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Do Not Disturb
Action/Thriller
Die zehnjährige
Melissa (Francesca Brown) ist mit ihren Eltern Walter (William
Hurt) und Cathryn (Jennifer Tilly) in einem Amsterdamer Luxushotel
abgestiegen. Durch Zufall wird das stumme Mädchen Zeugin
eines brutalen Mordes. Als sie von den Attentätern beobachtet
wird, flieht sie in den schillernden Amsterdamer Großstadt-Dschungel.
Nur mit Hilfe ihres neuen Freundes Simon (Denis Leary) kann
sie sich durchschlagen. Zurück bei ihren Eltern ist Melissa
dennoch nicht in Sicherheit. Was hat der Geschäftspartner
ihres Vaters mit der ganzen Sache zu tun?
"Do
Not Disturb" steht für einen soliden und unterhaltsamen
Thriller mit viel Action und Spannung. Zwar bleibt die Story
stets an üblichen Klischees haften und kann sich nicht
vom Durchschnitt lösen, dafür gibt es aber interessante
Einstellungen, eine mal etwas andere Umgebung (die niederländische
Metropole Amsterdam) und gelungene darstellerische Leistungen.
Am besten gefällt die junge Darstellerin Francesca Brown,
deren erste Rolle für die große Leinwand hier gezeigt
wird. Regisseur und Drehbuchautor Dick Maas liefert eine gute
Arbeit ab, durch seine inhaltlichen Anspielungen auf die Skepsis
der amerikanischen Bürger auf europäische Städte
wie Amsterdam - wo man scheinbar an jeder Ecke Drogen kaufen
kann - wird gut übermittelt. "Do Not Disturb"
wurde mit überraschend viel und guter Action ausgestattet
und weist zudem einen Spritzer abgedrehten Humor auf - das
Gemisch gefällt und zeigt, dass gute Actionfilme nicht
aus den USA kommen müssen.
Die niederländische
Produktion weist technisch kaum Anlass zu negativen Kritik
auf. Der Bildtransfer wurde im Breibildformat 2.35:1, also
in CinemaScope, auf dem Datenträger abgelegt und verfügt
über eine anamorphe Wiedergabe. Der Kontrast und die
Farbsättigung entsprechen den Erwartungen, die Farben
wirken natürlich und das Geschehen auf dem Wiedergabegerät
plastisch. Die Kantenschärfe hätte höher ausfallen
können, ebenso der Detailreichtum in den dunklen Aufnahmen
des Films. Wer darüber hinwegsehen kann wird zufriedengestellt.
Fehler des Masterings treten nicht auf. Ton gibt es in zwei
Sprachen, englisch und deutsch abgemischt im Dolby Digital
5.1-Sound. Der Ton gibt sich dynamisch und es gelingt ihm,
den Betrachter in das Geschehen hineinzuziehen. Wohl komponierte
Musik, die stellenweise etwas zu dominant wirkt, klare Sprachausgabe
und einige nette Direktionaleffekte versüßen den
Filmspaß, dabei muss erwähnt werden, dass nicht
immer die Harmonie zwischen den verschiedenen Tonelementen
einwandfrei stimmt. Wer Untertitel wünscht, kann diese
in deutscher Sprache wahlweise einblenden.
BMG Video
bringt mit dem Film einen überraschend gelungenen Titel
auf DVD auf den deutschsprachigen Code2-Markt, und Fans eines
William Hurt oder einer Jennifer Tilly werden sich freuen.
Inhaltlich gibt sich die europäische Action-Thriller-Produktion
von Dick Maas leicht über dem Durchschnitt und als sehr
gelungen in Bezug auf die amerikanischen Werke, die einem
stets im Kino begegnen. "Do Not Disturb" läuft
rund 99 Minuten wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt. Doch wo hier der Inhalt und die Technik
zu überzeugen vermögen, will die magere Ausstattung
wirklich nicht begeistern, denn mehr als 3 Trailer zu "Do
Not Disturb", "Eine Couch in New York" und
"Lost In Space" und einige Cast and Crew-Informationen
mit Biografien und Filmografien gibt es leider nicht. Freigegeben
ab 16 Jahren wird der Film einem breiten Publikum gefallen.
Die DVD gelang technisch gut und kann somit empfohlen werden,
sofern man etwas für das Genre und die Darsteller übrig
hat.
Andre
Schnack / 17.04.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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