|
Das Phantom
der Oper
Romance/Drama/Thriller/Horror
Spätes
18. Jahrhundert, Paris. Unter der Pariser Oper verschlingen
sich Gänge eines unterirdischen Labyrinths ineinander,
Stockwerk für Stockwerk, unerschlossen und fern ab von
Menschen. Aufgezogen von den Ratten, verwaist und den Menschen
bös gesinnt lebt hier das Phantom (Julian Sands) und
streift Nacht für Nacht und Tag für Tag durch die
Katakomben. Ab und an verschwinden Arbeiter des Tagesgeschäfts
in und unter der Oper für immer in die dunklen Gänge,
niemanden stört es, da es sich nicht gerade um wichtigsten
Leute handelte. Auf der Bühne wird gerade für "Romeo
und Julia" geprobt, die beiden rivalisierenden Sängerinnen
Carlotta (Nadia Rinaldi) und Christine (Asia Argento) buhlen
um die Hauptrolle, während in den Schatten des Dungeons
die ersten Funktionäre sterben - das Phantom schlägt
wieder zu. Schließlich begegnet es Christine und verliebt
sich...
Dario
Argentos "Das Phantom der Oper" stellt eine im Look
sehr durchgestylte und ansehnlich umgesetzte Verfilmung einer
klassischen Horror-Geschichte mit viel Spannung dar. Der Meister
des neuen Horrors bleibt dabei seinem Prinzipien treu, vermischt
altes mit neuem und bleibt "italienisch" in seiner
Machart. Recht unbeeinflusst von Hollywood-Zügen entstand
ein spannender, blutig-spannender und zugleich etwas erotischer
Film, der für gute Horror-Unterhaltung sorgt. Das Drehbuch
entstand nach dem Roman von Gaston Leroux. Die sehr eigen
anmutenden Sets und Räumlichkeiten beeindrucken und werden
von den gelungenen Masken und den feinen Kostümen angenehm
unterstrichen. Hinzugefügt wurde dann noch eine situationsgebundene
Musik und paar durchaus überzeugende Special-Effects.
"Mit Mystik, Zauber und Gewalt" so, oder ähnlich
könnte einer der Grundsätze beim Drehen von "Das
Phantom der Oper" gelautet haben. Im Heimatland Italien
entpuppte sich der Film als ganz großer Erfolg, auch
Übersee erfreute er sich großer Beliebtheit. Auch
wenn gar nicht in Paris gedreht wurde, sondern in Budapest.
Zur technischen
Seite der DVD. Das Geschehen spielt im Format 1.85:1 und füllt
somit die Mattscheibe eines 16:9-TV-Geräts. Entgegen
den Erwartungen und der eigentlich bereits lange Zeit zum
Standard gehörenden anamorphen Erweiterung des Bilds,
wird hier lediglich ein Letterbox-Transfer geboten, schade.
Die Eigenschaften des Transfers sind als gut zu bezeichnen.
Die mit gesättigten Farben gefüllten Flächen
wirken knackig, natürlich und ausreichend plastisch,
genügend Bilddetails fallen ebenfalls auf. Zwar gibt
es einige kleinere Verunreinigungen und auch gelegentliches
Rauschen, doch stört das nur bedingt. Tontechnisch werden
drei Soundtracks angeboten: deutsch DTS 5.1 und Dolby Digital
2.0 und englisch Dolby Digital 2.0. Der deutsche DTS 5.1-Sound
wurde von uns genauer beäugt, bzw. gehört und offenbart
Stärken und Schwächen. Er bietet zwar eine sehr
klare und auch in die Weite klingene Akustik an, vermag jedoch
nicht gerade mit den Leistungen der hinteren Kanäle um
die Gunst der Zuschauer zu hofieren - schade. Und wenn auch
viel aus der Front ertönt, es klingt zumindest rauschfrei,
voluminös und verständlich. Höhen und Tiefen,
sowie der Basseinsatz ergeben insgesamt eine Leistung des
oberen Mittelfeldes.
"Das
Phantom der Oper" von Dario Argento stellt keinen werdenden
Klassiker im Horror-Genre dar, unterhält aber auf dem
Regisseur so eigene Art und Weise mit einem gewissen Touch
eines Kostümfilms. Der Film besitzt eine Laufzeit von
rund 98 Minuten und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9). Neben dem Streifen, der über ein ansehnliches
Menü zu erreichen ist, werden auch noch 3 Trailer weiterer
Erscheinungen und der Trailer zum Hauptfilm offeriert. Mehr
gibt es in Bezug auf die Special-Effects jedoch nicht. Ein
tolles B-Movie von Kultregisseur Dario Argento mit ausgezeichneten
Crewmitgliedern (Kameramann Ronnie Taylor, "Gandhi";
Kostümdesignerin Ágnes Gyarmathy, "Mephisto")
und mit der Musik von Hollywood Komponist Ennio Morricone
("Es war einmal in Amerika", "Killing Fields").
Spannende Unterhaltung gefällig, hier gibt es diese.
Andre
Schnack
24.01.2002
| Film
/ Inhalt |
: |
   |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
    |
| Ton |
: |
    |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
  |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
    |
|
| |
WWW Links:
- |
Bitrate (durchschnittlich):
8,14 |
|