| Verlockende
Falle
Crime/Action/Thriller/Romance
[Inhalt]
Robert MacDougal (Sean Connery) ist einfach nicht zu fassen.
Der Kunstdieb ist ein absoluter Meister seines Fachs. Als
mal wieder ein wertvoller Rembrandt ohne jede Spur verschwindet,
will ihm die attraktive Versicherungsagentin Gin Baker (Catherine
Zeta-Jones) endlich das Handwerk legen. Sie gibt sich als
Komplizin aus und macht ihm das verlockende Angebot, gemeinsam
eine wertvolle chinesische Maske zu entwenden. Schnell wird
klar, dass beide mit verdeckten Karten spielen, doch trotz
gegenseitigem Misstrauen knistert es gewaltig zwischen den
Gegnern. Zusammen planen sie den spektakulärsten Raubzug
ihres Lebens...
1,2 Millionen
deutsche Kinobesucher ließen sich von dem prickelnden
Thrillervergnügen begeistern! Sir Sean Connery und Catherine
Zeta-Jones erhielten für ihre überzeugende Darstellung
den Europäischen Filmpreis (Publikumspreis)!
(Quelle: Kinowelt Home Entertainment)
[Kommentar]
Sean Connery und Catherine Zeta-Jones dienten wohl eher aus
Gründen der Zuschauerbeliebtheit als Magnet für
den Film "Verlockende Falle" denn als passende Darsteller
für ihre Rollen in diesem Werk. Eigentlich sollte das
kein vorgezogenes Urteil zum Inhalt sei. Und es liest sich
schlimmer als es dann doch wirklich ist. "Verlockende
Falle" hat seine Momente, kann mit Spannung punkten und
beweist sich unter vergleichbaren Filmen anhand einer technisch
sauberen Abwicklung und einer guten Inszenierung. All das
hilft jedoch nur bedingt über die Lücken und Makel
im Inhalt der Produktion. So haben die Macher sehr viel um
die beiden Hauptfiguren drum herum gesponnen und eine intakte
und klare Story gesponnen, allerdings hin und wieder etwas
konstruiert und gestelzt in ihrer Wirkung. Soll heißen,
denkbare Zufälle würden das Kartenhaus zum Einstürzen
bringen. Das ist bei den - hier einmal als Vorbilder manifestierten
- großen Werken des Raubkunst-Kinos normalerweise nicht
der Fall. Titel wie "The Italian Job" finden sich
in Zügen auch hier wieder, auf der anderen Seite jedoch
gibt es auch kleinere Analogien zu weicheren Stücken
wie "Incognito" mit im Programm, in denen die Romanze
eher im Vordergrund steht.
Neben
dem "dicken Ding", dem großen Coup steht vor
allem das Spiel zwischen den beiden maßgeblich beteiligten
Charakteren im Mittelpunkt von "Verlockende Falle".
Es geht darum, wie sie beide ein doppeltes Spielchen spielen
und sich dabei nicht gegenseitig ertappen dürfen. Allmählich
manövrieren sich beide vermeintliche Experten in eine
Art Falle – sich gegenseitig und sich selbst –
und der Verlauf der Geschichte lässt nicht gleich erahnen,
wohin die Reise noch geht und was für Situationen noch
eintreten. So richtig eigenen Charme kann der Film und seine
im Kern recht einfache Geschichte nicht entwickeln, immer
wieder gibt es Momente, in denen der Durchschnitt mit weiter
Kraft regiert, dann folgen einige gute Einfälle, die
auch allesamt technisch aufwendig und ansehnlich realisiert
wurden und lösen ansatzweise den Film vom Einheitsbrei.
Dazu zählen auch die actiongeladenen Momente der Story,
die sich in ihrer Laufzeit den ruhigeren Momenten jedoch eher
unterordnen. "Verlockende Fall" wirkt gut ausgeleuchtet
und die Farben sind allesamt recht warm und freundlich.
[Technik]
Der Film erschien 1999 in den Kinos und gehört mithin
schon zu den als noch aktuell zu bezeichnenden DVD Video-Veröffentlichungen.
