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Die purpurnen
Flüsse
Crime/Drama/Mystery/Thriller
[Einleitung]
„Die purpurnen Flüsse“ (engl. Titel: The
Crimson Rivers) – so könnte man Frankreichs nachgezogene
Antwort auf Filme wie „Se7en“ (dt. Titel: Sieben)
bezeichnen. Aber es handelt sich bei diesem Werk von Regisseur
Mathieu Kassovitz keinesfalls lediglich um ein Plagiat, sondern
viel mehr. Die nach einem Drehbuch von Jean-Christophe Grangé
umgesetzte Geschichte wurde in den Hauptrollen mit Jean Reno
(Ronin) und Vincent Cassel (Brotherhood Of The Wolf) besetzt.
In weiteren Rollen sind die schöne Nadia Farès,
Dominique Sanda, Karim Belkhadra und Jean-Pierre Cassel zu
sehen. Die DVD kommt hierzulande von BMG Video auf den Markt,
wir konnten einen Blick riskieren.
[Inhalt]
Inspektor Pierre Niémans und Kommissar Max Kerkerian
untersuchen an zwei verschiedenen Orten unterschiedliche Verbrechen,
die auf geheimnisvolle Weise miteinander verknüpft sind.
Während Kerkerian eine Grabschändung mit scheinbar
neonazistischem Hintergrund in Sarzac untersucht, wird Niémans
aus Paris in die abgelegene Universitätsstadt Guernon
in den Alpen gerufen. Dort ereignete sich ein bizarrer Mord,
bei dem das Opfer grausam gefoltert und verstümmelt wurde.
Es bleibt nicht bei einer einzigen Leiche, und alle Opfer
sind Mitarbeiter des Lehrinstituts in Guernon. Schon bald
kreuzen sich die Fäden der Ermittlungen, und der erfahrene
Niémans macht sich gemeinsam mit dem hitzköpfigen
Kerkerian auf die Suche nach dem eiskalten Mörder. Bei
den Nachforschungen an der Eliteuniversität stösst
das gegensätzliche Duo auf mysteriöse genetische
Experimente. Mit ihrem Wissen bringen sich die beiden Polizisten
schließlich selbst in Lebensgefahr. Bei einem Kampf
auf Leben und Tod enthüllen sie im ewigen Eis der Gletscher
das Geheimnis der purpurnen Flüsse...
[Kommentar]
„The Crimson Rivers“ ist ein toller französischer
Film, mit Stärken und Schwächen und sehr wirkungsvollen
Momenten. Zu den letzteren zählen vor allem die teilweise
als sagenhaft zu bezeichnenden Außenaufnahmen einer
einmaligen Landschaft – das wirkt. Aber dies ist nur
eines der stimmungstragenden Elemente, die insgesamt eine
sehr dichte Atmosphäre erzeugen. Die Geschichte wurde
gelungen konstruiert, gut durchdacht, leider aber etwas lückenhaft
umgesetzt. Die Tatsache, dass zwei anfänglich scheinbar
nicht miteinander verknüpfte Fälle auf eine gemeinsame
Spur und einen roten Faden in der Storyline bringen, wurde
schön inszeniert. Sie ermöglicht auch das Zusammenkommen
der beiden unterschiedlichen Ermittler auf einfache Art und
Weise. Von den darstellerischen Leistungen her kann nicht
gemeckert werden, überzeugend und cool. Ein sehr spannender
und teilweise schockender Thriller mit Biss, Action und sehr
viel Spannung. Kleine Randnotiz: die englische Synchronisation
gelang schon einmal besser... darüber kann aber hinweggesehen
werden.
[Technik]
Die deutsche Code2-DVD kommt aus dem Programm von BMG Video
und macht Spaß. Angefangen bei dem wundervollen und
hochwertigen Bildtransfer im anamorphen Breitbildgewand im
Ratio 2.35:1, bis hin zu einem erstklassigen Dolby Digital
5.1-Soundtrack in wahlweise französischer oder aber deutscher
Sprache. Die fantastischen und sehr wirkungsvollen Aufnahmen
wurden mit einem etwas zu steilen Kontrast, dafür aber
mit einer natürlichen Farbgebung ausgestattet. Das Geschehen
verfügt über ausreichend saubere Konturen und wurde
nahezu fehlerfrei auf den Datenträger verewigt. Störende
Artefakte oder Verunreinigungen fallen nicht ins Auge, lediglich
ein gewisser Grad an Rauschen wird vernommen. Der Bildtransfer
versteht zu überzeugen und wartet durchgehend mit einer
Vielzahl an Bilddetails auf – schön zu sehen.
Zur gelungenen
Optik gesellt sich eine gute Akustik. Themengerecht versteht
sie es durch die den rechten Klang Spannung zu inszenieren
und in den etwas temporeicheren Augenblicken auch durch eine
hohe Dynamik zu glänzen. Einige gut abgesetzte Direktionaleffekte
spielen auch dem Decoder beim Ausspielen seiner Leistung positiv
zu. Die Sprachausgabe erklingt ebenfalls klar und deutlich.
[Fazit]
Französische Filme zählen hierzulande noch eher
zu den Geheimtipps oder aber Spezialitäten. Zu letzteren
gehört auch „Die purpurnen Flüsse“.
Dieser Thriller überzeugt auf ganzer Linie, wenn er auch
einen leichten Abstieg – im Niveau zum Rest des Werks
verglichen – bei der Auflösung am Ende macht. 105
Minuten spannende und unterhaltsame Filmkost, die optisch
sehr ansprechend gelang und auf einer mit sinnvollen Extras
ausgestatteten DVD des Typus 9 abgelegt wurde. Die Extras
bestehen aus einem 52minutenlangen Making Of, einem Extra
über die Entstehung der Pathologieszene, einem Interview
mit Jean Reno, Film/Storyboard-Vergleichen der „Verfolgungsszene“,
weitere Abbildungen und Cast & Crew Informationen. Untertitel
gibt es optional auf deutsch. In jeder Hinsicht ist diese
DVD ihr Geld wert, und wer das Alter von 16 Jahren überschritten
hat, der sollte sich diesen wirklich sehenswerten Film unbedingt
ansehen. Empfehlenswert.
Andre Schnack
30.04.2002
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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