[Inhalt]
Nicholas Van Orten (Douglas) ist ein steinreicher Geschäftsmann
in der harten Buisness-Welt von heute. Er pflegt wenig Kontakte
mit Menschen, seine Frau ließ sich von ihm scheiden, er ist
eiskalt wenn es um Geld und Geschäfte geht ein richtiges
Ekelpaket und kein Mann den man in seiner Umgebung haben muß.
An seinem 48. Geburtstag (im selben Alter begann sein Vater
Selbstmord) bekommt er von seinem plötzlich wieder aufgetauchten
Bruder Conrad (Penn) ein Geschenk die Visitenkarte
eines Vereins namens "Consumer Recreation Services".
Conrad wünscht, daß Nicholas dort anruft, es sei eine bewegende
Lebenserfahrung die Spaß in sein Leben bringen wird! Skeptisch
und doch ein wenig neugierig läßt Nicholas einen Termin machen.
Er besucht den Verein und wird durch viele psychische- und
physische Untersuchungen geführt. Einige Tage später bekommt
er einen Anruf: man teilt ihm mit, er sei für "das Spiel"
nicht zugelassen. Nicholas denkt sich nichts weiter dabei
und lebt sein noch normales Leben weiter. Allerdings passieren
ihm auf einmal eine Menge merkwürdiger Dinge meist
zu seinem Nachteil. Die Ereignisse häufen sich und ohne eine
Ahnung von dem zu haben was vor sich geht, findet Nicholas
sich in einer Welt wieder, die er sonst nicht kannte
sein Leben scheint ihm völlig aus den Fingern zu entgleiten
er entgeht einigen Malen nur knapp dem Tod und sein
riesiges Vermögen schwindet Cent für Cent... wer steckt dahinter?
Ist es wirklich nur ein schlechter Scherz dieses "Spiel"?
Und was hat die plötzlich auftauchende Frau, die sich als
Christine (Unger) ausgibt damit zu tun?
[Kommentar]
David Fincher leistete eine wirklich gute Arbeit. Die Atmosphäre,
die beim Sehen des Films entsteht ist etwas ganz Besonderes.
Gut wird dem Betrachter das Leben eines reichen, fiesen Bankers
nahegebracht, der trotz seines Geldes nicht sehr glücklich
scheint auch mit allem Geld der Welt kann man sich
Glückseligkeit und Erfüllung eben nicht kaufen. Douglas lebt
in seiner Rolle richtig auf. Nachdem wir gelernt haben, daß
mit Nicholas Van Orten nicht gut Kirschen essen ist, kommt
auch schon "das Spiel" in die Handlung... Und dieses
hat es in sich. Schnell überschlagen sich die Ereignisse und
jeder Gedanken des Betrachters stellt sich rasch als falsch
heraus, statt dessen folgt eine Überraschung der Nächsten.
Das Geschehen bleibt aber stets übersichtlich und die Story
ist auch am Ende noch gut nachvollziehbar. "The Game"
spielt nicht nur mit den verschiedenen Charakteren, sondern
am meisten mit den Erwartungen der Zuschauer. Der Film hat
einige Punkte, an denen der Glaube an einer vorausgesehenen
Lösung schnell wieder zerstört wird. Der Höhepunkt des Films,
der Showdown am Ende, wurde absolut überraschend inszeniert.
Leider hat das natürlich auch den Nachteil, daß der Film beim
erneuten Ansehen viel an Wirkung und Spannung verliert.
[Technik]
Bei der Umsetzung auf die DVD leistete man gute Arbeit. Der
Transfer in 2.35:1 ist sehr detailliert und äußerst scharf
Bildfehler wie Rauschen und Unschärfen sind kaum zu
finden. Ab und an kommen einem die Kanten, bevorzugt diagonale,
schon etwas zu scharf vor. Neben der Widescreen-Version enthält
die Single-Layer-Disc auf der zweiten Seite auch eine Pan
& Scan-Fassung des Films.
Neben dem sehr guten Bild befinden
sich auch exzellente Audio-Tracks auf der DVD. Die englische
und französische Tonspur wurden in digitalem 5.1 Surround-Sound
abgemischt, leider sind nur spanische Untertitel zuschaltbar.
Sieht man einmal über diese kleine Manko hinweg, so bekommt
der Käufer eine qualitativ hochwertige Soundkulisse geboten.
Einige Spezialeffekte steuern das Soundsystem prima diskret
getrennt an und erzeugen ein gutes 360° Geräuschumfeld. Diese
direktionalen Effekte versüßen die ohnehin schon gute Qualität
des Zusammenspiels aus spannungsgeladener Musik und der Sprache.
Gut voneinander getrennt schallen Musik, Sprache und Effekte
aus den Boxen ohne zu rauschen versteht sich.
[Fazit]
"The Game" bietet einige Eskapaden für den Zuschauer,
hinsichtlich der Story und auch den filmerischen Mitteln.
Der Film versteht es nicht nur einfach zu unterhalten, sondern
erzeugt auch eine dichte Atmosphäre und reichlich prickelnde
Spannung, zudem ist die Geschichte einfach klasse und fesselt
vor den Fernseher. Der gelungene Film und die qualitativ hochwertigen
Umsetzung auf DVD bilden ein Gespann, das sein Geld wert ist.
Die Code 1 DVD wechselt für ca. 75,- DM (Listenpreis 30$)
den Besitzer und hat eine Laufzeit von ca. 128 Minuten. "The
Game" liefert Unterhaltung für Thrillerfans und die,
die es werden wollen...
Andre Schnack