| BBC:
Planet Erde - Staffel 2
Dokumentation
[Einleitung]
Der Gong ertönt zur zweiten Runde und „Planet Erde
– Staffel 2“ geht an den Start. Mit dieser 3 DVD-Box
veröffentlicht polyband in Deutschland das Ergebnis einer
fruchtenden Zusammenarbeit zwischen BBC, der ARD und dem DVD-Vertrieb
der polyband. Allen voran steht der erfolgreiche, britische
Produzent Alastair Fothergill, welcher sich mit Natursendungen
und Wissensdokumentationen einen Namen machte. Wir konnten
die zweite Staffel der Naturdokumentation auf drei DVDs genauer
betrachten und berichten. Bei dem stetig wachsenden Programm
der polyband fragt man sich schon ab und an, wo diese Sendungen
herkommen, ob es inhaltliche Dopplungen gibt und wie die Qualität
sich darstellt. Wir bieten Antworten auf diese Fragen.
[Inhalt]
Planet Erde – Staffel 2 (3-DVD-Box) – Das ultimative
Porträt unseres Planeten. Die preisgekrönte und
von Zuschauern wie von Kritikern begeistert aufgenommene Reihe
„Planet Erde“ des BBC Ausnahmeproduzenten Alastair
Fothergill geht mit 6 weiteren Episoden in die zweite Runde.
Auch die neuen Filme sprengen wieder alle bisherigen Grenzen
der Naturdokumentation.
Sie zeigen unsere
Welt, wie sie nie zuvor zu sehen war: Die riesigen Eiswelten,
die größten Naturlandschaften der Erde, die zugleich
die höchsten Anforderungen an die Überlebensfähigkeit
ihrer Bewohner stellen; die weiten Graswelten, unermesslich
scheinende Räume, in denen die größten Wildtierverbände
zu Hause sind; die flachen Meereswelten, die zwar nur acht
Prozent der Weltmeere ausmachen aber zu den produktivsten
Gebieten zählen, in denen höchst unterschiedliche
Lebewesen anzutreffen sind, von winzig kleinen bis zu mächtigen
Meeressäugern; die ausgedehnten Waldwelten, die sicher
die prächtigsten und phantastischsten Lebensformen unseres
Planeten beherbergen; schließlich die geheimnisvollen
Tiefseewelten, die auf den ersten Blick öde und leer
wirken, wo aber ständig neue und verblüffende Lebensformen
entdeckt werden und wo das größte Tier zu
finden ist, das je auf unserem Planeten existierte: der Blauwal.
Exklusiv wird auf
„Planet Erde – Staffel 2“ zudem die Episode
Dschungelwelten über den faszinierenden Lebensraum der
tropischen Regenwälder, die die Hälfte aller Arten
unseres Planeten beherbergen, veröffentlicht. Diese Folge
wird zunächst nicht in der ARD ausgestrahlt.
(Quelle: polyband)
[Kommentar]
Ein Werk über unseren Planeten, seine Fauna und Flora
in diesem Ausmaße und Qualitätsstand definiert
den Standard neu. Und legt damit die Messlatte für künftige
Naturfilme deutlich höher als es bisher der Fall war.
Diese Aussage gilt für die bereits erschienene erste
Staffel genau so wie für die hier getestete zweite Reihe
an Sendungen. Selten haben wir eine im Spektrum so breit aufgestellte
Dokumentation präsentiert bekommen, welche praktisch
keine Fragen offen lässt und es dabei schafft nahezu
sämtliche Segmente abzudecken. Kein Lebensraum bleibt
unbesprochen, viele Wechselwirkungen und globale Zusammenhänge
werden verständlich und dennoch ausreichend wissenschaftlich
erklärt. So muss es sein. Das dabei – als kleiner
Wermutstropfen – nicht jede Spezies mit einem filmerischen
Anteil ausgestattet werden kann, sollte jedem klar sein.
Was es wirklich
für eine Leistung ist, eine solche Sendung zu produzieren,
wird erst beim genaueren Betrachten klar. Für die zweite
Staffel, welche in der ARD zwischen 26.02. und dem 02.04.07
lief, ergaben sich gute 5 Jahre Produktionszeit. Weitere „Highlights“:
über 2.000 Tage in der freien Natur, 40 Kameraleute an
über 200 Schauplätzen und ein eigens entwickeltes
Kamerasystem für spektakuläre Luftaufnahmen entstanden
und sammelten sich während der Zeit an. Auch die zweite
Staffel kommt praktisch ohne Special Effects aus und präsentiert
unseren Planeten echt und in Farbe, in gestochen scharfen
Bildern aus erstaunlichen Perspektiven und den unwirtlichsten
Orten.
