| Ginostra
Crime
[Inhalt]
Als der Kronzeuge eines wichtigen US-Prozesses und seine Familie
durch eine Autobombe getötet werden, hat FBI-Agent Matt
Benson (Harvey Keitel) eine schwierige Aufgabe vor sich. Auf
der kleinen italienischen Insel Panarea soll er den Sohn des
Opfers und einzigen Überlebenden verhören. Denn
die ermittelnden Behörden sind überzeugt, dass das
Kind im Besitz brisanter Informationen ist. Doch auch der
erst elfjährige Junge weiß um die Gefahr, die allzu
große Redseligkeit mit sich bringen kann. Um Benson
und das Kind schließt sich ein Ring aus Feindseligkeit
und Verrat, bis der Ausbruch des Vulkanes Ginostra eine Welle
der Gewalt über alle Beteiligten hereinbrechen lässt.
[Kommentar]
Wenn es darum geht, dass ein außergewöhnliches
Naturereignis, wie hier der Vulkanausbruch, mit dem Aufklärungsprozess
eines Verbrechens kombiniert wird, dann scheint „Ginostra“
Punkte zu verbuchen. Ansonsten aber wird ein zu langatmiger
und zeitraubender Film geboten, der nur gelegentlich die Bezeichnung
Thriller verdient. „Ginostra“ hat zweifelsohne
seine Momente, welche dann auch mit einer plastischen Wirkung
und ausreichenden Intensität überzeugen, verliert
aber übers Mittel immer wieder die Aufmerksamkeit des
Betrachters durch Aufnahmen, die den Film und die Geschichte
nicht vorwärts bringen.
Die beteiligten
Darsteller haben Klasse. Denn Harvey Keitel und Andie MacDowell
stehen für Schauspielerei nach hohem Karat. Hier fehlt
es nicht an Wirkung durch Präsenz, sondern an der Fähigkeit
des Films den Betrachter zu faszinieren. Die Schlüsselcharaktere
verfügen über eine ausreichende Tiefe und Plastizität,
so richtig kann man sich aber nicht mit ihnen identifizieren.
Lose Enden finden wir in der Geschichte vor, Intensität
kann nicht vermittelt werden. Es bleibt ein Eindruck, der
von Zwiespältigkeit und Zweifel geprägt ist.
[Technik]
Das Bild des Films befindet sich im 16:9-Format auf dem Datenträger
und wurde anamorph erweitert. Es bemisst sich auf ein genaues
Verhältnis von 2.35:1 und besitzt einige erwähnenswerte
Eigenschaften. Kontrast und Farbsättigung verursachen
Gefallen beim Betrachter und wirken angenehm frisch. Selten
gibt es einen leichten Schleier an Rauschen zu bemerken, der
sich leicht negativ auf die Gesamtkomposition auswirkt. Der
Detailgrad und die Kantenschärfe könnten dementsprechend
etwas höher ausfallen. Seitens der Kompression gibt es
keine groben Mängel zu verzeichnen.
„Ginostra“
verfügt über einige Sound-Elemente, die auch auf
den hinteren Kanälen für Akustik sorgen, ansonsten
kann der Film als überwiegend frontlastig bewertet werden.
Dialoge und Geräusche ertönen aus dem Center-Speaker.
Dies ist bei allen Tonspuren der Fall. Deutsch gibt es in
DTS, Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround; Englisch in Dolby
Digital 5.1 und Dolby Stereo 2.0. So richtiger Mehrkanalton
will nicht recht entstehen, da sich alle Soundtracks zurückhaltend
über die gesamte Laufzeit erstrecken und es seltenen
Anlass gibt, nebst Hintergrundgeräuschen weitere Effekte
durch die hinteren Lautsprechern abzubilden. Optional können
zur Klangwelt auch deutsche Untertitel eingeblendet werden.
[Fazit]
„Ginostra“ von Sunfilm Entertainment mag bei den
hartgesottenen Thriller-Fans, denen etwaige Durststrecken
nicht abschrecken, durchaus ankommen. 133 Minuten sind nicht
unbedingt ein Ausmaß eines filmerischen Epos, doch das
wird ja gar nicht abgefragt. Hier hätte auch ein Wert
von rund 100 Minuten ausgereicht. Die beteiligten Darsteller
haben ihre Aufgabe gut gemacht und der Film bietet eine nette
Freitag-Abend Unterhaltung.
Das Bonusmaterial
der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) bietet folgende
Features:
- Making
Of,
- Interviews,
- Bio-
und Filmografien,
- Original-Trailer
und
- drei
weitere Trailer
Angemessen
ist die FSK ab 12 Jahren. Inhaltliche Werte sind bei den Extras
nicht hoch im Kurs. Die Interviews mit Beteiligten hingegen
bringen Stimmung herüber und geben einige nette Informationen
preis. „Ginostra“ – angenehme Unterhaltung
und eine technisch solide DVD.
Die Rental-Version
des Titels ist seit dem 23. Dezember 2003 in den Videotheken
zu leihen, die Verkaufs-Fassung folgt am 04. Februar 2004.
Andre
Schnack
05.01.2004
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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