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Das
Auge
Thriller/Mystery
Sein Codename
lautet "The Eye" (Ewan McGregor). Der britische
Secret Service Agent ist ein Profi, wenn es um das Beschatten
von Kriminellen geht. Auch sein neuer Auftrag ist zunächst
reine Routine. Doch mitten bei der Observation wird Eye Zeuge,
wie der Verdächtige von seiner Geliebten hinterrücks
niedergestochen wird. Eye ist fasziniert. Die Killerin, die
attraktive Joanna (Ashley Judd), zieht ihn augenblicklich
in ihren Bann. Anstatt den Mord zu melden, folgt er ihr wie
ein Schatten quer durch die Staaten. Auch als sich Joanna
auf ihrer Flucht wie eine schwarze Witwe immer wieder neue
Opfer aussucht, verwischt er stets ihre blutigen Spuren. Doch
Eye rechnet nicht mit Joanas messerscharfem Instinkt, uns
so wird der Jäger eines Tages selbst zum Gejagten.
"Das
Auge" ist nicht gerade großes Kino, vielleicht
war es aber auch nicht als solches gedacht. Denn der Film
weist sehr viele grobe Schnitzer auf, in Geschichte und Umsetzung
derselben. Das ist relativ schade, denn von Ewan McGregor
und Ashley Judd ist man wirklich besseres gewohnt, wenn sie
auch in diesem Filmchen ihre Figuren dennoch überzeugend
spielen und den Charakteren Leben einhauchen. Optisch stellt
"Das Auge" ein visuelles Schmankerl dar, gut durchgestylt
verläuft die Jagd. Stellenweise wirkt die Geschichte
nicht glaubwürdig und sogar irgendwie überzogen.
Die Besessenheit von Ewan McGregors Charakter wirkt zudem
etwas aufgesetzt, mit dem Verlangen nach der Killerin und
den familiären Sorgen bezüglich seiner unbekannt
verzogenen Tochter. Die Geschichte über Schicksal, Besessenheit
und Liebe wurde einfach gehalten, doch leider sind die Motivation
der Figuren nicht immer nachvollziehbar in ihrer Handlung.
"Das Auge" fährt voll auf der modernen High-Tech-Schiene,
was dem Film einen besonderen Charme verleiht. Ein passender
Soundtrack rundet den Film angenehm ab.
1.85:1
und anamorph - so lauten die Haupteigenschaften der visuellen
Präsentation. Ein helles und klares, ausgesprochen plastisches
und ausreichend scharfes Bild wird hier präsentiert.
Dieses leidet allerdings an einem leichten Nachzieheffekt
und der Eigenschaft, stellenweise etwas zu ruckeln. Auch bleibt
dem aufmerksamen Betrachter nicht verwehrt, dass sich ein
stetiges Bildrauschen ins Geschehen eingeschlichen hat. Die
Farbgebung geht in Ordnung, der Kontrast gefällt. Insgesamt
wirkt die Leistung auf dem Fernseher bzw. der Leinwand ausreichend.
Leider gibt es bei "Das Auge" keinen Dolby Digital
5.1-Ton, sondern zwei Dolby Surround-Soundtracks: die deutsche
Synchronfassung und den englischen Originalton. Der satte
Ton wirkt räumlich weit und überzeugt mit einem
gelungenen Einsatz der hinteren Surroundlautsprecher. Für
einen 2kanaligen Ton werden einige gut getrennt angesteuerte
Effekte geliefert, ansonsten wird ein ausgewogenes Klangbild
durch eine klare Sprachausgabe und dem guten Musikeinsatz
geboten. Untertitel gibt es optional in deutscher Sprache.
"Das
Auge" hätte ein besserer Film werden können,
als er geworden ist. Aber trotz diverser Mankos kann man sich
Stephan Elliotts Werk einmal antun. Der rund 105minutenlange
Film mit McGregor und Judd wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt und ab 16 Jahren freigegeben. Nebst Hauptfilm
gibt es noch folgende Special-Features auf dem Silberling:
9 Trailer weiterer Kinowelt-Erscheinungen, den Trailer zum
Film, Starinfos in Form von Biografien, Filmografien und Interviewausschnitten,
und letztlich ein rund 3minutenlanges Behind-The-Scenes-Feature.
Insgesamt nicht gerade viele und auch keine weltbewegenden
Extras. Die Disc kann ab dem 21. August in gut sortierten
Videotheken ausgeliehen werden, die Verkaufsversion folgt
dann am 9. Oktober. "Das Auge" kostet rund 50,-
DM und wird Judd- und McGregor-Fans gefallen, und auch andere,
die Spaß an einem visuell durchgestylten Look haben,
werden hier auf ihre Kosten kommen.
"Parken
Sie immer vor Hydranten, Sir? - Ja - In Zukunft parken Sie
nicht mehr vor Hydranten, nicht wahr? - Doch."
Andre
Schnack
19.08.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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