Ich mag gar nicht
abschätzen, wie viel Filmmeter, bzw. Datenspeicherplatz
für die zahlreichen Aufnahmen genutzt wurden. Es ist
ja nicht gerade so, dass die Tiere sich vor der Kamera positionieren,
um für fotogene und attraktive Ensembles zu sorgen. Vielmehr
gehen sie ihrem oftmals trist anmutenden Alltag nach. Den,
in dem es ums nackte und harte Überleben geht. Alles
ist reduziert aufs Wesentliche. Dazu gehören Nahrungsaufnahme
und Fortpflanzung. All die Handlungen der gezeigten Tiere
drehen sich im Kern um diese beiden – sozusagen –
Themenkomplexe. „Planet Erde – Staffel 2“
bringt dazu die richtigen Aufnahmen angereichert um Wissen.
[Technik]
Es gibt viele Dokumentationen, weniger wirklich gute darunter
und noch weniger, welche selbst nach rund 20 Jahren noch nach
wie vor faszinieren und visuell sowie inhaltlich nachhaltigen
Eindruck hinterlassen. „Planet Erde – Staffel
2“ hat das Zeug dazu, sich zur Gruppe der Nachhaltigen
zu entwickeln. Auf einem technisch gelungenen und grundsoliden
Fundament (1.78:1, anamorph) schufen Kameraleute mit hoher
Expertise ein technisch sehr gutes Antlitz. Sämtliche
Aufnahmen, egal ob von der Arktis, Antarktis, der Tiefsee,
dem Dickicht des Dschungels oder den scheinbar unendlichen
Weiten der Prärie, überzeugen durch ihre hohe Darstellungsqualität.
Ausgewogene Farben und eine hohe Plastizität sind auf
professionelle Ausleuchtung und hochwertiges Equipment zurückzuführen.
Fehler wie Drop-Outs oder Kompressionsartefakte treten nicht
auf.
Offen gesagt spielt
die tonale Leistung einer Dokumentation in der Regel eine
untergeordnete Rolle, wenn es um Naturfilme und Aufnahmen
geht. Eine musikalische Begleitung ist nett, bestenfalls schürt
sie die Stimmung zu den Eindrücken. Und so ist es aus
der Sicht des Testers eine immer wiederkehrende Herausforderung
die akustischen Leistungen in Worte zu fassen. „Planet
Erde – Staffel 2“ kommt mit wahlweise deutschem
und englischem Dolby Digital 2.0-Sound. Die Aussteuerung zeigt
sich erwartungsgemäß Front-lastig und nur selten
wird der Eindruck von räumlicher Weite erfolgreich vermittelt.
Dies ist jedoch auch nicht Ziel des Sounds. Denn seine Funktion
wird vielmehr in der Überlieferung der Informationen
forciert, was technisch anstandslos funktioniert und hochwertig
klingt.
[Fazit]
Ich persönlich bin größter Fan genau dieser
Sendungen, wie wir sie in „Planet Erde – Staffel
2“ erneut geboten bekommen. 6 weitere Sendungen widmen
sich den unterschiedlichsten Lebensräumen und erklären
Groß und Klein bestimmte Zusammenhänge und die
ausgesprochen umfassenden Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen
Naturregeln. Auf einer Laufzeit von rund 270 Minuten (6 Episoden
zu je rund 45 Minuten) bekommt der Betrachter durch eine tolle
technische Präsentation seinen Lebensraum näher
gebracht. Und dazu einen Heiden Informationen überliefert.
Abgelegt befindet
sich der Inhalt auf zwei einseitigen Dual-Layer-Discs (DVD
Typ 9) und einer DVD des Typus 5 (einseitig, einschichtig).
Erscheinungstermin dieses absolut empfehlenswerten Sets war
der 23. März zu einem Preis von rund 23,- Euro. Staffel
1 schlägt noch mit rund 17,- Euro (Quelle: Amazon) zu
Buche und wurde bereits über 110.000 Mal verkauft. „Staffel
2“ bietet rund 110 Minuten Bonusmaterial, welches sich
maßgeblich aus einer Exklusivfolge, die in der ARD nicht
ausgestrahlt wird, und Filmtagebücher des Planet Erde-Teams
zusammensetzt. Die FSK stufte den Inhalt als INFO-Programm
ein.
Andre Schnack
16.04.2007
| Film
/ Inhalt |
: |
     |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
     |
| Ton |
: |
    |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
    |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
     |
|
| |
|