|
Harvard
Man
Crime/Drama/Romance/Thriller
Harvard
Student Alan Jensen (Adrian Grenier) ist sehr zufrieden mit
seinem Leben: Er hat guten Sex mit seiner Freundin Cindy (Sarah
Michelle Gellar), guten Sex mit seiner Philosophie-Professorin
(Joey Lauren Adams), gute Drogen, gute Parties und er ist
der Star des Basketballteams. Doch dann braucht er ganz dringend
100.000 Dollar und lässt sich von Cindys Mafia-Vater
zu einem üblen Wettbetrug überreden. Dass das blonde
Girlie sich als gerissene Tochter ihres Vaters entpuppt und
selbst Profit machen will, vereinfacht die Situation nicht
gerade. Zwei FBI-Agenten heften sich an die Fersen des Pärchens,
während Alan ein paar Drogen zu viel einwirft. Und der
Höllen-Trip nimmt kein Ende
Mit "Harvard
Man" gelang Regisseur und Drehbuchautor James Toback
kein sonderlich großer Wurf. Vielmehr ein Film, der
dem Zuschauer auf eine etwas plakative und zu oberflächig
simple Art und Weise die Funktion und das System einer Mafia-Organisation
darstellen möchte. Und ganz nebenbei sucht er noch seinen
eigentlichen Sinn. Denn neben der leichten Romanze, dem Tächtelmächtel,
viel Sex, etwas Gewalt und Intrigen und natürlich satter
FBI-Kraft, gibt es nicht wirklich viel an ihm zu finden. Insbesondere
der LSD-Trip der Hauptfigur wird zwar glaubhaft herübergebracht,
hinterlässt jedoch einen leicht faden Beigeschmack des
Protaganisten in seiner Rolle. Die Böse, etwas stereotypisch
und aufgesetzt gespielt, wird von Sarah Michelle Gellar gemiemt.
Aber auch sie kann dem Film letztlich nicht das verleihen,
was ihm fehlt: etwas Seele und der Sinn. Als locker erzählte
Studenten-Komödie, die sich ab und an etwas zu ernst
nimmt, geht der "Harvard Man" durch, aber mehr ist
leider nicht drin, obwohl das Gemisch Potential bietet. Leider
etwas unausgereift umgesetzt.
In dem
Bereich der technischen Leistungen vollbrachte Sunfilm leider
keine großen Sprünge, dennoch eine gute Darbietung.
Der anamorphe Breitbildtransfer wird im Format 1.85:1 vollzogen,
die Darbietungsqualität lässt einen seichten Applaus
zu. Dafür sorgen ein ausgewogener Kontrast, eine satte
Farbgebung und eine recht authentische Wirkung. Für Kritik
sorgen folgende Ursachen: leichte Treppeneffekte in den Bildern,
eine etwas rauschige Darstellung, leichtes Ausfransen der
Konturen und der nur ausreichende Grad an Details im Geschehen.
Davon ab eine Leistung, die in Ordnung geht. Der Ton des Films
wurde in deutscher Sprache in den Formaten Dolby Digital 5.1,
2.0 und DTS 5.1 abgemischt, der englische Originalton hingegen
ertönt im Dolby Digital 2.0-Sound. Recht zurückhaltend
und zentral- und frontlastig klingen Sprachausgabe und einige
Hintergrundgeräusche aus den Lautsprechern. Optional
gibt es deutsche Untertitel.
"Harvard
Man" von Sunfilm Entertainment erschien am 12. Juni 2002
zu einem Preis von rund 25,- Euro. Die Altersfreigabe wurde
auf 16 Jahre angesetzt. Wer einen durchaus unterhaltsamen
Film zu Gesicht bekommen möchte, der erhält hier
rund 94 Minuten Unterhaltung. Neben dieser befinden sich noch
folgende Extras auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ
9): ein Trailer zum Hauptfilm und drei weitere zu anderen
Sunfilm DVD-Erscheinungen. Das Menü wurde animiert abgebildet,
was aber über die schwachen Extras auch nicht wirklich
hinweghilft. Betrachtet man Technik, Ausstattung und Inhalt,
so hinterlässt die Disc "Harvard Man" einen
nur durchschnittlichen bis ausreichenden Eindruck.
André
Schnack
14.01.2003
| Film
/ Inhalt |
: |
    |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
    |
| Ton |
: |
   |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
 |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
   |
|
| |
WWW Links:
- |
Bitrate (durchschnittlich):
8,20 |
|