[Inhalt]
Gerade auf der Heimreise von der befallenen Kolonie vom Planeten
auf dem vor über 50 Jahren alles begann. Die wenigen Überlebenden
befinden sich im Kühlschlaf, plötzlich meldet der Bordcomputer
technische Fehler und verfrachtet die Kühlkammern in ein Not-Shuttle.
Abgeschosse vom defekten Mutterschiff treibt die Rettungsboje
auf einen Planeten zu, tritt in die Atmosphäre ein und landet.
Alle Insassen außer Ripley (Sigourney Weaver) sterben: Newt,
Hicks und die Katze sind tot. Der Planet heißt Fiorina "Fury"
161 und ist bewohnt, die Einwohner schaffen die Leichen aus
dem Wrack, bringen Ripley in die Krankenstation und den ausgedienten
Androiden Bishop (Lance Henriksen) auf den Müll. Ripley wacht
auf und wird gerade von dem Mediziner Clemens (Charles Dance)
betreut. Dieser klärt die verstörte Bruchpilotin auf. Sie
befinden sich auf einem Planeten der Company, einen Minenplanet.
Die Erzschmelze und das Werk wurden vor geraumer Zeit geschlossen
und die ganze Basis wurde umfunktioniert, zu einem Hochsicherheits-Gefängnis!
Hier sitzen 25 Männer ein, der pure Abschaum, Mörder, Vergewaltiger
und Psychopaten. Alle haben etwas gemeinsam, erstens: sie
fanden ihren Weg zum Glauben an Gott, zweitens: sie haben
Jahre lang keine Frau gesehen. Aber das stellt sich bald als
lästige Nebensahce heraus. Denn es dauert nicht lange und
es gibt den ersten Toten. Scheinbar war ein Alien mit an Bord
der Rettungskapsel. Das ist nicht gut, denn einen Ausweg aus
der Misere scheint unmöglich. Nur einmal im Monat wird die
rauhe Planetenoberfläche von einem Transporter mit Versorgungsgütern
beliefert, außerdem gibt es keine einzige Waffe in der Anstalt.
Und es wird noch schlimmer als Ripley das erste mal dem Biest
begegnet, sie bemerkt schnell, daß dieses Alien etwas anders
als die vorherigen ist... ein unfairer und dem verlieren geweihter
Kampf gegen die Mordmaschine beginnt.
[Kommentar]
"Alien 3" wurde und wird auch noch als das schwächste
Glied der Reihe bezeichnet, mit diesem Urteil bin ich nicht
ganz einverstanden. Für mich ist es ein einfach guter Film,
ein Alien-Film der zur Reihe gehört. Natürlich mußte nach
dem so erfolgreichen ersten Teil und dem ebenso sensationellen
Nachfolger "Aliens" von
der Aufmachung her etwas neues passieren aber hat Fincher
nicht genau das gemacht? Der Planet mit der Gefängnisanlage
strahlt eine unheimliche Atmosphäre aus, zudem gefällt mir
das leicht modifizierte Alien gut. Das "Hund-Alien"
gibt noch mehr Auskunft über das Wesen Alien und seine Entwicklung,
denn der Wirtkörper muß nicht humanoid sein, es entsteht ein
Alien, daß seinem Wirt in gewissen Zügen ähnelt. Aber "Alien
3" ist in vieler Hinsicht anderes, deswegen doch aber
nicht schlechter, ich denke geradezu besser, denn Fincher
hatte den Mut etwas neues zu machen. Die Erwartungen waren
hoch, zu hoch das der Film sie hätte erfüllen können. Der
Film beginnt nahtlose und geradezu das Ende bildet, so denke
ich, einen sehr gelungenen Abschluß der Reihe, perfekt inszeniert.
Ripley's Tod ist unausweichlich, jeder weiß das, ist wahrscheinlich
aber mit dem Ergebnis des Films nicht zufrieden. Es ist eine
Geschichte wie sie der Horror schreibt, eine wie sie keiner
erleben möchte, eine traurige Geschichte aber sie ist
gut und trotz so verschiedener Schauplätze und Charaktere
und den Zeitraum von vielen Jahrzehnten einfach toll erzählt,
wenn jemand einen schlechten Alien-Film sucht, so nehme er
sich bitte "Resurrection" vor! Ich denke zwar auch,
daß "Alien 3" nicht der beste Teil ist, dennoch
ein guter Film, man bedenke, um so mehr Folgen es gibt, desto
schwieriger wird es auch nur einen der Vorgänger zu übertreffen.
[Technik]
Die Umsetzung des Films auf das digitale Medium DVD gelang,
wieder einmal, äußerst gut. Schon beim Bild kann die einseitige
Dual-Layer-Disc Qualität beweisen und Punkte einheimsen. Das
Geschehen auf dem Fernseher ist gestochen scharf, sehr kontrastreich,
sauber und frei von jeglichen Artefakten und Störungen. Als
etwas merkwürdig empfand ich einen dünnen, feinen blauen Streifen
am oberen Bildschirmrand, er ist zu klein um zu stören, jedoch
gehört so etwas natürlich nicht dahin. Der Transfer in anamorphen
2.35:1 läßt die überwiegend bräunlich-dreckigen Farbtöne wirklich
prima aussehen, sehr atmosphärisch und warm, dennoch ungemütlich.
Nach dieser guten Leistung des Bildes hören wir einmal den
Ton der Disc genauer an: ebenfalls sehr gut. Es mag am neueren
Film liegen, der Sound ist dynamischer als bei den Teilen
davor und verfügt über einige nette direktionale Effekte.
Der Baß brummelt vor sich hin und die Dialoge erklingen sauber
aus dem Center-Speaker. Zwar werden keine Einschüsse in einem
360° Umfeld geboten, kaum möglich ohne den Einsatz von Waffen,
dennoch wirkt die Kulisse sehr lebendig und eindrucksvoll.
Neben dem englischen 5.1-Sound gibt es noch eine englische
und französische Dolby Surround-Spur, Untertitel sind auf
Englisch und Spanisch hinzuzuschalten.
[Fazit]
Zwar ist "Alien 3" Bestand der Legacy-Box (knappe
200,- DM), jedoch erscheint er nicht als Special Edition.
Trotzdem befindet sich etwas Zusatzmaterial auf der Scheibe:
neben Trailer aller Alien-Filme findet sich außerdem eine
Production-Featurette in den netten aber wenig aufwendigen
Menüs. Die Featurette entpuppt sich beim Ansehen aber eher
als ein stattliches Making of und läuft eine knappe halbe
Stunde! Wie in den anderen Alien-DVD-Hüllen befindet sich
auch hier ein hübsches Booklet in der Packung, es gibt Infos
zu den Schauspielern und dem Film Preis. Der Preis für die
THX-zertifizierte Disc mit 115 Minuten Laufzeit, beträgt knappe
60,- DM (30$ Listenpreis). Der Preis ist angebracht und der
Film nicht nur Fans der Alien-Reihe zu empfehlen!
Andre Schnack