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Gefährliche
Brandung
Action/Thriller
[Einführung]
Ex-Frau von James Cameron und erstklassige Filmemacherin?
Kathryn Bigelow lautet die Antwort und der Name der begabten
US-Amerikanerin. Sie schuf „Near
Dark“ und war auch für den Erfolg des wunderbaren
„Strange Days“ verantwortlich. Dazwischen jedoch
fertige sie „Gefährliche Brandung“ (Originaltitel:
Point Break) 1991 an. In den Hauptrollen des Action-Thrillers
sind Keanu Reeves und Partrick Swayze zu sehen. In weiteren
Rollen Gary Busey und Lori Petty. Wir konnten die DVD von
Fox Home Entertainment genauer unter die Lupe nehmen und bildeten
uns ein Urteil über die Qualitäten der Code2-Disc.
[Inhalt]
Ein heißer Sommer in L.A.: Eine Bankräuberbande
terrorisiert die Stadt. Mit Plastik-Masken als Ex-Präsidenten
des USA verkleidet, schlagen sie immer wieder blitzschnell
zu: Kalt, professionell und absolut rücksichtslos wickeln
sie ihr "Geschäft" ab. Sie hinterlassen keine
Spuren, keine Anhaltspunkte, keinen Ansatz für eine Fahndung.
Nur eine mehr als vage Idee bleibt dem FBI-Agenten Johnny
Utah (Keanu Reeves) für seine Suche - die Täter
könnten vielleicht aus dem Surfer-Milieu stammen. Johnny
arbeitet "under cover" und stürzt sich in die
Welt der Wellen-Begeisterten. Dort trifft der junge Agent
auf die attraktive Tyler (Lori Petty), den Surf-Guru Bodhi
(Patrick Swayze) und seine Clique voller Typen, die nichts
auf der Welt gelten lassen außer ihrem eigenen seltsamen
Traum von Freiheit. Auch Johnny reißt der Strudel von
Abenteuer und Gefahr mit sich - schon bald fällt es ihm
schwer, zwischen Wunsch und Auftrag zu unterscheiden. Je näher
er der Lösung seines Falles kommt, desto mehr wächst
auch die Gefahr für ihn selbst - die Welle von Gewalt
kann jeden Augenblick auch über ihn hereinbrechen...
[Kommentar]
Kathryn Bigelow bestückte den guten Film nicht nur mit
einem Charme und der Kurzweiligkeit eines Wellentrips, sondern
präparierte es zuvor auch noch mit dem besten Equipment.
Die abwechslungsreiche Story bereitet viel Spaß und
Spannung, Thriller-Elemente, gute Action wettert für
den Surfsport. Doch wem’s Wellenreiten nicht liegt,
der wird fabelhaften darstellerischen Leistungen, feiner Optik
und gutem Sound ausgesetzt. Swayze und Reeves überzeugen
in ihren Rollen, die Wassereinlagen bestechen durch faszinierende
Aufnahmen und dazu erklingt ein passender Soundtrack. Der
Style des Films verbucht also schon einmal Pluspunkte. Keine
Ebbe beim Inhalt: auch hier kann Lob geerntet werden. Kombiniert
werden zwar mehrere Elemente und es gibt neben der deutlichen
Haupt-Story auch och sogenannte „Sub-Plots“, doch
beschränkt sich die Handlung auf den Kern, der Verfolgung
einer kriminellen Bankräuber-Bande. Großen Tiefsinn
gibt es hier nicht, aber die Atmosphäre, die teils auch
aus erotischer und romantischer Stimmung besteht, nicht selten
durch die Schönheit des Meeres geprägt, spielt hier
eine gewichtige Rolle. Bigelow leistete gute Arbeit.
[Technik]
Visuell wird etwas gutes auf die Betrachter losgelassen. Ein
2.35:1 Bildtransfer wird geboten – anamorph codiert.
Und ob es nun brechende Wellen, Aufnahmen aus zigtausend Metern
Höhe, Set-Shoots im Inneren von Gebäuden oder weitere
Außen- und Innenaufzeichnungen sind, es wird stets eine
angenehme Natürlichkeit, ausreichend knackige Farbsättigung
und ein wohltuender Kontrast abgebildet. Rauschen, Unschärfe
und leichte Mängel der Kompression müssen dabei
in den Kauf genommen werden, dafür ist der Film bereits
12 Jahre alt. Insgesamt eine Darbietung, die in Ordnung geht,
jedoch keinesfalls vom Brett wirft. Ähnlich beim Ton.
Die getestete deutsche Tonspur in Dolby Digital 2.0 bereitet
gute Laune, kommt ausreichend dynamisch daher und verfügt
über einige Surround-Effekte und eine klare Sprachausgabe
aus dem Center-Speaker. Neben der erwähnten befinden
sich auch noch Sprachfassungen in Englisch und Spanisch auf
der DVD, ebenfalls im DD 2.0-Verfahren abgemischt. Optional
gibt es Untertitel in allen erwähnten Sprachen.
[Fazit]
An den inhaltlichen Qualitäten des Films gibt es kaum
etwas zu bemängeln. Natürlich wird es auch hier
Leute geben, die Bigelows Werk nicht zu schätzen wissen,
doch letztlich gibt es dieses Phänomen bei jedem Kinofüller.
„Gefährliche Brandung“ bietet als Zusatzmaterial
keine Features bis auf einen Trailer. Eine neuere Fassung,
erschienen am 21. Juli 2003 hingegen soll über eine üppigere
Ausstattung verfügen. Die Technik der Scheibe geht in
Ordnung, der 117 Minuten-Inhalt bietet hochkarätige Unterhaltung
mit Action, Spannung und tollen Bildern (ab 16 Jahren). Es
gibt eigentlich keinen Grund, diese DVD nicht zu empfehlen,
wären da nicht die fehlenden Extras und die Präsenz
einer Neuauflage. Der Inhalt des Films hingegen gleicht in
beiden Versionen, und dieser kann empfohlen werden. Bei der
Disc handelt es sich um eine einseitige Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9).
Andre Schnack
07.10.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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| Extras
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