| Fast
Food Nation
Drama
[Einleitung]
Aus dem Programm von Senator Film und universumfilm erscheint
die US-amerikanische Filmproduktion „Fast Food Nation“
auf DVD. Der Titel von Regisseur Richard Linklater entstand
nach einem Drehbuch von Eric Schlosser und Richard Linklater.
In den Hauptrollen sind Ethan Hawke, Greg Kinnear, Kris Kristofferson,
Patricia Arquette, Mitch Baker, Bruce Willis und Avirl Lavinge
zu sehen. Was ist dran an diesem Werk, irgendwo zwischen leichter
Dokumentation und waschechtem Kinofilm? Wir unterzogen der
DVD einem Check und berichten aus erster Hand, ungeschönt
und ehrlich.
[Inhalt]
„Fast Food Nation“ erzählt die Geschichte
von Don Henderson, dem Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey's.
Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes
Fleisch in den Verkaufschlager „The Big One“ gelangt
ist, macht es sich Henderson zur Aufgabe, dem Skandal auf
die Spur zu kommen. Es beginnt eine Reise, die Dons Blick
auf sein Unternehmen grundlegend verändert. In Texas,
wo die Burger produziert werden, muss er erkennen, dass der
unersättliche Appetit Amerikas auf Fast Food ein im wahrsten
Sinne des Wortes schmutziges Geschäft ist: Fern ab der
Firmenzentrale in Kalifornien eröffnet sich ihm die bittere
Realität illegaler Immigranten, die Wahrheit über
brutale Schlachtmethoden und die Gründe für die
miserable Qualität des Burgerfleisches. Er erfährt
auch, dass sein Arbeitgeber all das nicht nur billigend in
Kauf nimmt, sondern ursächlich dafür verantwortlich
ist...
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Bei „Fast Food Nation“ schafft es ein Film den
Wert einer Prinzipiendarstellung aus Überzeugung zu reflektieren
und gleichermaßen als interessant und von authentischen
Gedanken geprägt zu erscheinen. Wir erhalten es mit mehr
als nur einem Film mit reinen Unterhaltungsabsichten, sondern
vielmehr um einen kritischen Blick auf eine Lebenshaltung
und eine Art und Weise seinen Alltag zu gestalten. Die US-amerikanische
Ernährungsindustrie, die hier durchleuchtet wird, ist
mit Sicherheit nicht gerade gut dabei abgeschnitten, kein
Wunder, wenn man den Inhalt von „Fast Food Nation“
für bare Münze nimmt. Und erst dann entfaltet er
auch seine gesamte Wirkungsweise. Zu keinem Zeitpunkt handelt
es sich dabei um eine Dokumentation, zu keinem Zeitpunkt um
einen normalen Kinofilm. „Fast Food Nation“ hat
etwas zu sagen, keine Frage.
Transportiert
wird über die verschiedenen inhaltlichen Elemente. Dazu
stellt sich insbesondere die Tatsache als hilfreich heraus,
dass nahezu alle relevanten Charaktere und Figuren mit namhaften
Hollywood-Größen besetzt wurden. Was sich tatsächlich
positiv auf die gesamte Wirkung des Titels auswirkt. Wie schön.
Um so leichter geht es dem Film von der Hand, darzustellen,
wie sich bestimmte Themenkomplexe voneinander bedingen. Glaubhafte
Darstellungen seitens der Figuren erweisen sich als guter
Nährboden für punktuell gut ausformierte, recht
große Aussagen, die politisch nicht immer unbrisant
sind. Doch davor nimmt sich „Fast Food Nation“
nicht aus, denn ansonsten wäre der Film einfach „nur“
ein normaler Film der Unterhaltungsindustrie. Und kein wirklich
packender Titel.
[Technik]
Das Bildformat posiert im breitwandigen Seitenverhältnis
1.85:1. Der 16:9-Transfer offenbart von Beginn an die mithin
typischen Leistungen eines Kinofilms, nur leider insgesamt
etwas schlechter. Es gibt einen gesunden und ausgewogenen
Kontrast vor die Augen, ein guter erster Eindruck ist die
Folge. Dieser jedoch verblasst ein wenig angesichts der Ergebnisse
eines genauen Blicks. Denn so finden wir leider einen leichten
Rauschschleier über den Bildern vor, ferner tritt hin
und wieder das Rauschen verstärkt auf, worunter die Detailvielfalt
leider ein wenig leidet. Am Ende gefällt „Fast
Food Nation“ noch ganz gut, kann jedoch mit weniger
Detailverliebtheit und Plastizität ein nur durchschnittliches
Ergebnis erzielen.
Ton gibt
es im mehrkanaligen Dolby Digital 5.1-Format im Programm.
Wahlweise in den Sprachen Deutsch oder Englisch. Optionale
Untertitel hingegen sind lediglich im deutschsprachigen Umfang
auf der Disc vorzufinden. Man kann zwar festhalten, dass „Fast
Food Nation“ kein Titel hoher Tonkunst darstellt, doch
fällt es dem Film aufgrund seiner sauberen Wiedergabequalität
und den inhaltlichen Aspekten dann doch recht leicht, die
Gunst des Betrachters für sich zu gewinnen. Und da es
weder Aussetzer, noch andere nennenswerte Fehler wie Rauschen
oder Knacken gibt, attestieren wir letztlich eine gelungene
Tonqualität.
[Fazit]
Beginnen wir mit den bösen Worten. Ein Film mit dem Titel
„Fast Food Nation“ erweckt nach erfolgreichen
Dokumentations-Werken wie „Supersize Me“ eventuell
eine Erwartungshaltung, die letztlich nicht erfüllt wird.
Denn es handelt sich beim rund 108minutenlangen Titel nicht
um eine Doku, sondern eher um einen Film vergleichbar zu „Traffic“.
Der Titel orientiert sich an wahren Begebenheiten, behält
sich in der Erzählung von Tatsachen jedoch eine Menge
künstlerischer Freiheiten. „Fast Food Nation“
erscheint auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9)
und bietet über ein einfaches Menü folgendes Bonusmaterial:
- The
Manufacturing of „Fast Food Nation“
- Statements
von Renate Künast und Sarah Wiener
- Kinotrailer
- Trailershow
(6 Trailer)
Liest
sich wenig, füllt aber dennoch weitere 74 Minuten Laufzeit
und bietet einiges an interessanten Inhalten, die es zum Besten
zu geben gilt. Auch den Extras kann qualitativ nichts nachgesagt
werden und technisch wird der Betrachter nicht enttäuscht.
Die DVD wird durch solche Beigaben natürlich entsprechend
aufgewertet. „Fast Food Nation“ erschien am 3.
September zu einem Preis von rund 20,- Euro. Die Altersfreigabe
des Senator Film und universumfilm Titels liegt bei ab 12
Jahren.
Andre
Schnack
24.09.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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