| Grandma's
Boy
Comedy
[Inhalt]
Alex (Allen Covert) ist zwar der älteste Videospiel-Tester,
aber auch der beste. Alles läuft rund. Er führt
ein angenehmes Leben, das aus Party machen, zocken und kiffen
besteht. Bis sein Mitbewohner die letzten sechs Monatsmieten
für philippinische Nutten rauswirft. Das bleibt natürlich
nicht ohne Folgen. Alex wird aus der Wohnung geworfen. Nach
einem gescheiterten Zwischenstopp bei seinem Dealer zieht
er mit „drei heißen Babes“ zusammen. Zumindest
ist es das, was er seinen Kumpels erzählt. In Wahrheit
wohnt er bei seiner Großmutter Lilly (Doris Roberts)
und ihren Freundinnen Grace (Shirley Jones) und Bea (Shirley
Knight).
(Quelle: Highlight Video)
[Kommentar]
Hier und dort gibt es ein paar Filmanspielungen, die sich
nicht auf ihren Momentcharakter beschränken, sondern
stringent durch den gesamten Film bestehen bleiben. Die Auswahl
der verschiedenen Charaktere gelang gut, auch ihre entsprechende
Ausschmückung und plastische Gestaltung. Zwar haben sie
alle mindestens zwei Dinge gemeinsam, das Kiffen und Zocken,
jedoch gibt es ausreichend Unterscheidungen und auch Spannungsspielchen
zwischen den Geschlechtern. Da wären die „Mitbewohnerinnen“
des Spieletesters Alex zu nennen, und natürlich die keimende
Romanze zu seiner neuen Projektleiterin Samantha. Reicht natürlich
nicht aus, um einen angenehmen und unterhaltsamen Film zu
stricken. So gibt es auch - sozusagen klassisch - einen mehr
oder weniger bösen Bösewicht, personifiziert durch
einen pseudo-ultra-coolen Programmierer in Matrix-Kluft, der
gerne andere ihrer Ideen beraubt und die Lorbeeren dafür
einheimst.
„Grandma's
Boy“ gehört wahrlich nicht zu den besten Titeln
des Jahres, kann jedoch aufgrund seiner leichten Unterhaltung
und der manchmal zart vermissten Ernsthaftigkeit für
Stimmung sorgen. Man fordert der Geschichte nicht viel ab
und wird tatsächlich durch die gut und locker abwechslungsreich
gestalteten Handlungsstränge ausreichend gebunden. Einen
richtigen Spannungsbogen braucht man jedoch nicht zu erwarten.
Das kreative Team um Regie-Kopf Nicholaus Goossen schuf einen
seichten Film über Arbeiten als Spieletester, die Herausforderungen
des Zusammenlebens mehrerer Generationen unter einem Dach
und gänzlich andere Auffassungen von bestimmten Themen
des Alltags. Sets, Kostüme und letztlich auch die schauspielerischen
Leistungen befinden sich allesamt auf einem befriedigenden
Niveau.
[Technik]
„Grandma's Boy“ erscheint mittels eines anamorphen
Breitbild-Transfers im Format 2.35:1 auf dem angeschlossenen
Wiedergabegerät. Das Bild weist gute Farben auf, welche
wohl gesättigt die Mattscheibe schmücken. Überwiegend
hat es der Film mit Innenaufnahmen zu tun, welche unter professioneller
Ausleuchtung entstanden. Dies wirkt sich auf den Kontrast
positiv aus. Auch kann eine angenehme Kantenschärfe attestiert
werden, so dass wir ausreichend Bilddetails im Geschehen ausmachen.
„Grandma’s Boy“ geht von der Bilddynamik
zaghaft vor: es gibt sozusagen keine echten Action-Szenen
mit hastigen Kamera-Fahrten, ganz im Gegenteil, denn es geht
ruhig und eher besinnlich zu. Blockbildung und Rauschen halten
sich in Grenzen und stören nicht weiter.
Wahre
Stärke beweist der Titel im Tonsegment nicht. Zwar befinden
sich deutsch- und englischsprachige Soundtracks in den Formaten
Dolby Digital 5.1 und DTS auf der DVD, so richtigen Mehrwert
wollen diese Tonspuren dem Zuschauer jedoch nicht bescheren.
Zu wenig passiert auf den weiteren Kanälen. Und so bleibt
es bei einem eingeschränkten Ton mit reduzierter Dynamik,
Räumlichkeit und Klangweite. Es kommt allen voran der
Center-Speaker exzessiv zum Zuge. Optionale Untertitel gibt
es in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch.
[Fazit]
Wer „Harold & Kumar“ kennt, „The Big
Lebowski“ mag und über „Lammbock“ lachen
konnte, der wird auch „Grandma’s Boy“ als
angenehme Unterhaltung einstufen. So richtig zum Brüllen
ist der Film nicht, auch ist er nicht richtig spannend. Für
93minutenlange Freitagabend-Kost hingegen reicht das aus.
Abgelegt wurde „Grandma’s Boy“ auf einer
einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9), die Altersfreigabe
liegt bei ab 16 Jahren. Folgendes Bonusmaterial steht zur
Verfügung:
- Featurette
(ca. 2,5 Min.)
- Interviews
(ca. 13 Min.)
- TV
Spots (ca. 2,5 Min.)
- „Grandma’s
Boy“ Special (ca. 40 Min.)
- Affenstark
- Allen
Covert holt sich einen runter
- Making
Of Musikvideo
- Deleted
Scenes
- Gagreel
- Szenen,
die in Rauch aufgingen
- Casting
Featurette
Das liest
sich üppig und kann sogar inhaltlich für gute Laune
sorgen. Für einen Film eines solchen Kalibers, der auch
damit verbunden nicht gerade die höchsten Erwartungshaltungen
schürt, sind wir zufrieden mit dem Inhalt und dem Umfang
von rund einer Stunde Extras. Erscheinungstermin war der 7.
Dezember zu einem Preis von rund 20,- Euro. Platter Humor
in der „Unrated“-Version von Highlight Video in
einem technisch soliden Erscheinungsbild.
Andre
Schnack
19.12.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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