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Kika
Drama
Kika (Verónica
Forqué) ist jung, verführerisch, naiv und durchaus
katastrophenerprobt - zudem stets in Abenteuer verstrickt,
manchmal unabsichtlich, doch selten unfreiwillig. Kika lebt
mit dem Fotografen Ramón (Álex Casanovas) zusammen.
Ramóns Spezialität sind Fotos von Damendessous.
Kika liebt Ramón und Ramón liebt Kika, aber:
Kika und Ramón sind inkompatibel und verstehen sich
nicht. Zu dem Labyrinth der Leidenschafte, das sich um Kika
herum aufbaut, gehört auch der amerikanische Schriftsteller
Nicolas (Peter Coyote). Kika schläft ein bisschen mit
Nicolas. Ramón hat keine Ahnung von diesem Verhältnis,
ebenso wenig wie Kika etwas über Ramóns Beziehung
zu der schrillen Moderatorin Andrea Caracortada (Victoria
Abril) weiß und darüber, was Ramón mit deren
Gesichtsnarbe zu tun hat...
"Kika"
ist kein schlechter Film, allerdings leider auch kein sonderlich
guter Film. Pedro Almodóvars Regie- und Drehbuchwerk
hat von vorherigen Werken abgekupfert und weist zahlreiche,
leider schon etwas störende Klischees auf. Die einfache
Geschichte um "wer mit wem, wie und wann - und wer hat's
gesehen" mit einigen anderen Beigemischen vermag nur
bedingt vor den Fernseher zu binden. "Kika" ist
ein unterhaltsamer Streifen im Drama-Stil mit viel schwarzem
Humor und stellenweise wirklich lustigen Elementen. Jedoch
bietet die Story an sich zu viele Ansätze zur negativen
Kritik, da kommen die logischen Brücke und einige Löcher
in der Storyline nicht gerade hilfreich. Darüber hinaus
hingegen werden einige lustige Dialoge und Szenen gebracht,
ausreichende, darstellerische Leistungen gezeigt und mit einem
passenden Soundtrack geglänzt. Die Ausleuchtung ist bemerkenswert,
alles im Film kann zweifelsohne als recht bunt bezeichnet
werden, insbesondere die Sets. Mr. Almodóvar hat definitiv
schon bessere Filme gemacht, dieser gehört leider zu
den etwas schwächeren seiner Karriere.
Visuell
kommt "Kika" im anamorphen Breibildgewand daher.
Aufgenommen wurde das Geschehen im 1.85:1-Ratio. Die Bildschärfe
fällt leider nicht sonderlich hoch aus, was man auch
an den teils etwas verschwommen wirkenden Konturen und dem
leichten Großflächenrauschen ausmachen kann - schade.
Zudem leistet sich der Kontrast einige zu steile Momente,
s.d. die knackigen Farben etwas aus den Fugen geraten. Darüber
hinaus gibt es einen Transfer, der zwar nicht durch Sauberkeit,
dafür jedoch durch weitgehend natürliche, gut gesättigte
Farben besticht. Die DVD beinhaltet lediglich eine Sprachfassung:
die deutsche Synchronisation des spanisch-französischen
Films. Aufgenommen im diskreten Mehrkanalton Dolby Digital
5.1 erzeugt der Film ein ausreichend weites und im Klang tiefes,
akustisches Feld. Die Sprachausgabe erklingt dabei stets qualitativ
hochwertig aus dem Center-Speaker und weist kein Rauschen
auf. Surroundeffekte gibt es praktisch nicht, der Ton passt
sich der Thematik an und bietet für das Genre einen durchaus
gelungenes Ergebnis. Etwas mehr Fülle und Volumen im
Bass hätte dem Ton nicht geschadet. Untertitel sind in
deutscher Sprache verfügbar.
Mit diesem
Film bringt BMG Video nicht gerade ein Glanzstück auf
DVD heraus. Nicht nur der Inhalt weist einige Mängel
auf, auch die technische Umsetzung auf das Medium DVD gelang
in einigen Bereichen nur im ausreichenden Maße. "Kika"
findet auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) Platz
und läuft rund 110 Minuten. Das Bonusmaterial besteht
aus: eine rund 2minutenkurze Featurette aus Filmschnipseln
und Interview Ausschnitten, ein 15minutenlanger Zusammenschnitt
aus Behind-The-Scenes Aufnahmen, Interviews und On-The-Set
Filmschnipsel, etwas über die Musik des Films, ein 8minutenlanges
"Am Drehort"-Feature und einige Interviews mit Cast
& Crew. Insgesamt füllt das Material weitere 42 Minuten
der DVD. "Kika" wurde ab 16 Jahren freigegeben und
wird Fans typisch spanischer Filme mit Sicherheit gefallen,
allen anderen empfehlen wir jedoch erst einmal eine Probe-Ansicht.
Andre
Schnack
09.07.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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