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Avalon - Spiel
um Dein Leben
Science-Fiction
Ash (Malgorzata
Foremniak) ist süchtig nach Avalon. Wie viele andere
taucht sie jeden Tag aufs Neue in die virtuelle Welt des berüchtigten,
aber illegalen Computer-Games ein. Ash ist eine der härtesten
Spiel-Profis. Sie gibt niemals auf, ehe nicht auch der letzte
Gegner auf den simulierten Kriegsschlachtplätzen ausgeschaltet
wurde. Doch auf eine Ebene drang sie bislang noch nie vor:
der "Special Class A Level" von Avalon steht nur
einer kleinen, elitären Gruppe von Spielern offen, wie
etwa ihrem Freund Murphy, der seit kurzem jedoch völlig
apathisch in einem Wachkoma dahinvegetiert. Als Ash nun die
unglaubliche Chance erhält, selbst auf Level A aufzusteigen,
zögert sie keine Sekunde. Sie hat jedoch keine Ahnung,
dass sie damit das riskanteste Spiel ihres Lebens spielt.
Von Level A kehrte bislang niemand wieder zurück...
Mamoru
Oshii hielt sich mit seinem "Avalon" an von ihm
bereits erfolgreich erprobte Mittel und einem sehr eigenen
Stil des Aufbaus der Geschichte, wie er es bereits in "Ghost
In The Shell" tat. Die Story betritt mit der Kernthematik
kein sonderlich erwähnenswertes Neuland. Das Rollenspiel-verwandte
und virtuell stattfindende Actionspektakel macht zwar etwas
her, wurde aber durch Oshii's Team nur bedingt atmosphärisch
umgesetzt. Die Sets in Polen, das Kriegsgerät und die
gelungenen Special-Effects machen schon etwas her, doch alleine
formen sie keinen guten Film. Denn die wenigen Darsteller
und der stellenweise recht träge verlaufende Fortschritt
der Story hindern das Werk etwas am Durchbruch, was die Begeisterung
etwas mindert. Letztlich liegt es an der Sterilität und
der fehlenden Emotionalität des Konstrukts, denn Bindungen
oder Sympathien zu Zuschauer werden hier nicht aufgebaut.
Dafür gibt es einen interessanten Inhalt, der das Leben,
die gesellschaftliche Realität und letztlich unser Dasein
hinterfragt, einen wahrlich gelungenen Soundtrack und einen
etwas anderen Stil bei der Inszenierung eines Films.
Zur technischen
Seite kann viel gesagt werden, und viel geschrieben. Denn
der Breitbildtransfer im anamorphen Format 1.85:1 wurde von
den Filmemachern durch die verschiedensten Filter gejagt und
künstlich teilweise stark verfremdet. Generell kann das
Bild als ausreichend gut bezeichnet werden, wenn man stets
die künstlerischen Mittel im Hinterkopf bewahrt. So können
z.B. zur Farbgebung wenige Worte verloren werden, da sie,
genau wie die Ausleuchtung, nicht wie in den meisten Bildtransfers
ausfällt. Ebenfalls auch die Kantenschärfe, sie
reicht zwar aus, bietet aber keiner hohe Qualität bei
der Wiedergabe von Details und sauberen Konturen. Die Kompression
hingegen besticht durch Sauberkeit und Fehlerfreiheit. Der
Ton des Films befindet sich im Dolby Digital 5.1-Ton auf dem
Datenträger, abgefasst in den Sprachfassungen Deutsch
und Polnisch. Oftmals geht es ruhig her im Film, so das lediglich
der saubere und klare Dialog, die gute und voluminöse
Musik und einige schöne Hintergrund- und Spezialeffekte
den Raum füllen. In der Weite betont und mit gezieltem
Einsatz von Bass und Surround-Lautsprechern produziert "Avalon"
einen guten Ton.
"Avalon
- Spiel um Dein Leben" erscheint von Kinowelt als ab
18 Jahren freigegebene DVD-Fassung. Der Film besitzt eine
Laufzeit von rund 102 Minuten und befindet sich auf einer
einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) und wurde mit folgenden
Extras ausgestattet: einem deutschen und einem polnischen
Trailer und einem minder spektakulären Videospiel für
den PC bzw. DVD-Player. Das ist nicht gerade viel und auch
vom Inhalt her enttäuschend. Da helfen auch die Untertitel
in deutschen Lettern, welche optional hinzuzuschalten sind,
nicht aus. Die Renltal-Fassung von "Avalon" erschien
am 20. August in den Videotheken, die Kauf-Version hingegen
kommt am 19. November auf den deutschen Markt, der Preis wird
bei ca. 25,- Euro liegen. Wer Mamoru Oshii als Regisseur schätzt,
der wird auch bei Avalon seine wahre Freude erleben, ebenfalls
Fans von Filmen, über die man nachdenken kann, die aber
fernab vieler normaler Gedanken stattfinden.
André
Schnack
27.08.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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