„Verlockende Falle“ hinterlässt auch einen
Eindruck, der diese Aussage durchaus zulässt. Der Bild-Transfer
erfolgt mittels eines 2.35:1-Geschehens per anamorpher Abtastung.
Kontrast und Farbgebung befinden sich auf einem angenehmen
Niveau auf der DVD und geben praktisch keinen Anlass zur Kritik.
Auch konfrontiert uns der Transfer mit einer weitgehend sauberen
Wiedergabe, was den Detailreichtum fördert. Seitens der
Konturenzeichnung haben wir in dunklen Szenen mit Einbußen
zu rechnen, im Mittel hingegen hält sich die Leistung
auch in diesem Segment gut. Rasche Aufnahmen treten des Öfteren
zu Tage, ferner haben wir es zudem unter erschwerten Bedingungen
mit Dunkelheit zu tun. Diesen Anforderungen trotzt der Transfer
gewappnet mit Genauigkeit und Sauberkeit bei raschen Sequenzen
gekonnt. Im Ergebnis treten somit keine Nachzieheffekte oder
andere Beeinträchtigungen auf. Auch die Kompression gibt
sich sauber.
Beim Ton
gilt praktisch das, was bereits im Review der amerikanischen
Disc an Worten verloren wurde. Es hielt auch hier die Qualität
Einzug, so dass die beiden auf der DVD abgelegten Soundtracks
im Dolby Digital 5.1-Format in den Sprachen Deutsch und Englisch
von Beginn an und durchgängig überzeugen. Dabei
kommt es auf eine saubere Sprachausgabe und einige atmsphärische
Einstellungen innerhalb der Geschichte an. Denn richtig laute
Action-Einlagen gehören nicht zum Hauptprogramm von „Verlockende
Falle“; wenn diese jedoch auf den Plan treten, macht
der Surround-Sound mit und gibt auch von den hinteren Kanälen
her Laute von sich. Es herrscht überwiegend ein frontlastiger
Ton, ab und an weitet sich der Klang aus und es entsteht spürbare
Räumlichkeit auf Basis eines guten Bass-Fundaments. Optionale
Untertitel gibt es in Deutsch.
[Fazit]
Eines vorweg: mit dem Verpackungsdesign hat man sich meines
Erachtens bei Kinowelt etwas kaputt-gespielt. Natürlich
ergeben sich in Kombination aus blau-türkisen und rot-gelben
Farbtönen eine ansprechende Spannung und der Charakter
eines kleinen Eye-Catchers, doch hinterließ das Original-Cover
einen wärmeren, weniger gekünzelten und atmosphärischeren
Eindruck. Wie dem auch sei, „Verlockende Falle“
erscheint in einem Amaray Case und besitzt eine Laufzeit von
rund 108 Minuten. Als Speichermedium ist eine einseitige Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) dienlich. Neben dem Hauptfilm, der ab einer Altersstufe
von 12 Jahren freigegeben ist, befinden sich noch folgende
Features auf der Disc – erreichbar über ein einfach
gehaltenes Menü:
- Behind
the Scenes (5 Min.)
- Making
Of (14 Min.)
- Interviews
(14 Min.)
- Musikvideo
von Seal
- Fotogalerie
- dt./engl.
Trailer u. Produktionsnotizen
- Presseheft
als DVD-ROM Inhalt
- 10
Trailer zu weiteren Kinowelt DVDs
Das haben
wir weitgehend schon alles einmal gesehen und auch das Material
unter den „Extras“ haut einen nicht wirklich von
der Rolle bei der Ansicht. Und dennoch kann man festhalten,
dass man sich weder beim Umfang, noch beim Inhalt hat lumpen
lassen. Es wird eine leicht über dem durchschnittlichen
Niveau liegende Ausstattung offeriert, was den Fan natürlich
zu Recht freuen wird. Wirklich hervorstechen kann jedoch kein
Merkmal. Mithin erhalten wir eine Neu-Veröffentlichung
eines bereits auf DVD erhältlichen Films mit solider
Technik und einer Ausstattung, die für Zufriedenheit
sorgt. Connery- und Zeta-Jones-Fans kommt das mit Sicherheit
gelegen. Erhältlich ab 05. Mai.
Andre
Schnack
03.05.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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