| Hui
Buh - Das Schlossgespenst
Animation/Fantasy/Adventure/Comedy/Horror
[Inhalt]
Das ist ja wohl die Höhe! Da spukt das Gespenst „Hui
Buh“ (Michael Bully Herbig) seit mehr als 500 Jahren
friedlich, schaurig durch die Gemäuer von Schloss Burgeck
und dann kommt plötzlich so ein König Julius (Christoph
Maria Herbst) samt Gefolgschaft hereingeschneit und erklärt
das staubige Erbstück zu seinem neuen Domizil. Und auch
der völlig überrumpelte alte Kastellan (Hans Clarin),
der das riesige Schloss bisher alleine verwaltete, soll nun
das Feld für Julius und seine Putzkolonne räumen.
Der König gedenkt nämlich zu heiraten. Und zwar
keine Geringere als Leonora Gräfin von Etepetete (Heike
Makatsch). Doch „Hui Buh“ hat keineswegs vor,
seine geliebten Spinnweben und Wollmäuse so bereitwillig
für so eine hergelaufene Durchlaucht und dessen hochnäsige
Geliebte zu opfern.
(Quelle: Highlight Video)
[Kommentar]
„Hui Buh“ besuchte ich mit meiner Familie im örtlichen
Kino, und es gefiel allen Beteiligten gut. Bedenken hatte
ich zuvor gegenüber dem Gruselfaktor des Films, diese
bewahrheiteten sich jedoch - zum Glück - nicht. Und das,
obwohl es Monster und viel Dunkelheit im Film gibt und Kindern
genau diese Dinge durchaus Unbehagen bereiten. Doch Unterhaltung
und Humorfaktor überwiegen und lassen a.) Keine Langeweile
aufkommen und b.) helfen über die schaurigen Momente
hinweg. Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich auf der
Figur des Hui Buh's. Mit der gestalterischen Anlehnung an
Komiker Michael Bully Herbig gelang eine lustige und plastische
Figur, die technisch sehr ordentlich umgesetzt wurde.
Der Rest der Inszenierung
befindet sich ebenfalls auf einem guten Niveau. Die ganzen
Sets, wie die Burganlage und Umgebung, die Kostüme mit
mittelalterlichem Touch und die gelungenen Masken und Computereffekte
sprechen eine deutliche Sprache - was uns natürlich unheimlich
freut. Mit diesen Instrumenten wird eine kurzweilige und lustige
Geschichte erzählt, welche eher einer Art Märchen
ähnelt, als das wir es mit einer klassischen Comedy zu
tun haben. Humor wurde bei der ganzen Angelegenheit sehr groß
geschrieben und es entstehen auf zahlreichen Ebenen des Films
lustige Momente.
[Technik]
Modern und zeitgemäß springt uns ein anamorpher
Breitbild-Transfer im recht ungewöhnlichen Format 2.21:1
auf dem Wiedergabegerät entgegen. Seine Werte sind auf
dem ersten Blick hin allesamt mindestens in Ordnung. Besonders
gut gefällt die praktisch nahtlose und nachträgliche
Integration der Animationen, wie den komplett digitalen Hui
Buh-Charakter. Alles wirkt ziemlich hochtwertig, wenngleich
zu aktuellen Hollywood-Produktionen der Kürzere gezogen
wird. Macht aber nichts, denn „Hui Buhs“ Kontrast
gefällt und zusammen mit der Farbgebung entstehen saubere
Innenaufnahmen. Seitens der Kantenschärfe kann genau
so Entwarnung gegeben werden, wie auch für den Detailgrad
der Bilder. Kompressionsartefakte und Rauschen treten praktisch
nicht auf, wie schön.
„Hui Buh“
kommt im Tonformat Dolby Digital 5.1 in deutscher Sprache
daher, ebenso gibt es noch einen weiteren deutschsprachigen
Soundtrack im Format DTS 5.1. Beide haben ihre Momente und
unterscheiden sich in der qualitativen Güte kaum voneinander.
Der vollends getestete Dolby-Sound spielt sein Potenzial nicht
durchgängig aus, da es nicht immer Szenen mit entsprechender
akustischer Vorlage gibt. Ab und an jedoch kommt Action auf
die Leinwand und der Ton geht mit. Seine Dynamik hält
das Tempo und die räumliche Weite kann ebenfalls überzeugen.
Insgesamt gibt es im Vergleich zu richtigen Action-Filmen
recht wenig Vielfalt und Finesse bei der Aussteuerung. Untertitel
gibt es in deutscher Sprache.
[Fazit]
Highlight Video bringt uns mit dieser Version von „Hui
Buh“ die normale Fassung der DVD auf den Markt, welche
sich auf eine DVD beschränkt. Eine weitere Premium Edition
fasst zwei Discs im Amaray Case und wartet mit noch mehr Bonusmaterialien
auf. Diese hier getestete einseitige Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) bietet neben einem Audiokommentar mit zahlreichen Beteiligten
der Produktion auch noch ein Making Of (8 Min.), Kino-Trailer
und Darstellerinfos auf Texttafeln. Auch ok, wenngleich nicht
erschöpfend von Umfang und Inhalt. „Hui Buh“
läuft rund 98 Minuten und kommt ohne Altersbeschränkung
in den Handel. Street Date für diese Disc war der 14.
Dezember zu einem Preis von rund 17,- Euro, die Premium Edition
kostet rund 5,- Euro mehr.
Andre
Schnack
02.01.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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