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The Devil's
Backbone
Drama/Horror
[Inhalt]
Spanien 1939. Gegen Ende des Bürgerkriegs ist das Waisenhaus
Santa Lucia, das weit entfernt von der nächsten Stadt
mitten in einer einsamen Ebene liegt, randvoll mit Kindern.
Vor nicht allzu langer Zeit verschwand dort spurlos ein Junge
und niemand hat eine Erklärung dafür. Als auch der
zwölfjährige Carlos (Fernando Tielve) in Santa Lucia
ein neues Zuhause findet, geschehen plötzlich merkwürdige
Dinge. Eine schemenhafte Gestalt taucht auf. Es ist der verschwundene
Santi (Junio Valverde), dessen Geist nachts durch das alte
Gemäuer zieht. Erst angsterfüllt, ist Carlos mit
der Zeit absolut sicher, dass die weit verzweigten Kellergewölbe
des Waisenhauses ganz offensichtlich ein düsteres Geheimnis
verbergen. Ein grausiges Verbrechen, in das die Direktorin
(Marisa Paredes), der gutmütige Professor Casares (Federico
Luppi) und der aggressive Verwalter Jacinto (Eduardo Noriega)
irgendwie verwickelt sein müssen.
[Kommentar]
„The Devil’s Backbone“ hört sich vom
Titel her etwas böse und auch vom ersten Gefühl
her nach einem B-Movie an. Doch das ist falsch. Regisseur
und Drehbuchautor Guillermo del Toro gelang ein sehr überzeugender
und spannender Film, der sich auf mehreren Ebenen erstreckt,
jedoch übersichtlich und in der Handlung nachvollziehbar
bleibt. Einige Rätsel bleiben offen, etwas mystisches
und übernatürliches ist auch mit von der Partie.
Spannend und frisch in der Wirkung.
Kein schnöder Grusel-Horror-Splatter Streifen, sondern
ein wirklich stimmungsvoller und unheimlich atomsphärischer
Geister-Film, der oft subtil und etwas emotional vorgeht.
Man arbeitete mit dunklen Aufnahmen, gruseligen Einstellungen
und einigen „Erschreck“-Effekten, ohne dabei zu
übertreiben. Der Soundtrack und die staubigen, trockenen
Sets des vom Bürgerkrieg zerrütteten Spaniens der
spätern 30er des 20. Jahrhunderts erwecken die Filmwelt
zum Leben.
[Technik]
Durch die staubigen und in rot und braun gehaltenen Landschaftsaufnahmen
wird der Transfer auf eine Probe gestellt, und er besteht.
Abgelegt findet er sich im anamorphen 1.85:1-Gewand auf dem
Datenträger wieder. Der PAL-Transfer besticht durch eine
praktisch fehlerfreie Gesamtwirkung und den rundum gut bis
sogar sehr guten Werten in allen Bereichen. Die Kompression
macht nicht negativ von sich aufmerksam und begeistert ebenfalls
mit hoher Qualität. Der Sound befindet sich im Dolby
Digital 5.1-Format auf der DVD, in Form des englischen Originaltons
und der deutschen Synchronfassung. Neben dem dialogträchtigem
Hauptteil gibt es auch noch zahlreiche Umgebungsgeräusche
und so manche Direktionaleffekte mit hoher Raumnutzung. Ein
lebhafter Surround-Klang mit gutem Dynamikumfang und einer
klaren Gesamtwirkung. Optionale Untertitel gibt es in deutscher
Sprache einzublenden.
[Fazit]
Mit dem spanischen Filmimport „The Devil’s Backbone“
gelang Kinowelt ein guter Wurf, da nicht nur der Inhalt –
der 103minutenlange Hauptfilm – überraschend gut
herüberkommt, sondern auch die technischen Belange sehr
hochwertig gelangen und die Ausstattung gefällt. Die
einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) wurde mit folgenden
Materialien auf die Reise in den Handel geschickt: ein deutscher
und ein spanischer Trailer, 14minutenlange Behind-The-Scenes
Aufnahmen, ein deutsch untertiteltes „Making Of“
in spanischer Sprache, welches sich über rund 18 Minuten
erstreckt, ein 13minutenlanges Interview mit Filmemacher Guillermo
del Toro und einige Storyboard-Skizzen. Zu erreichen über
ein einfach gehaltenes Menü. Versehen wurde dieser sehenswerte
Film mit einer FSK von 16 Jahren. Wer sich gerne gruselt und
einen stimmungsvollen Horrorfilm vor die Augen möchte,
der sollte sich diese Disc genauestens ansehen.
André Schnack
20.03.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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