| Cars
Animation/Comedy/Family/Sport
[Einleitung]
Sie lieben und leben den Geruch von frischem Asphalt, durch
ihre Adern pumpt der Kraftstoff und das Aggregat unter der
Motorhaube ist ihr Herz. Es geht um Autos, richtig. Die Rede
ist von „Cars“, der jüngsten Ausgeburt der
Pixar Studios und gleichermaßen die letzte gemeinsame
Schöpfung und Zusammenarbeit zwischen Pixar und Disney.
Unter der Regie von John Lasseter und dem Co-Regisseur Joe
Ranft entstand 2006 nach einer großen Marketing- und
Werbe-Aktion der lang ersehnte Animationsstreifen „Cars“.
Beide geistigen und handwerklichen Schöpfer des Titels
sind Autonarren und wirkten maßgeblich am Drehbuch mit.
Als Sprecher wurden namhafte US-Darsteller verpflichtet, deren
deutsche Synchronsprecher hierzulande zum Einsatz kamen. Die
DVD erscheint von Buena Vista.
[Inhalt]
„1 Sieger, 42 Verlierer“ klopft der rotlackierte
PS-Protz gern aufs Blech. Doch führt ihn sein Ego-Trip
nicht aufs Siegertreppchen, sondern ins schräge Wüstenkaff
Radiator Springs. Dort lernt die hochgezüchtete Präzisionsmaschine
bei liebevoll-schrulligen Land-Karossen mal einen Gang zurück
zu schalten und erfährt warum Trecker schreckhaft, Mähdrescher
ziemlich dämlich und Rostlauben auch Autos wie Du und
ich sind. Und dass das wahre Glück im Leben nicht auf
der Straße, sondern manchmal auch ein paar Meilen daneben
liegen kann…
(Quelle: Buena Vista Home Entertainment)
[Kommentar]
Wenn das Dreamteam von „Monster
AG“, „Findet Nemo“
und „Die Unglaublichen“
an einem Film arbeitet, dann ist eines fast sicher: das Werk
wird mit Sicherheit ein Erfolg. Und so kam es dann auch im
September letzten Jahres in Deutschland. „Cars“
spricht die mittlerweile bewährte Sprache der Animationsfilme
aus dem Hause Disney und Pixar. Ein unverwechselbar eigener
Charme macht sich bei der Ansicht breit, erfüllt das
Publikum mit Freude und schenkt gute Unterhaltung auf einer
noch immer kindgerechten Laufzeit. Ich selbst war mit einem
Kindergeburtstag im Kino und sah mir mit vielen kleinen Jungen
„Cars“ an. Es gab keine Enttäuschung und
nur fröhliche Kinder und positive Rückmeldung auf
den Titel. Klar, nach nunmehr zahlreichen Filmen dieser Art
gehört das Konzept zur Kernkompetenz von Pixar.
In „Cars“
geht es um eine gute Handvoll plastisch gezeichneter Charaktere
und klassische Wertvermittlung. Mit der Plastizität der
Figuren – hier Autos – ist nicht die technische
Umsetzung gemeint, sondern die abstrakte Form der Ausgestaltung
der Personen und Geschichte. Obligatorisch sind dabei auch
klassische Elemente, die eine Figur zum Beispiel über
den eigenen Schatten springen lassen oder aber das Thema Vertrauen
und Freundschaft. Lustig und unterhaltsam vermittelt lässt
„Cars“ Stimmungsbarometer in die Höhe schnelle
und bringt so einiges an Unterhaltungs-PS auf die Bahn. Die
technische Umsetzung, welche wirklich grandios gelang, steht
dabei ganz und gar nicht im Vordergrund, sondern dient als
Transporteur und Vehikel für eine gute Geschichte.
[Technik]
„Cars“ ist schnell, pfiffig und bunt designed
und sieht einfach hervorragend aus. Eine wahre Pracht, dieser
anamorphe Breitbild-Transfer (2.40:1), der komplett aus dem
Computer kommt. Nicht nur, dass die Figuren und Umgebungen
wunderschön in einem einheitlichen Stil zwischen Comic
und einer Spur Naturalismus ansprechend und schön anzuschauen
ist, nein, die qualitativen Werte können sich ebenso
in den Vordergrund drängen. Und das zurecht. Denn es
gibt in der lustig farbigen Welt der „Cars“ eine
Menge zu sehen. Niedliche Autos mit den drolligsten Mimiken
und menschlich anmutenden Verhaltensweisen schlagen sich auch
in der visuellen Darbietung nieder. Hochwertig zeigen sich
auch die noch so kleinen Details in vollem Umfang und danke
der gestalteten Ausleuchtung und der Sauberkeit des Transfers
entgeht dem Betrachter auch in rasanten Momenten nahezu nichts.
Einfach top.
Neben
einem nahezu perfekten Bild gesellt sich ein ebenfalls sehr
guter Ton. „Cars“ erscheint mit Dolby Digital
5.1 EX-Soundtracks in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch.
In genau diesen Sprachen sind auch optionale Untertitel auf
der Disc vorzufinden. „Cars“ bietet inhaltlich
unzählige Momente für einen sauberen und wirkungsvollen
Mehrkanalton. Und nutzt diese zum größten Teil
auch nahezu vollständig aus. Im Ergebnis haben wir es
mit lebhaften Situationen zu tun, denen es weder an Dynamik,
noch am Höhen- und Tiefenspektrum mangelt. Bass gibt
es auch genug, immer dann, wenn sich die PS-Boliden brummend
auf dem Parcours befinden. Sprache und Musik sind mit ausreichend
klärendem Abstand aufgenommen und ergeben mit dem restlichen
Sound ein tolles Zusammenspiel.
[Fazit]
„Cars“ ist eine Klasse für sich. Der derzeit
technisch hochwertigste Animationsfilm aus dem Hause Pixar
und Disney kann nicht nur aufgrund seiner optischen Finessen
für herunterklappende Kinnladen sorgen, sondern vermag
auch inhaltlich für einen Heiden Spaß zu sorgen.
Auf der Laufzeit von rund 112 Minuten wird kurzweilige Unterhaltung
für jung und alt geboten, und jeder wird auf seine Kosten
kommen. Was wäre jedoch eine Animations-DVD aus jüngster
Zeit, wenn nicht auch gleich einige brauchbare Extras das
Antlitz verschönern würden? Genau, und so gibt es
folgende Special Features im Programm:
- Kurzfilm
„Die Einmannband“
- Kurzfilm
„Hook und das Geisterlicht“
- Hinter
den Kulissen „Inspiration für Cars" von
John Lasseter
- 4
zusätzliche Szenen
- Epilog
- Trailershow
Sämtliche
Bonusmaterialien können sich sehen lassen und machen
auch klar, dass diejenigen unter uns, welche in den Genuss
der ganzen Menge an Extras kommen möchten, zur Steel-Book
Variante von „Cars“ greifen müssen. Denn
man bekommt schlechthin einfach Lust auf mehr. Diese Fassung
erschien am 18. Januar zu einem Preis von rund 18,- Euro.
Die DVD kommt ohne Altersbeschränkung daher. Und am Ende
des Films erscheint einem eine Welt, die komplett und ausschließlich
nur von Autos bewohnt wird gar nicht mehr allzu unrealistisch.
Toll, wie Pixar das wieder gemacht hat!
Andre
Schnack
08.02.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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