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Leichen pflastern
seinen Weg
Drama/Western
Utah 1898:
In den verschneiten Bergen an der mexikanischen Grenze übt
Loco (Klaus Kinski), ein kaltblütiger und gefürchteter
Kopfgeldjäger, gnadenlos seine Terrorherrschaft aus.
Und obwohl die hier lebenden Menschen lediglich aus reiner
Not ums Überleben zu Gangstern wurden, tötet er
einen geldbringenden "Auftrag" nach dem anderen,
um so von diesen blutigen Einnahmen ein gutes Leben vorzubereiten.
Von den Angehörigen und Freunden der hingerichteten Outlaws
wird der stumme Revolverheld Silenzio (Jean-Louis Trintignant)
engagiert, um Loco zu töten. Doch dieser ist zu clever
und lockt seinen Gegenspieler in eine Falle, aus der er sich
nicht mehr befreien kann. Zwischen den Fronten steht der noch
sehr neue und für das Gesetz engagierte Sheriff Burnett
(Frank Wolff).
"Leichen
pflastern seinen Weg" gehört zu der Art an Filmen,
die man in den letzten Jahren eigentlich gar nicht mehr gesehen
hat. Die Zeit der großen Western ist vorüber, und
ob dieser Film zu ihnen gehört, bleibt fraglich. Zwar
wird hier viel Revolverkunst geboten, doch bleibt die Geschichte
im Kern einfach zu simpel, denn generell geht es lediglich
um den Kampf zwischen Gut und Böse, hier personifiziert
in einem Kopfgeldjäger und seinem potentiellen Richter.
Das Terrain wurde sehr wirkungsvoll umgesetzt, die verschneiten
und lebensbedrohlichen Sets wirken unheimlich stimmungsvoll
und eine richtige Western-Atmosphäre kommt auf. Von der
darstellerischen Leistungen kann positiv gesprochen werden,
wenn auch hier keine Weltklasse herrscht. Ein insgesamt recht
kühler Thriller mit einer ausreichend unterhaltsamen
und spannenden Geschichte, die hier in ihrer ungekürzten
Fassung etwas mehr ausspielen kann, als in der gekürzten
Fassung.
Technisch
lehnt die Darbietung natürlich am Ergebnis der Filme
an, die durch ihr hohes Alter Abstriche in der Bildqualität
hinnehmen mussten. So wird hier zwar ein Breibildtransfer
im Format 1.66:1 geboten, dieser aber nicht anamorph auf dem
Datenträger abgelegt. Dennoch weist er eine zufriedenstellende
Leistung bei der Abbildung der weißen, schneebedeckten
Landschaften und der recht gut ausgeleuchteten Innenaufnahmen
auf. Da stört auch das teilweise recht auffällige
Rauschen der Flächen nicht sonderlich. Mit einigen Verunreinigungen
gepaart, entsteht ein nicht sonderlich sauberes Bild, dass
jedoch eine ausreichend gelungenen Kompression aufweist. Zum
Ton des Films. Abgelegt in den Sprachen Deutsch und Italienisch,
wird jeweils eine Dolby Digital 1.0-Monotonspur geboten. Diese
zeigt sich von einer etwas betagten Seite, so dass die Sprachausgabe
und die Gunfights zwar überwiegend klar und deutlich
separiert vom Rest des Tons sind, aber dennoch relativ blechernd
und etwas fern im Klang wirken. Für einen Films dieses
Jahrgangs ein Ergebnis, dass in Ordnung geht. Untertitel gibt
es wahlweise einzuschalten in deutscher Sprache.
Kinowelt
bringt mit "Leichen pflastern seinen Weg" einen
guten Western auf den deutschen Code2-DVD Markt. Der Film
läuft knappe 100 Minuten und befindet sich auf einer
einseitigen, zweischichtigen Disc (DVD Typ 9). Neben dem meist
in verschneiten Gefilden spielenden Western, befinden sich
noch folgende Bonusmaterialien auf der DVD: insgesamt 8 Trailer
weiterer Western-Erscheinungen, der Trailer zum Hauptfilm,
ein alternatives Ende (ohne Ton) und ein so typisches Interview
mit Klaus Kinski, bei dem er gen Ende mal wieder ordentlich
ausrastet. Inhaltlich durchaus sehenswert. Ein passend designtes
Menü hilft bei der einfachen Navigation, freigegeben
wurde "Leichen pflastern seinen Weg" ab einem Alter
von 18 Jahren. Die Disc erschien am 25. September als Kauf-DVD
zu einem Preis von rund 50,- DM. Wer ein Meisterwerk des Westers
sehen möchte, der kann hier ohne große Bedenken
zugreifen.
Andre
Schnack
14.10.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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