Klick
Comedy/Drama/Fantasy
[Einleitung]
Ein rockiges Opening, ich fühlte mich wie bei „Zurück
in die Zukunft“. Doch es kam, wie sollte es anders
sein, natürlich anders. Klarer Fall, denn „Klick“
(Originaltitel: Click) ist eine typische US-Komödie und
doch kein typischer Adam Sandler-Film. Unter der Regie von
Frank Coraci entstand 2006 eine US-amerikanische Filmproduktion,
die sich genau in die Schublade der Comedys einsortieren lässt.
Sie entstand nach einem Drehbuch von Steve Koren und Mark
O'Keefe. In den Hauptrollen des Titels sind neben Adam Sandler,
die wunderbare Kate Beckinsale, Schauspieler-Ikone Christopher
Walken und der beinahe vergessene David Hasselhoff zu sehen.
Wir konnten die DVD aus dem Programm der Sony Pictures Home
Entertainment genauer beäugen und berichten.
[Inhalt]
Architekt Michael Newman (Adam Sandler) hat vor lauter Arbeit
für seinen undankbaren Boss kaum Zeit für seine
Frau Donna (Kate Beckinsale) und seine beiden Kinder. Eines
Tages gelangt er mit Hilfe eines exzentrischen Tüftlers
(Christopher Walken) in den Besitz einer magischen Fernbedienung,
mit der er nicht nur seinen Fernseher und die Stereoanlage
steuern kann, sondern gleich sein ganzes Leben, das Michael
von nun an nach Belieben vor und zurück spulen kann!
Klingt zu gut, um wahr zu sein?! In der Tat. Denn schon bald
verfliegt Michaels erste Euphorie über die neugewonnene
Macht, als das High-Tech-Gerät anfängt, ihn selbst
auf eine Art und Weise zu kontrollieren, wie er es nie für
möglich gehalten hätte...
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)
[Kommentar]
Es sind schon wirklich lustige Szenen mit an Bord. Einzelne
Momente und der gesamte Aufbau der Story sorgen für gute
Unterhaltung. So kommt z.B. ein stinkreicher Scheich vor,
der weniger Ohr für die Entwurfserläuterungen des
Architekten hat und sich lieber Gedanken um eine längere
Bar im Anwesen und einen großen Platz für Bikini-Wettbewerbe
macht. Michaels Situation ist scheinbar ausweglos, und dann
erfüllt sich eine Art Kindheitstraum, hier dargestellt
durch einen Schauspieler, der nur allzu gerne den kleinen
Jungen im Manne zu spielen scheint. Gute Idee, sauberes Konzept,
sagten sich die Filmemacher um Regisseur Frank Coraci und
drehten gemeinsam „Click“. Eine Comedy, mit ihren
durchaus passend eingeflochtenen ernsthafteren Situationen.
So geht
es auch um Stress, zu viel Arbeit und die stets schwieriger
erscheinende Aufgabe das Privatleben und den zeitraubenden
Job unter einen Hut zu bekommen, so dass auch die Familie
etwas vom Mann im Haus hat. Leicht und locker wird auf einfache
und dennoch sehr stimmungsvolle Art und Weise gute Unterhaltung
mit einer Spur Tiefsinn geboten. Und zwar so unterhaltsam,
dass man ab und an gut lachen kann. Die Story folgt dabei
dem Motto „etwas ganz tolles und wunderbares entwickelt
sich langsam aber sicher zum Fluch“ und es ist klar,
dass auch diese scheinbar geniale Fernbedienung fürs
eigene Lebensuniversum nicht nur positive Seiten hat –
alles hat eben seinen Preis.
Dank des
wundersamen Geräts hat Michael volle Kontrolle über
sein Leben, sogar mit einem animierten Menü in bester
DVD-Manier. Mit der Anwahl des „Making Ofs“ innerhalb
seines Lebensprogramms wohnt der Arme gleich noch seiner eigenen
Zeugung bei, anschließend erlebt er dann seine eigene
Geburt noch einmal. Ja, es steckt viel Fantasie in diesem
Drehbuch. Mit dabei sind nicht nur ein gut gefallender und
überzeugender Adam Sandler, sondern auch Christopher
Walken in einer arg lustigen Nebenrolle. Ferner ist David
Hasselhoff in einem für ihn nicht mehr üblichen
Glanz zu sehen. Das Ensemble kann als rundum mithin als stimmig
bezeichnet werden. Der Humor auch, nur selten finden Einschläge
unterhalb der Gürtellinie statt.
