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Ausgelöscht
- Extreme Prejudice
Action
Cash Bailey
(Powers Boothe) ist ein mächtiger und skrupelloser Drogenhändler,
der seine Ware von Mexiko aus über die US-Grenze schmuggelt.
Dicht an seinen Fersen hängt Jack Benteen (Nick Nolte),
ein unbestechlicher Texas-Ranger. Zwischen ihm und Bailey
besteht eine seltsame Bindung: Beide waren Jugendfreunde,
doch nun stehen sie auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes.
Aber es geht noch um weit mehr: Beide lieben dieselbe Frau
(Maria Conchita Alonso) und wollen ihr - jeder auf seine Art
- imponieren. Als sich dann plötzlich auch noch das Militär
mit einer sehr dubiosen Mission einschaltet, steht Jack vor
der schwierigsten Entscheidung seines Lebens.
Ein Film
über den Drogenkrieg: Nicht politisch, nicht zahm, eher
oberflächig und actionbeladen mit einer einfachen Message.
Fallen, Intrigen und andere hinterhältige Dinge kommen
natürlich vor. Nicht sonderlich subtil oder grazil umgesetzt,
dafür ehrlich, offensichtlich und leicht verständlich
- und natürlich mit typischer Walter Hill Coolness und
einem gewissen Style. Die verschiedenen und durchaus waffenstarken
Interessengemeinschaften brüten Gemeinheiten aus und
der Rechtsstaat - personifiziert durch den knallharten und
cleveren Texas Ranger und den undurchsichtigen Militär
- scheint chancenlos. Ach ja, eine Frau spielt auch noch eine
gewichtige Rolle in der einst so guten dicken Freundschaft
der mittlerweile verfeindeten Kontrahenten. Insgesamt ergibt
das einen einfachen Film, der mit knallharter Action seinen
Eindruck formt, und nicht z.B. mit einer fesselnden Story
eines themenverwandten "Traffic". In "Ausgelöscht"
bricht gen Ende noch einmal ordentlich die Hölle los,
inklusive mächtig bleihaltiger Luft im schwitzigen Texas-Set.
Action regiert hier.
Technisch
betrachtet kein großer Wurf. Zwar muss das Alter des
'87 abgedrehten Films bei der Wertung beachtet werden, doch
auch unter diesen angepassten Gesichtspunkten gibt es nichts
sonderlich Erwähnenswertes. Der visuelle Transfer wird
im anamorphen Breitbild (1.85:1) vollzogen und leistet sich
bei raschen Bewegungen einige leichte Patzer. Auch der Kontrast
und vor allem die Bildschärfe hätten etwas besser
ausfallen können. Etwas beeinträchtigt wird der
Sehspaß auch durch die leichte Körnigkeit des Geschehens
und ein sanftes Rauschen, welches gelegentlich auftritt. Die
Farbgebung gefällt und passt zu den Lokalitäten,
auch die weiteren Werte befriedigen. Ton kommt - auch hier
spielt das Alter eine Rolle - lediglich im Dolby Digital Stereo-Format
(2.0) in den Sprachen Englisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch.
Die deutschsprachige Tonspur ertönt positiv durch einen
gesättigten Bass. Auf diesem Fundament fühlen sich
die Sprachausgabe, die recht zurückhaltenden Hintergrundgeräusche
und die prominent und dynamischen "Schieß-Einlagen"
hörbar wohl.
"Ausgelöscht"
mag vom Inhalt her nicht jedermanns Geschmack treffen, soviel
steht nach den ersten der insgesamt rund 101 Minuten Laufzeit
fest. Wer jedoch Walter Hill kennt und Werke wie "Last
Man Standing" mag, der wird auch hier zufrieden gestellt.
Dieser Film besitzt zahlreiche Analogien zum "Last Man
Standing", erreicht aber nicht ganz das Kaliber des aktuelleren
Titels von 1996. Technisch vermag die DVD leicht über
das Mittelmaß hinaus zu schießen, bleibt aber
auf einem recht durchschnittlichen Niveau. Zu den Bonusmaterialien
der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) zählen nebst
eines Trailers und Teasers auch noch ein ca. 7minutenlanges
Making Of und insgesamt 9 optional hinzu zu schaltende Untertitelspuren.
Die Disc erschien am 24. September zu einem Straßenpreis
von rund 25,- Euro.
André
Schnack
30.09.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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