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Jackie Brown
Crime/Drama
Stewardeß
Jackie Brown (Pam Grier) wird von den Polizeibeamten Ray Nicolet
(Michael Keaton) und Mark Dargus (Michael Bowen) wegen Geldschmuggels
verhaftet. Jackie transportiert via Flugzeug das schmutzige
Geld ihres Bosses vom Ausland in seine Hände, und das
schon einige Zeit. Ihr Boss, Ordell Robbie (Samuel L. Jackson),
"verdient" sich seinen Wohlstand mittels illegalem
Waffenhandel. Nun aber hat die Polizei Wind von diesen Geldtransporten
bekommen. Ordell geht immer sicher, macht ein Partner Mist
oder wird erwischt, so endet das meist tödlich, schließlich
könnten die ehemaligen Partner mit den Gesetzeshütern
zusammenarbeiten und gegen ihn aussagen! So erging es Beaumont
Livingston (Chris Tucker): erst bezahlte Ordell seine Kaution,
dann erschoß er ihn - sicher ist eben sicher! Jackie
wird ebenfalls gegen Kaution wieder freigelassen, der Beauftragte,
Max Cherry (Robert Forster), holt sie aus dem Knast und bringt
sie nach hause. Dort finde Ordell sie auch, doch Jackie hat
sich vorbereitet und "überzeugt" ihren Boss,
daß sie nichts mit der Polizei ausgeheckt hat - sie
will weiter für ihn arbeiten. Ordell und sein Kollege
Louis Gara (Robert DeNiro), ein gescheiterter Bankräuber,
hängen weiter mit dem Flittchen Melanie (Bridget Fonda)
ab und warten auf gute Geschäfte. Doch nicht nur Jackie
weiß mittlerweile von Ordell's halber Million Dollar
in Mexico, außerdem ist sie auch nicht die Einzige,
die versucht an das Geld zu kommen...
"Jackie
Brown" lautet der Titel des neuesten Meisterwerks von
Kult-Regisseur Quentin Tarantino. Nach "Reservoir
Dogs", "Pulp Fiction" und "Four
Rooms" kommt mit "Jackie Brown" ein weiterer
Film des innovativen Regisseur und Drehbuchautors in die Kinos.
Selbstverständlich weist auch dieses Werk wieder den
typischen Style des 37jährigen Regisseurs auf: groovy
Musik, gelungene Geschichte und gute Darsteller - eben Tarantinos
stets präsenter Hang zur souveränen Coolness. Selbstverständlich
hat die Geschichte auch wieder eine Menge mit illegalen Dingen
und Kriminellen Individuen zu tun. Der Verlauf der Handlung
ist weniger "actionreich" als bei "Pulp Fiction",
vielmehr tendiert "Jackie Brown" zur detaillierteren
Charakterstudie, dialogorientiert, aber nicht weniger gut
als vorherige Werke. Ein deutlicher Unterschied hingegen macht
sich am Grad der gezeigten Gewalt bemerkbar, "Jackie
Brown" ist merklich ruhiger und sachter gedreht. Die
Darsteller überzeugen allesamt in ihren Rollen, die Filmmusik
gefällt auf Anhieb und die Geschichte fesselt für
die Laufzeit von 146 Minuten prima vor den Fernseher. Die
Romanvorlage für das Drehbuch von Tarantino gab Elmore
Leonard mit seinem Roman "Rum Punch": eine nette
Geschichte um viel Geld, Betrug und andere illegale Aktivitäten
- Gangstermilieu pur. Insgesamt ist Taratino etwas massenfreundlicher
geworden, aber auch eingefleischte Fans werden seinen neuesten
Streich lieben!
Mit "Jackie
Brown" bringt BMG Video eine technisch hochwertige DVD
auf den deutschen Code2-Markt. Optisch spielt sich alles im
Seitenverhältnis 1.85:1 ab und entspricht somit dem Originalkinoformat.
Die DVD kommt mit dem BMG eigenen Feature, dass optional die
Breitbildversion (1.85:1) oder die Vollbildversion (1.33:1)
in der Open Matte-Form des Films zeigt. Leider ist das Bild,
sofern wenn man die Widescreen-Fassung wählt, nur im
Letterboxformat abgelegt, also nicht anamorph - schade. Dennoch
macht der Transfer einiges her und überzeugt durch solide
Wiedergabe der Farbwerte, ein natürlich wirkendes Bild
und einen angenehmen Kontrast. Der Schärfegrad gefällt,
ebenso der Schwarzton der Schatten und der Detailreichtum.
Fehler weist das Bild nicht auf. "Jackie Brown"
kommt ohne Special-Effects und heftige Direktionaleffekte
aus und weist dementsprechend einen nicht so dynamischen und
wilden Ton auf. Trotzdem leisten die beiden Dolby Digital
5.1-Tonspuren feine Dienste in der Darstellung des Klangs
der Geschichte und glänzen durch eine hohe Tonqualität.
Die Sprachausgabe, egal ob bei der deutschen oder englischen
Fassung, erklingt stets klar und deutlich aus dem Center,
einige Baßeinlagen und Hintergrundgeräusche, zusammen
mit der räumlich satten Musik, lassen Stimmung entstehen.
Bei der englischen Originalfassung werden deutsche Zwangsuntertitel
eingeblendet.
BMG Video
bringt mit dieser DVD die bisher beste Fassung des Films auf
dem modernen Medium heraus. "Jackie Brown" ist ein
einfach gelungener, sehr guter Film, BMG bringt ihn auf einer
DVD, die technisch zu überzeugen vermag. Neben dem Hauptfilm
mit einer Laufzeit von 146 Minuten, befinden sich noch folgende
Features als Bonusmaterial auf der einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9): interaktive Menüs, Kapitelzugriff, Cast
& Crew Infos, Referenzen & Inside Jokes, Goofs (Regiefehler),
"Schnapp die $100" (Interaktives Feature), Interview
mit Quentin Tarantino & Robert DeNiro, Statements von
den Stars, ein Trailer von "Jackie Brown" und einer
von "Pulp Fiction". Insgesamt umfasst das Bonusmaterial
eine Länge von rund 41 Minuten. Die FSK des Titels beträgt
16 Jahre. Ein wahrlich gelungener Film, der auch jedem Fan
des Genres - ohne dabei auf Tarantino versteift zu sein -
gefallen wird. Besonders die 4:3-Open-Matte-Version gefällt,
aus ihr entstand, nach dem "cutten" des oberen und
unteren Rands schließlich die 1.85:1-Fassung. Fazit:
gute Technik, klasse Streifen und eine inhaltlich sinnvolle
Ausstattung. Und all das für rund 50,- bis 60,- DM Kaufpreis.
Sehr empfehlenswert.
Andre
Schnack
15.06.2000
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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