontrast wirkt ausgewogen
und ruhig, die Farben bilden gelungen und plastisch die verschiedenen
Bildelemente ab und stehen in einem harmonischen Verhältnis
zu den weiteren Faktoren. Hochwertig wird die Qualität
mit einer guten Kantenschärfe weitergeführt, es
resultiert unter anderem auch daraus ein guter Grad an Bilddetails.
Seltene Verunreinigungen und leichtes Rauschen gehen zu Lasten
der guten Qualität. Tonal kann hier nicht sonderlich
geschwärmt werden, denn der monaurale Dolby Ditital 1.0
Sound kann nicht wirklich überzeugen. Ob es Musik, die
wenigen Effekte oder aber die stellenweise etwas kratzende
Dialog-Wiedergabe ist, das Darbietungsniveau entspricht nur
durchschnittlichen Leistungen.
Kinowelt Home Entertainment
veröffentlichte am 04. Februar die DVD „Die Uhr
läuft ab – Ransom“. Bei der DVD handelt es
sich um eine Scheibe des Typus 9: einseitig und zweischichtig.
Das gut sortierte und aufgeräumte Menü hält
neben den Einstellungsoptionen auch noch Zugriff auf Bonusmaterial,
welches hier jedoch lediglich aus dem englischsprachigen Trailer
in schlechter Qualität und optionalen Untertitel in Deutsch
und Englisch besteht. Fazit: eine DVD, die zwar im visuellen
Bereich punktet, aber im akustischen Part wieder verliert.
Bei der Ausstattung wurde sehr gespart, so dass es hier zu
Abzügen kommt. Die Laufzeit beschränkt sich auf
rund 90 Minuten, die Altersfreigabe erfolgte ab einer Stufe
von 16 Jahren. Wer Klassiker mag, der wird auch hier seinen
Spaß haben, alle anderen sollten vorher abchecken, ob
ihnen der Stil und die Art passen.
André Schnack
19.02.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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