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Black Hawk
Down
Action/Drama/War
[Einleitung]
Columbia TriStar Home Entertainment bringt uns den 2001 abgedrehten
Ridley Scott-Film "Black Hawk Down", eine US-Produktion
aus der Schmiede Hollywoods. In den Hauptrollen des Kriegsdramas,
welches sich eines 1993 tatsächlich erfolgten Ereignisses
zum Vorbild nimmt, sind Josh Hartnett, Eric Bana, Tom Sizemore,
Ewan McGregor, Sam Shepard, William Fichtner und Jason Isaacs
zu sehen. Wir nahmen uns den Film, der oft in Reviews mit
"Saving Private Ryan"
verglichen wurde, den technischen und ausstattungsrelevanten
Leistungen an und beurteilen diese.
[Inhalt]
Somalia, ein Land zerrüttet von Bürgerkrieg, leider
unter einer diktatorischen Herrschaft von Waffenlords, denen
harte Dollar mehr wert sind als das Leben hunderttausender
Somalis, die den Hungertod erliegen. Unter der Herrschaft
von US-Präsident Bill Clinton beginnt eine humanitäre
Militäraktion. Doch schon bald eskalieren die Brandherde
weiter. 1993 stoßen amerikanische Elite-Truppen in die
Stand Mogadischu vor, um bestimmten Generälen den Gar
aus zu machen - auch Aidit soll ausgeschaltet werden. Die
Aktion geriet etwas aus dem Ruder und schnell finden sich
die gut trainierten aber in der Zahl massiv unterlegenen Soldaten
in einem Hexenkessel wieder, dem sie nur schwer entrinnen
können. Ein Kampf ums Überleben beginnt
[Kommentar]
Es ist nichts Schönes zu finden an "Black Hawk Down".
Auch zeigt man seine Begeisterung nach dem Film nicht gerade
mit hoher Kommunikationsfreude über den Inhalt. Warum?
Der Film berührt, fasziniert auf eine Weise, wie es ein
"Soldat James Ryan"
vermag. Hauptcharaktere? Blut, Chaos, Verwundungen, Kugelhagel
und Granatwerfer. Aber auch sehr gute Darsteller glänzen
in ausreichend plastischen Rollen zwischen den Materialien
des Kriegs. Für große Studien bleibt hier keine
Zeit. Dennoch überzeugen die Beteiligten allesamt, insbesondere
die harte und realistische Weise der Abbildung von Regisseur
Ridley Scott zeigt sich bemerkenswert. Sie berührt auf
eine aggressive und sehr detaillierte Art und Weise. Der historische
Hintergrund von 1993 wurde von Drehbuchautor Ken Nolan nach
einem Buch von Mark Bowden geschrieben. Hier gibt es kein
John Wayne-Geknatter mit Heldentum und übertriebenen
Patriotismus, dafür aber Pathos und Ergriffenheit, Trauer
und Stress. Und das trotz - des für oftmals etwas flache
Filme verantwortlichen - Produzenten Jerry Bruckheimer.
[Technik]
Format: 2.40:1, anamorph. Bei dieser DVD ließ Regisseur
Ridley Scott den Stilmitteln zur Unterstreichung und zum Hervorheben
bestimmter Faktoren freien Lauf. Nachteil: Umso schwieriger
leider auch die Bewertung der technischen Leistungen der visuellen
Präsentation. Der sehr steile Kontrast ist z.B. eines
dieser Mittel, ein weiteres findet sich bei der teilweise
sehr fahlen und andererseits dreckigen und schmuddeligen Farbgebung
wieder. Wie dem auch sei, davon ab wird ein nahezu tadelloses
Geschehen geboten, welches in den Kategorien Kompression und
Kantenschärfe wirklich begeistert.
Der Sound der Scheibe kann sich auch mehr als nur hören
lassen. Die Adjektive aggressiv, räumlich, dynamisch
und direktional bekommen hier einen hohen Wert zugeschrieben.
Wie es sich für das Genre gehört, so wird hier auch
getönt. Das sehr temporeiche Geschehen findet sich im
Ton wieder, ob es rascher Kugelhagel ist, oder aber der Einschlag
von Granaten oder der Absturz eines Helikopters, die englischsprachige
Dolby Digital 5.1-Spur sorgt für starkes Geplänkel
auf allen Kanälen. Etwas zurückhaltend hingegen
zeigt sich die französische 2.0-Surround-Tonspur.
[Fazit]
"Black Hawk Down" - ein toller Film, der auf die
Tragödie der Schlacht an sich eingeht, auf deren Ablauf
und nicht die politischen Hintergründe des Stellvertreterkriegs
am Anfang der 90er Jahre. Die Laufzeit beziffert sich auf
rund 144 Minuten, der Film befindet sich auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Was bei Ton und Bild noch für
Furore sorgt, enttäuscht leider in der Riege der Bonusmaterialien.
Denn neben den Untertiteln auf Englisch, Französisch,
Chinesisch und Thailändisch gibt es nur noch folgendes
zu begutachten: eine Featurette, Trailer, Filmografien und
einige Produktionsnotizen. Nicht gerade sonderlich üppig
und vom Inhalt her auch nicht gerade überzeugend. Wer
jedoch darüber hinwegsehen kann, der bekommt ein Schmankerl
was die Technik angeht. Der Inhalt bleibt Geschmackssache,
denn diesen zieht man sich nicht aus Gründen der spaßigen
Unterhaltung rein, sondern eher dann, wenn man anspruchvollere
Filme mag, die auch gut zur Sache gehen und nicht mit Realismus
geizen.
André
Schnack
08.07.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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