| Das
Imperium der Wölfe
Action/Drama/Thriller
[Einleitung]
„Das Imperium der Wölfe“ (Originaltitel:
L'Empire des Loups) entstand 2005 unter der Regie des Franzosen
Chris Nahon, der auch am Drehbuch des Films mitarbeitete.
Zuvor drehte Chris Nahon mit „Kiss
Of The Dragon“ in der Hauptrolle mit Jet Li sein
Kinofilm-Debut ab. Derzeit arbeitet der Filmemacher an „Chasing
The Dragon“. „Das Imperium der Wölfe“
entstand nach einem Drehbuch von Christian Clavier, Franck
Ollivier und Jean-Christophe Grangé; letztgenannter
Autor schrieb die Roman-Vorlage zum Film. In den Hauptrollen
sind Jean Reno, Arly Jover und Jocelyn Quivrin zu sehen. Diese
DVD-Version – eine 2 Disc Deluxe Edition – des
Titels erscheint auf dem Katalog der universumfilm. Wir nahmen
den Action-Thriller genauer unter die Lupe.
[Inhalt]
Anna Heymes (Arly Jover) ist glücklich mit einem hohen
Beamten des französischen Innenministeriums verheiratet
- doch dann wird sie von unerklärlichen Gedächtnisstörungen
und Visionen heimgesucht. Bald glaubt sie, gar nicht die Person
zu sein, die sie zu sein scheint… Gleichzeitig ermittelt
der junge Kommissar Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin) in einem
Mordfall im überwiegend von Türken bewohnten Pariser
Viertel Sentier: Dort wurden drei Frauen grausam hingerichtet.
Weil ihm die türkische Bevölkerung mit eisigem Schweigen
begegnet, bittet Nerteaux den zynischen und brutalen Ex-Bullen
Schiffer (Jean Reno) um Unterstützung. Die beiden kommen
einer ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur –
und auch Annas Rolle in dem Verwirrspiel um getarnte Regierungsagenten
und eine türkische Geheimorganisation wird allmählich
klarer…
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Ich liebe Filme mit Jean Reno. Soviel vorweg. Und wenn ich
dann noch lese, dass Jean Reno in einer ermittelnden Figur
zu sehen ist, Paris als Handlungsort vorkommt und es sich
um eine französische Filmproduktion handelt, dann werden
gleich beste Erinnerungen an „Die
purpurnen Flüsse“ und „Ronin“
wach. Tatsächlich ist es so, dass sich „Das Imperium
der Wölfe“ in gewissen Zügen – beabsichtigt
oder unbeabsichtigt – an den aufgezählten Werken
orientiert, gleichzeitig jedoch weitere Themen in sich vereint
und ein Stück weit eigene Stimmung und Spannungsbögen
aufzeigt. Doch letztlich bleibt unter objektiver Betrachtung
leider noch nicht so viel nennenswert Positives hängen,
als dass wir von einem echten Film-Tipp sprechen können.
Aber was bedeutet dies und woran liegt es?
Der Film
bietet, wie so oft bei französischen Werken, eine hohe
Bild-Ästhetik. Gekonnte Kamera-Aufnahmen zeigen tolle
Blickfänge und sorgen für Gefallen beim Betrachter.
Kein Wunder, denn Ausstrahlung und Stimmung des Films werden
positiv beeinflusst. Auch die tragenden Darsteller wählte
man passend ihrer Film-Alter-Egos und sorgte somit für
glaubhafte Schauspielkunst. Insbesondere Jean Reno und Arly
Jover seien hier positiv erwähnt. Musikalisch entschied
man sich für einen handlungsabhängigen Music-Score,
der die Spannung schürt und den Betrachter einfängt.
Allerdings halten sich diese Momente leider in Grenzen. „Das
Imperium der Wölfe“ bleibt auf seine Laufzeit hin
unterhaltsam, kann mit der facettenreichen Story gefallen,
konzentriert sich jedoch zu wenig auf einen Bereich und steht
sich somit ein klein wenig selbst im Weg.
