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Pakt der Wölfe
Action/Fantasy
[Inhalt]
1766, Frankreich zur Zeit Ludwig XV. In der Nebellandschaft
von Gévaudan fallen unzählige Frauen und Kinder
einer blutrünstigen Bestie zum Opfer. Der König
schickt den jungen Wissenschaftler Grégoire de Fronsac
(Samuel Le Bihan) in die Provinz, um diese Morde zu untersuchen.
Fronsac und sein Blutsbruder Mani (Mark Dacascos) entdecken
schließlich, dass die mörderische Bestie keineswegs
eine übernatürliche Kreatur, oder gar nur ein tollwütiger
Wolf ist. Nachdem einige wilde Wölfe ihr Leben ließen
und eine kurze Zeit lang vermutet wird, dass das Morden ein
Ende hat, stellt sich heraus, dass wesentlich mehr hinter
der ganzen Angelegenheit steckt. Hier sind Kräfte am
Werk, die von Menschen gesteuert werden. Menschen, die ein
blutiges Ziel verfolgen...
[Kommentar]
Regisseur Gans orientierte sich an Erzählungen und Geschehnissen,
die sich im Süd-Frankreich im 18. Jahrhundert zugetragen
haben sollen. Soweit die Legenden. Und diese geben mehr als
genug Stoff und Vorlage für eine mystische und fantastische
Geschichte voller Überraschungen, Liebe, Freundschaft
und toller Landschaftsaufnahmen. An Hass und kämpferischen
Auseinandersetzungen, politische Intrigen und mystische Phänomenen
fehlt es natürlich ebenfalls nicht. Professionell und
typisch französisch umgesetzt hinterlässt "Pakt
der Wölfe" einen sehr guten Eindruck. Vor allem
visuell wird einiges geboten, was wundervoll mit der Kamera
eingefangen wurde. Da dies alleine keinen guten Film auszeichnet,
wurden dazugemengt: überzeugende Darsteller, eine interessante
Geschichte, viel Fantasie und eine passende Musik. Resultat:
Spaß mit Spannung und dichter Stimmung, resultierend
aus tollen Kostümen und brillanten Sets, zusammengefügt
unter einer begabten Regie. Tiefen Inhalt braucht man nicht
zu erwarten, doch wer angesichts einer vermeintlich lauen
Story voreingenommen ist, sollte dem Film eine Chance geben
– es lohnt.
[Technik]
Wie bei der französischen Version, so auch hier: erster
Sahne! Aufgenommen im breiten Cinemascope Format (2.35:1)
wurden die wundervollen Aufnahmen anamorph auf die Scheibe
gebannt. Das Bild wirkt vor allem klar, deutlich in den Konturen
und plastisch in der Bild- und Farbtiefe. Die Kantenschärfe
befindet sich weit über dem Durchschnitt und der Detailgrad
des abgebildeten Geschehens verstehen zu begeistern. Ob rasche
Bewegungen oder wenig Licht, der Transfer bietet stets hohe
Qualität, trotz des eingesetzten Rauschfilters, der einen
guten Job leistet. Dazu gesellt sich eine saubere und meist
rauschfreie Kompression.
Und was wäre ein tolles Bild ohne die passende akustische
Ergänzung? Hier zumindest stimmt die Paarung und das
Gespann funktioniert: das erstklassige Bild wird durch die
dynamische und sehr druckvolle, teilweise hingegen sehr detaillierte
Tonwiedergabe prächtig ergänzt. Neben dem französischen
Originalton im Dolby Digital 5.1-Format, gibt es die deutsche
Synchronfassung nebst DD 5.1 auch noch in DTS 5.1 zu hören.
Die Sprachausgabe ertönt stolz aus dem Center, nicht
zu prominent, umfangen von direktionalen Effekten, lebhaftem
Hintergrund und einer voluminösen Musikabbildung. Sehr
schön.
[Fazit]
Uns lag die Verleih-Version (seit dem 20. August auf dem Markt)
vor, welche – im Gegensatz zu der kommenden Verkaufs-Version
– lediglich aus einer DVD mit dem rund 137minutenlangen
Film besteht. Der kommenden Fassung fürs Ladengeschäft
(ab dem 17. September im Handel) liegt noch eine weitere Disc
mit Bonusmaterial bei. Zusätzlich befindet sich die Möglichkeit
auf der Disc, sich den ca. 145minutenlangen Director’s
Cut anzusehen – auch schön. Freigegeben wurde die
Erscheinung ab einem Alter von 16 Jahren. Extras: ein Audiokommentar
mit dem Regisseur (französisch mit deutschen Untertiteln),
ein Audiokommentar mit den Darstellern Le Bihan und Cassel
(französisch mit deutschen Untertiteln), einige Trailer
und Biografien von Cast & Crew. Die zusätzlichen
Szenen des Director’s Cut werden französisch gesprochen,
optional mit deutschen Untertiteln. Generell gibt es zum Ton
wahlweise deutsche oder französische Letter hinzuzuschalten.
Ein phantastisches, aufwändig inszeniertes Action-Abenteuer,
das jedem gefallen wird, der etwas für „Fantasy“
übrig hat. Columbia verdient Lob für die technischen
Belange der Disc!
Andre
Schnack
03.09.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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