| Himmelfahrtskommando
El Alamein
War/Drama
[Einleitung]
Die klassischen Kriegsfilme mit viel Pathos, der stetigen
Zusicherung nach Sieg der „Guten“ und den heldenhaften
Figuren, denen praktisch niemand zu Leibe rücken konnte,
sind rar geworden. Sie neigten zum Verherrlichen und zogen
sich deshalb aus dem Programm zurück. Doch gehört
auch der 1968 abgedrehte Titel „Himmelfahrtskommando
El Alamein“ (Originaltitel: Commandos) dazu? Der Film
von Regisseur Armando Crispino entstand nach einer Kurzgeschichte
von Menahem Golan. In den Hauptrollen sind Lee van Cleef,
Jack Kelly, Giampiero Albertini, Marino Masé, Götz
George, Pier Paolo Capponi, Otto Stern, Marilù Tolo
und Joachim Fuchsberger zu sehen. Wir nahmen die Disc aus
dem Angebot von universumfilm genauer unter die Lupe.
[Inhalt]
Oktober 1942: Der „Wüstenfuchs“ Erwin Rommel
und seine Panzertruppen haben die Küsten Afrikas weitgehend
unter ihrer Kontrolle. Sergeant Sullivan (Lee van Cleef) und
seine Truppe schaffen es das strategisch wichtige italienische
Lager im nordafrikanischen El Alamein einzunehmen. Dort müssen
sie jedoch 2 Tage als Italiener verkleidet ausharren und auf
Verstärkung warten. Die Situation spitzt sich zu. Innerhalb
der Truppe begehrt der junge Leutnant Valli gegen seinen Vorgesetzten
auf und dann treffen auch noch die Deutschen bei ihren vermeintlichen
Verbündeten ein – gelingt es den Amerikanern die
Tarnung aufrecht zuhalten?
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Wir haben es mit einem recht einfachen und simplen Film zu
tun. Soviel schon einmal vorne weg. Auf ihre eigene Art und
Weise erzählt die Story von großen Kriegshelden,
die ganz nebenher mit glaubhaften und „gut“ wirkenden
Darstellern daher kommt. Wenn auch anfänglich die Action
groß geschrieben wird, so rückt statt ihrer eine
Story in den Vordergrund, die sich primär mit der Umschreibung
amerikanischer Helden, europäischer Feinde und den einzelnen
Beteiligten eines schwelgenden Konflikts in der Einheit beschäftigt.
„Commandos“ – wie der Film im Original heißt
– beginnt eine Charakterisierung einzelner Figuren auf
einem Niveau, welches noch sehr unterhaltsam ist.
Die eingesetzten
Darsteller können diesen Anforderungen gerecht werden.
Apropos Darsteller, es gibt tatsächlich nur eine weibliche,
für die Story relevante Rolle im Titel vorzufinden, auch
typisch für einen Kriegsfilm aus den Herstellungstagen.
Technisch hochwertig inszeniert die italienisch-deutsche Ko-Produktion
insbesondere am Anfang des Films eine gelungene kriegerische
Auseinandersetzung mit dazu passender Atmosphäre. Das
gesamte Produktionsdesign hinterlässt einen guten Eindruck,
man sieht ihm jedoch das mittlerweile angestaubte Alter von
beinahe 40 Jahren optisch und inhaltlich an.
[Technik]
Es ist eben ein recht alter Film, um den es sich hier handelt.
Vor die Augen gibt es einen anamorphen Breitbildtransfer im
Format 2.35:1. Das 16:9-Bild offeriert einige sehr gelungene
Momente und kann über die gesamte Laufzeit ein angenehmes
Qualitätsniveau halten. Dem Geschehen an sich kann man
das Alter nicht verkennen, was jedoch nicht an Verunreinigungen
oder altersbedingten Defiziten liegt, sondern vielmehr darin
begründet ist, dass die Farb- und Kontrastgebung zeitgemäß
ausschaut. Dennoch ist der Kontrast knackig genug und es gibt
ausreichend Bilddetails zu erkennen, selbst wenn es mal hektischer
vor der Kamera zuging. Plastizität entsteht, Kompressionsartefakte
halten sich zurück, etwas Rauschen war wohl unvermeidbar.
Ton gibt es im
Format Dolby Digital 2.0 Mono. Das ist nun keine Überraschung,
da sich nicht jede Veröffentlichung eines schon älteren
Titels auf eine komplette Überarbeitung freuen kann.
Das sich jedoch ausschließlich die deutsche Synchronfassung
des Films auf der Disc befindet macht stutzig. Auch gibt es
keine Untertitel vorzufinden. Wer also – und dass sollte
hierzulande kein Problem darstellen – der deutschen
Sprache Herr ist, der wird sich auch an den akustischen Qualitäten
von „Commandos“ erfreuen. Sogar, wenn es sich
auch nicht gerade um die sauberste Ausspielung und die immer
fehlerfreisten Tonschnipsel handelt.
[Fazit]
Mit was haben wir es also bei dieser DVD zu tun? Es handelt
sich beim „Himmelfahrtskommando El Alamein“ um
einen Kriegsfilm aus den späten 60er Jahren, der sich
mit verschiedenen Aspekten auseinander setzt und dabei auf
rund 89 Minuten unterhält. Ein breites Bild sorgt für
gute Kulissen und die DVD erweist sich technisch als befriedigend.
Zum Einsatz kam ein einseitiges, einschichtiges Medium (DVD
Typ 5), dessen Kapazität nahezu ausgeschöpft wurde.
Viel gönnte man der Disc mit dem Erscheinungstermin 3.
Dezember nicht an weiterer Ausstattung. So gibt es –
gleich erreichbar über das Hauptmenü – eine
Trailershow im Programm, das war es dann auch schon. Der Preis
liegt bei rund 18,- Euro, die Altersfreigabe bei ab 16 Jahren.
Andre Schnack
28.11.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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