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Helden wie
wir
Comedy
Schon
die Geburt von Klaus Uhltzscht in einem Dortfgasthof im Vogtland
ist von Historie umdröhnt: Panzer rollen gen Prag, am
Abend des 20. August 1968. Die Politik begleitet auch den
weiteren Lebensweg des eher unscheinbaren Klaus: Seine Kindheit
verbringt er in einem Haus direkt gegenüber der Stasi.
Während der Schulzeit landet er als Jungpionier neben
FDJ-Chef Egon Krenz auf dem Titelblatt einer großen
Illustrierten. Die Berufswahl führt den 18-Jährigen
in die Reihen der Stasi. Und seine Liebe gilt, seit Kindertagen,
Yvonne, der Tochter eines Dissidenten. Klaus wird sogar zum
Lebensretter: Sein Blut hilft das Leben von Erich Honecker
zu verlängern. Diese medizinische Geheimaktion hat für
Klaus allerdings fatale Folgen: Der schüchterne junge
Mann wird mit einem Gemächt ausgestattet, das alle quantitativen
Vorstellungen sprengt - und Klaus sprengt damit den Weg in
die Freiheit für Millionen - in jener legendären
Nacht des 9. November 1989...
"Helden
wie wir" ist keine unbedingt typische Komödie mit
aneinandergereihten Witzen und Lachern. Es handelt sich vielmehr
um eine Komödie, die sich aus der gesamtem Geschichte
von Klaus ergibt. Einige lustige Aufnahmen sind da schon bei,
ansonsten geht es aber eher um das kuriose Drumherum seines
Lebens. Somit wird leider auch weniger gelacht, als anfänglich
erhofft. Das Drehbuch von Thomas Brussig und Markus Dittrich
besitzt Witz und Ironie, Charme und Humor - vom einen mehr,
vom anderen weniger. Insbesondere die Liebegeschichte im Film,
zwischen dem Stasi-Mitarbeiter und der oppositionellen Yvonne,
gelang gut - aber auch sonst besticht die Verfilmung durch
eine hohe Authentizität und besticht mit Charme. Die
ausgewählten Schauspieler leisten allesamt eine gute
Darbietung und verkörpern ihre Rollen glaubhaft. Durch
den Einsatz von verschiedenen Kameras wird die Authentizität
gesteigert, Regisseur Sebastian Peterson ließ sich einiges
einfallen. Er inszenierte einen Einblick in das Leben der
DDR, mit einem etwas humorigen Beigeschmack.
Zum Bild
kann unterschiedliches gesagt werden. Durch die vom Regisseur
für seinen Stil gewählten Mittel, kann keine eindeutige
und globale Aussage zur Bildqualität gemacht werden.
Nur selten befindet sich das Geschehen, welches im anamorphen
1.85:1-Gewand auf der Disc abgelegt wurde, auch wirklich auf
einem hohen Niveau. Oftmals stören Verunreinigungen,
qualitativ mindere Aufnahmen mit Körneffekten oder ganz
einfach unscharfe Aufnahmen. Viele dieser Faktoren wurden
gewollt eingesetzt, leider wirkt das Bild zu keinem Zeitpunkt
besonders auf der Höhe der Zeit, insbesondere wenn es
um Bildrauschen, Griseln und die Konturenschärfe geht.
Die Akustik wird in Form eines deutschsprachigen Dolby Digital
5.1-Soundtracks geboten. Der dialogstarke Ton wird adäquat
durch die verschiedenen Kanäle wiedergegeben. Allerdings
klingt der Ton etwas dünn und besitzt kaum Effekte, die
eine solche Mehrkanaltonspur rechtfertigen. Auf den hinteren
Lautsprechern herrscht überwiegend Stille, nur gelegentliche
Hintergrundgeräusche geben sich ein Stelldichein. Untertitel
fanden auf dem Silberling keinen Platz.
"Helden
wie wir" stellt nicht gerade großes, deutsches
Kino dar, vermag aber aufgrund des lustigen Aufgusses eines
Stücks deutscher Geschichte trotzdem zu überzeugen.
Gekonnt werden Verkettungen und Zufälle inszeniert und
die Politik der ehemaligen DDR auf die Schippe genommen. Das
tragende Element des Films bleibt allerdings die Liebe zwischen
den beiden Hauptfiguren. Abgelegt wurde das Werk auf einer
einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) und die Laufzeit der
Komödie beläuft sich auf rund 93 Minuten. Nebst
der Komödie befinden sich noch folgende Bonusmaterialien
auf der Disc: ein Audiokommentar mit dem Regisseur, 5 kurze
Hinter den Kulissen-Berichte, 1 Trailer zum Hauptfilm, 1 Trailer
zu der Produktion "Sonnenallee", Statements von
Schauspielern und Regisseur und Hintergrundinformationen über
Cast & Crew. Insgesamt also keine schlechte Ausstattung.
Sieht man über die nicht unbedingt prickelnde Technik
des Silberlings hinweg, so bekommt man einen netten, deutschen
Film auf DVD geboten.
Andre
Schnack
07.01.2001
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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