| Cindy
und das Zauberrätsel
Animation/Family
[Inhalt]
Ein heiteres Vergnügen mit Aschenputtel, Rotkäppchen,
den sieben Zwergen, Pinocchio und vielen anderen beliebten
Märchenfiguren: Lange genug war die böse Stiefmutter
unausstehlich. Da gibt es nur eins: Vaters Testament muss
her. Das würde der Herrschaft der bösen Alten ein
Ende setzen. Doch wo ist es versteckt? Ein vertracktes Rätsel
weist den Weg. Nur wer soll nur das Geheimnis lösen?
Ganz einfach: Die gewitzten Stars aus den schönsten Märchen,
die Helden der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen
kommen Cindy zur Hilfe. Wie ein komischer Wirbelwind fegen
die alten Bekannten aus dem Märchenland durch die Geschichte.
Und Pinocchio dreht allen eine lange Nase...
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Was sich erst als vermeintlicher Kurzfilm verheißungsvoll
präsentiert, entpuppt sich doch als abendfüllender
Komplettfilm mit einer Laufzeit von immerhin rund 91 Minuten.
Dies ist keinesfalls Kritik, vielmehr ein Lob, da zahlreiche
Anspielungen und Zitate anderer Märchen somit wunderbar
untergebracht werden konnten. Regisseur Yoram Gross machte
es sich zur Aufgabe für seine Märchengeschichte
gleich zahlreiche Vorlagen zu wählen. So rezitiert er
die meisten bekannten Märchen, zieht Analogien und vermengt
die Inhalte geschickt mit Verknüpfungen miteinander.
Ob dies jedoch den ab 6 Jahren alten Zuschauern
auch tatsächlich auffällt, mag bezweifelt werden.
Davon ab kann jedoch definitiv festgehalten werden, dass zahlreiche
Elemente der Geschichte und einige Gegebenheiten nicht für
Kiddies, sondern Erwachsene bestimmt sind. So parfümiert
die arme und gebeutelte Cindy ihre Stiefschwestern mit Fischwasser
ein. Rasant geschnittene Szenen vereiteln eine Aufnahme dieser
Sperenzien bei den Kleinen unter uns. Macht aber nichts, denn
es gibt einige Aufnahmen zum Lachen, andere sind latent gemein,
um die Boshaftigkeit der Alten besser darzustellen.
Der Zeichenstil kann sich sehen lassen und
versucht nicht, bekannte Werke von z.B. Disney nachzuahmen,
sondern wandert eigene Wege. Dies kommt der Geschichte zugute,
denn die Animationen und Bilder gefallen gut und sehen einfach
hübsch und niedlich aus. Musikalisch werden ebenfalls
eigene Wege gegangen, analog zu älteren Disney-Stücken:
es wird sehr viel gesungen, was nicht jedermanns Geschmack
treffen wird. Inhaltlich ansonsten auf jeden Fall eine Ansicht
wert.
[Technik]
„Cindy und das Zauberrätsel“ erstrahlen in
Form eines meist sauberen und kontraststarken 4:3-Vollbildtransfers.
Der australischen Filmproduktion gelingt es eine angenehme
Wirkung zu entfalten, um mit ihrer Farbprächtigkeit und
den gesunden Bewegungsabläufen Pluspunkte einzuheimsen.
In Anbetracht des Alters von rund 13 Jahren und der angewendeten
Tricktechnik kann sich Zufriedenheit über das Ergebnis
breit machen. Hier und dort gibt es einige Verunreinigungen
und auch die Kompression könnte gelegentlich etwas höher
ausfallen. Übers Mittel jedoch eine zufrieden stellende
visuelle Darbietung.
Es fällt nicht immer leicht, den Dialogen
und dem ständigen Gesang Wort auf Wort zu folgen. Nicht
selten gehen einige Worte unter, die musikalischen Belange
überschneiden sich und die anderen Geräusche ein
wenig. Etwas unausgegoren und nicht immer harmonisch –
so könnte die Wirkung der akustischen Leistungen beschrieben
werden. Blechernd und etwas flach kommen mitunter die Dialoge
der monauralen, deutschsprachigen Tonspur daher. Untertitel
sind nicht vorhanden.
[Fazit]
Am 16. Februar erschien die DVD zu „Cindy und das Zauberrätsel“
im deutschen Code2-Handel. Die DVD weist bis auf den 91minutenlangen
Hauptfilm keine weiteren, nennenswerten Extras auf und wurde
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt.
Wer Märchen schätzt und nichts gegen einen wahren
Mix der Geschichten auszusetzen hat, der wird sich und seinen
Kindern hiermit eine große Freude bereiten. Für
Kindern des Alters 4 bis 6 hingegen etwas zu lang und stellenweise
nicht so unterhaltsam wie andere Zeichentrickfilme.
André
Schnack
12.03.2004
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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