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Die Klapperschlange
Action/Adventure/Science-Fiction/Thriller
New York
im Jahr 1997. Reinzugehen ist verrückt, auszubrechen
unmöglich! Ganz Manhattan ist ein Hochsicherheitsgefängnis,
in dem drei Millionen Mörder, Räuber, Vergewaltiger
und gefährliche Durchgedrehte ohne Wärter eingesperrt
sind. Es herrscht reine Anarchie und das Recht des Stärkeren.
Mitten in dieses Chaos, in Mid Town Manhattan, stürzt
Air Force One, die Maschine des Präsidenten (Donald Pleasence).
Jemand muss in diese Hölle rein - und wieder raus - um
das Leben des Präsidenten zu retten. Die Wahl für
dieses Wahnsinnsunternehmen fällt auf Snake Plissken
(Kurt Russel), einen hochdekorierten Ex-Lieutenant, der wegen
seiner Verbrechen im Zivilleben selbst zu einer lebenslangen
Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Bei Erfolg kann er seine
Weste reinwaschen. Um sicherzustellen, dass Plissken seine
Mission auch erfüllt, werden ihm kleine Sprengkörper
implantiert. Snake hat weniger als 24 Stunden Zeit, den Präsidenten
und sich selbst zu retten - danach explodieren die Ladungen...
Wer keine
John Carpenter-Werke kennt, dem ist der Charme, Charakter
und Stil nur mit Worten schwer zu vermitteln. Wer hingegen
schon Titel wie "Sie leben!" oder "Das Ding"
gesehen hat, der wird sich schnell an den Stil erinnert fühlen
und das genießen können, was an den anderen Filmen
gefallen hat. John Carpenter legte '81 - nach "Halloween",
"Das Ende" und "The Fog - Nebel des Grauens"
- einen weiteren sehr guten Film auf Zelluloid ab: "Die
Klapperschlange". Die darstellerischen Leistungen dürfen
nicht zu ernst genommen werden, so auch die Geschichte nicht,
die ebenfalls von Mr. Carpenter kommt. Sie bietet kein sonderlich
tiefen Sinn oder aber einen großen Hintergrund, eskaliert
aber bestimmte Thematiken gezielt provozierend und stellt
diese überzogen, dafür aber mit Stil, dar. So auch
die gute Filmmusik von Carpenter, die sich sofort ins Gehirn
brennt. Und das ist auch das Tolle an seinen Filmen: meist
entwickelt der Filmemacher alle Film-Zutaten persönlich
und mengt diese dann als Regisseur zusammen. So wird er der
Bezeichnung gerecht, wenn es auch in der jüngsten Vergangenheit
leider etwas ruhig um den sympathisch wirkenden New Yorker
geworden ist.
Die technischen
Eindrücke der Disc hinterlassen einen zwiegespaltenen
Eindruck. Die Vorlage des Bildtransfers, welcher im Originalformat
2.20:1 vollzogen wird, bietet nicht gerade Anlass zum Applaus.
Eher das Gegenteil ist der Fall. Dabei muss aber immer das
Alter und gerade das Budget des Films bei der Bewertung im
Hinterkopf behalten werden. Anamorph wird das Geschehen zwar
präsentiert, dafür jedoch gibt es einen ständig
festzustellenden Rauschfaktor und eine hohe Unruhe im gesamten
Bild, was nicht gerade positiv ist. Dafür hingegen gibt
es eine ganz angenehme Kantenschärfe und ein recht fehlerfreies
Geschehen, was Drop-Outs, Störungen und Artefakte angeht.
Die Kompression ist als akzeptabel zu bezeichnent. Der Sound
der Scheibe befindet sich leicht über dem Durchschnitt
und bietet im wahlweise deutschen oder aber englischen Dolby
Digital 5.1-Ton eine ganz gute Darbietung, was die Nutzung
der Surround-Kanäle angeht. Die deutsche Synchronfassung
gefällt durch ihre frische Wirkung im Vergleich zum Originalsound.
Untertitel auf deutsch und englisch gibt es optional hihnzuzuschalten.
"Die
Klapperschlange" als DVD-Fassung von BMG Video begeistert
zum Einen durch den Film und zum Anderen durch die angenehme
technische Umsetzung. Makel hingegen gibt es bei der Ausstattung
der Scheibe, denn es gibt praktisch einfach keine, nicht einmal
ein lapidarer Trailer befindet sich auf dem Datenträger.
"Die Klapperschlange" läuft ca. 95 Minuten
und fühlt sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) wohl. Wer sich selbst als DVD-"Sammler"
bezeichnet, der sollte unbedingt dafür Sorge tragen,
dass diese DVD-Version des Films ihren Platz im eigenen Regal
findet, schließlich ist "Snake" einfach Kult.
Wenn BMG Video auch Patzer in Sachen Ausstattung präsentiert
und die technische Darbietung wirklich hätte etwas besser
ausfallen können, so wird die seit dem 22. Juli im Handel
zu erwerbende Disc doch von uns empfohlen. Der Preis liegt
bei rund 15,- Euro und hinterlässt einen fairen Eindruck.
Freigegeben ab 16 Jahren.
Andre
Schnack
31.07.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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