[Technik]
Bildgewaltig und ästhetisch ansprechend erscheint „Das
Imperium der Wölfe“ in Form dieses 16:9-Bilds im
anamorphen 2.35:1-Gewand. Der Transfer kann sich sehen lassen
und hüllt die Story des Titels in ein oftmals düsteres
und doch kontrastreiches Geschehen. Dabei gab man Acht auf
eine genügende Kantenschärfe und einen angenehmen
Detailgrad, der auch bei weniger gut ausgeleuchteten Einstellungen
zu überzeugen versteht. Je nach Situation im Film entsteht
auch die entsprechende Stimmung aus der Visualisierung heraus.
Immer in Bezug auf die leicht düstere Grundstimmung,
welche die gesamte Laufzeit über anhält und gewahrt
wird. Hin und wieder entsteht der Anschein einer künstlerischen
Verfremdung – was der Wirkung und dem qualitativen Eindruck
keinen Abbruch tut. Störungen im Form von Verunreinigungen
oder aber Rauschen und Kompressionsartefakten treten praktisch
nicht auf. Nur selten gibt es stehende Rauschmuster.
Zum guten
Bild gesellt sich ein angenehmes und qualitativ hochwertiges
Sound-Gewand. Abgemischt im Format Dolby Digital 5.1 und DTS
5.1 gibt es wahlweise deutsche Sprache oder aber den französischen
Originalton im Programm. Optionale Untertitel sind in den
gleichen Sprachen hinzuzuschalten. „Das Imperium der
Wölfe“ hängt der visuellen Darbietung in praktisch
nichts nach. Klar und deutlich vernehmen wir die Sprachausgabe
aus dem Center-Speaker, kein Rauschen oder Knacken beeinflusst
die Verständlichkeit. Auf dem Gebiet der Räumlichkeit
gibt es ebenfalls Freude zu verkünden, auch hier hält
die räumliche Weite was ein Mehrkanaltonformat mit 5.1-Kanälen
verspricht und wir bezeugen einige gut platzierte Effekte.
Höhen und Tiefen setzen zielgerecht an und erzeugen im
Gesamtbild eine gesunde Räumlichkeit, die den „Horror-Effekten“
des Films gerecht werden.
[Fazit]
„Das Imperium der Wölfe“ zählt zu den
französischen Filmwerken, wie auch ein „Die purpurnen
Flüsse“. Etwas Thriller, ein wenig gruselig und
mysteriös und doch unterhaltsam aufgrund der guten Spannung
und der interessanten Geschichte. Ein Lob sei hier an die
Filmemacher und die passenden und guten Darsteller ausgesprochen.
Denn auch zum „Imperium der Wölfe“ trifft
dies zum Teil zu und die Laufzeit von rund 123 Minuten bietet
guten Zeitvertreib. Auf der ersten einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) bietet die Disc einen Audiokommentar. Über
das gelungen gestaltete Menü gibt es ferner Zugriff auf
folgende Special-Features:
- Audiokommentar
von Regisseur und Cast- und Crew-Mitgliedern
- Special
Effects
- Behind
the Scenes
- Interviews
mit Cast & Crew
- Storyboards:
Outtakes, Vergleich Film/Storyboard, Storyboard
- Internationale
Kinotrailer + TV-Spots
- Cast
& Crew
- Bildergalerie
Es sind
nicht viele Worte zum Bonusmaterial zu verlieren. Die Inhalte
geben einiges an Hintergrundinformationen Preis und geben
einen adäquaten Einblick in die Entstehung und die Hintergrund
des Titels. Dabei wird auch auf das übliche PR-Geseiere
nicht verzichtet – stört aber nicht. Insgesamt
fasst das Material immerhin eine zusätzliche Laufzeit
von rund 159 Minuten, und das ist dann auch die Bezeichnung
Deluxe Edition wert. Zu haben ist diese Deluxe Edition ab
dem 10. April zu einem Preis um die 22,- Euro. Die Altersfreigabe
liegt bei ab 16 Jahren. Wer „Die
purpurnen Flüsse“ mochte, der sollte sich auch
dieses Set ansehen.
Andre
Schnack
28.03.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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