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Mord im Zwiebelfeld
Drama
2. März
1963. Die beiden Sergeants Campbell (Ted Danson) und Hettinger
(John Savage) führen eine Routinekontrolle bei einem
verdächtigen Auto durch. Doch die beiden Kleinganoven
verlieren die Nerven und kidnappen die Polizisten. In einem
abgelegenen Zwiebelfeld kommt es zum Schusswechsel, bei dem
Campbell kaltblütig umgebracht wird. Hettinger hat mehr
Glück - er kann fliehen. Dank seiner Zeugenaussage können
die beiden Killer auch relativ schnell dingfest gemacht werden.
Es beginnt ein langwieriger Prozess. Die beiden Täter
- Gregory Powell (James Woods) und Jimmy Smith (Franklyn Seales)
eignen sich im Gefängnis juristisches Wissen an und es
gelingt Ihnen, das Urteil jahrelang aufzuschieben. Währenddessen
verliert Hettinger immer mehr den Boden unter den Füßen.
Von Schuldgefühlen geplagt, durchlebt er die Hölle
auf Erden...
Ein sehr
anspruchvoller Film, wenn man erst einmal den Zugang zu ihm
gefunden hat. Denn dann reißt er einen sogar stellenweise
mit und besticht durch eine dichte Stimmung und einer tragischen
Geschichte, die keine reine Fiktion ist. Die darstellerischen
Leistungen befinden sich auf einem gehobenen Niveau, wobei
auch einige Schwächen zu entdecken sind. Ich empfand
das Tempo und den Aufbau insgesamt sehr ansehnlich, andere
werden ihn bereits als etwas betagt betiteln. Autor des Drehbuchs
war Joseph Wambaugh, der auch den Roman schrieb. Regisseur
Becker gab sich Mühe, lediglich mit dem Einsatz von Musik
wurde gespart, dieser verhält sich sehr zurückhaltend,
nur selten dudelt im Hintergrund ein Stimmungsunterstreicher.
Wahre Begebenheit, deren realistische, oder besser authentische
Wirkung stellenweise sehr intensiv herüberkommt und ab
und an beängstigende Ausmaße annimmt. Eine tragische
Geschichte über Verlust, Leid, Ungerechtigkeit und einen
Vorfall, der allen Beteiligten niemals in Vergessenheit geraten
wird und das Leben jedes einzelnen veränderte. Wer auf
anspruchsvollere Filme steht, der liegt hier genau richtig.
Technisch
bietet die Vorlage keine Top-Qualität, doch konnte man
aus ihr einen feinen Transfer im Originalformat 1.85:1 zaubern,
der durch seine anamorphen Eigenschaften auch ausreichend
Bilddetails und saubere Konturen mitbringt. Übers Mittel
kann positiv gesprochen werden, doch variiert die Darstellungsqualität
mitunter etwas von grober Körnigkeit bis hin zu einigen
verrauschten Aufnahmen. So sieht es auch bei der Farbgebung
auf, zum einen sehr gut gesättigt und kontrastreich,
andererseits stellenweise etwas blass und ausgewaschen in
der Wirkung. Sound gibt es auch, und zwar im monauralen Dolby
Digital 1.0-Format. Das Einkanaltonformat weist keine Surround-Eigenschaften
auf und besticht lediglich durch die rauschfreie und klare
Wiedergabe der Dialoge und einer etwas zurückhaltenden
Musikuntermalung. Der englischsprachige Originalton weist
ein leichtes Hintergrundrauschen auf. Es gibt die Sprachversionen
Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch vorzufinden, Untertitel
wurden der DVD in gleich 9 Fassungen gegönnt.
Fazit:
"Mord im Zwiebelfeld" bietet einen guten Inhalt,
der in einer angenehmen technischen Umsetzung von Kinowelt
vorgelegt wird. Der Hauptfilm verteilt sich auf zwei Schichten
einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) und läuft
rund 121 Minuten. Freigegeben wurde der Inhalt ab 12 Jahren.
Als Bonusmaterial befinden sich Trailer, eine extra für
diese DVD-Fassung produzierte Dokumentation (The Return To
The Onion Field) und ein exklusiver Audiokommentar mit Regisseur
Harold Becker auf dem Medium. Die beiden letzten Features
wurden von Kinowelt selbst hergestellt und bilden eine inhaltlich
gute und interessante Ausstattung. Das Menü der DVD wurde
sehr schlicht und einfach gehalten, verhält sich bei
der Navigation entsprechend übersichtlich und einfach
zu bedienen. Die Code2-Disc wurde am 16. Juli veröffentlicht
und kostet dann einen Preis von ca. 20,- Euro. Ein guter Film
auf einer guten DVD - so wie es sein sollte.
André
Schnack
24.07.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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