[Technik]
Was bekommen wir mit „Klick“ geboten? Sehr knackige
und gut gesättigte Farben. Ein ausgewogener Kontrast
gibt kaum Anlass zur Kritik, wenngleich wir eine gewisse Steilheit
nicht verschweigen können. Diese führt zu einem
ausgesprochen tiefen Schwarz-Level, was wiederum zahlreiche
Bilddetails in den schattigen Bildbereichen kostet. Nicht
schön, jedoch kann mit einem Hauch Toleranz darüber
hinweggesehen werden. Davon ab haben wir es mit sauberen und
zumeist sehr klaren Aufnahmen zu tun. Rasche Bewegungen gehören
nicht zum Gros der Aufnahmen, stellen für den 16:9-Transfer
(1.85:1) im Kern jedoch auch keinen Qualitätsabbruch
dar. Alles in allem bietet die visuelle Darbietung von „Klick“
weder nennenswerte Höhen, noch eklatante Tiefen. Lediglich
der übersättigte Schwarz-Level wird auf der Negativ-Seite
aufgezählt. Kompressionsartefakte treten nicht auf.
„Klick“
kommt mittels Dolby Digital 5.1-Ton daher. Wahlweise können
die Dialoge in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch erhört
werden. Optionale Untertitel gibt es in den Sprachen Deutsch,
Englisch und Türkisch. Wie es sich für eine Comedy
gehört, so haben wir es mit einer sauberen Sprachwiedergabe
aus dem Center-Speaker zu tun. Ferner wohnen dieser noch zahlreiche
Geräusche aus der Umgebung bei, welche zu einer ausreichend
lebhaften Räumlichkeit beitragen. Effekte, Basseinlagen
und Ausflüge in ausdifferenzierte Klanghöhen bleiben
aus, stellen jedoch auch keine klare Anforderung des Titels
dar. Wer kein Spektakel à la Action-Filme erwartet,
der wird zufrieden sein mit dem fehlerfreien Ton.
[Fazit]
Das Leben ist eine Scheibe - der Satz erhält hier eine
ganz neue Bedeutung. Denn in „Klick“ wird die
Vision einer ultra-mächtigen Fernbedienung fürs
Leben geschaffen und humorvoll am Beispiel eines Einzelnen
zelebriert. Und das man angesichts einer solch traumhaften
Technologie doch nicht seine Alltagssorgen bändigen kann,
erlebt Darsteller Adam Sandler wohl inszeniert auf 103 Minuten
unterhaltsamer Laufzeit. Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) finden wir neben dem Hauptfilm ferner vor:
- Audiokommentar
mit Besetzung & Crew
- Dokumentation:
Alt & fett
- Dokumentation:
Spezialeffekte
- Dokumentation:
Zukunftsvisionen
- Dokumentation:
Autos der Zukunft
- Dokumentation:
Tierische Gefühle
- Dokumentation:
Klick den Regisseur
- Dokumentation:
Lecker Essen!
- Entfallene
Szenen
- Trailer
Der Audiokommentar
zeigt sich aufschlussreich, bietet zahlreiche Informationen
zum Titel und lockt mit Witzeleien. Auch die kürzeren
Dokumentationen können gefallen und entführen neben
dem Film in einige angeschnittene Themenkomplexe ohne dabei
das Ziel der Unterhaltung zu verlieren. „Klick“
kann am dem 20. Februar zu einem Sony üblichen Preis
von rund 20,- Euro im Handel erworben werden und erscheint
mit einer FSK ab 6 Jahren. Wer gerne schmunzelt und lacht
und obendrein noch Adam Sandler mag, der sollte zugreifen.
Andre
Schnack
07.02.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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