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Die Akte Romero
Drama
Von
Regisseur George Hickenlooper erschien 1999 das Politdrama
"Die Akte Romero" (Originaltitel: "The Big
Brass Ring"). Durch eine gelungene Mischung aus Drama
und Thriller lockt der Streifen die Zuschauer. Die Darstellertruppe
setzt sich unter anderen aus William Hurt (Dark
City), Nigel Hawthrone, Miranda Richardson, Gregg Henry
und Irène Jacob (Incognito) zusammen. Wir sahen uns
die Code2-Scheibe aus dem Programm der E-M-S new media AG
genauer an...
Blake
Pellarin (William Hurt) kandidiert für das Amt des Gouverneurs
von Missouri im Jahr 2000. Finanziert wir der Wahlkampf von
seiner reichen Frau Dinah (Miranda Richardson). Plötzlich
taucht Kimball Mennaker (Nigel Hawthrone), eine mysteriöse
Gestalt aus Blakes Vergangenheit, auf. Er kennt eine verborgene
Seite des ehrgeizigen Politikers: Ein dunkles Geheimnis, das
viele Jahre zurückliegt. Auch die junge Journalistin
Cela Brandini (Irène Jacob) interessiert sich sehr
für Blakes Vorgeschichte, in der ein gewisser Raymond
Romero eine große Rolle spielte. Dieser starb zwar im
Vietnam Krieg, doch Totgeglaubte leben länger...
Das Drehbuch
von Orson Welles (Citizen Cane) bietet guten Stoff, den Regisseur
George Hickenlooper allerdings nicht so umsetzte, wie es sich
vielleicht einige gewünscht hätten. Der Film beginnt
noch recht spannend und unterhaltsam, wendet sich aber im
weiteren Verlauf der 100 Minuten eher ins langatmige und in
Richtung Langeweile. Die Story hat Potential - wenn sie auch
nicht gerade sehr innovativ ist - wurde gut, aber eben nicht
so richtig fesselnd umgesetzt. Primär geht es um die
Geschichte dieses einen Mannes und um die Enthüllung
seiner Vergangenheit. Es geht darum, was Menschen tun würde,
um einen bestimmten Leven an Macht zu erlangen, und warum.
Dabei gibt es eine gute Besetzung und schöne Aufnahmen
zu sehen. Keine Frage: "Die Akte Romero" ist kein
schlechter Film, doch vielen wird er ganz einfach aus oben
erwähnten Gründen nicht gefallen. Fans von Thrillern
mit Drama-Beigeschmack werden sich hier wohl aufgehoben fühlen.
Technisch
erweist sich die Disc als hochwertig. Zwar wurde das visuelle
Geschehen leider nicht anamorph auf dem Datenträger verewigt,
dafür glänzt der Transfer aber mit Stärken
in den verschiedenen Kategorien. Das Letterbox-Breitbild kommt
im 1.66:1-Gewand und besitzt - trotz der fehlenden 16:9-Erweiterung
- eine ganz ausgezeichnete Schärfe und einen schönen
Kontrast. Das Bild wirkt scharf, plastisch und detailliert,
zudem zeichnen sich die Farben durch ihre Natürlichkeit
aus. Fehler wie Kompressionsartefakte oder andere Beeinträchtigungen
treten nicht auf. Der Sound des Films tönt wahlweise
im Dolby Digital 2.0- oder 5.1-Format in deutscher Sprache
aus den Lautsprechern. Überwiegend geht es hier recht
harmlos zu, da die Thematik auch keine großen Explosionen
und Schusswechsel bietet, somit zählen direktionale Effekte
hier zur absoluten Ausnahme. Die Soundkulisse ist klar und
deutlich, weit genug und besitzt nette Hintergrundgeräusche
und klare Sprachausgabe. Untertitel sind nicht vorhanden.
"Die
Akte Romero" ist ein gelungenes Drama mit Thrillerelementen
und einer guten Hintergrundgeschichte. William Hurt passt
sehr in seine Rolle und stellt die Figur glaubhaft und gekonnt
dar. Die E-M-S brachte Orson Welles Stoff gut auf diese DVD,
technisch in Ordnung und mit etwas Ausstattung zudem. So finden
sich auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) folgende
Features neben dem 100 minutenlangen Film: 8 Trailer weiterer
Erscheinungen aus dem Hause E-M-S, gesprochene Darstellerinfos
auf Texttafeln, "Das Orson Welles Vermächtnis"
- ein 8seitenlanger Bericht (wird ebenfalls vorgelesen), der
Trailer zum Film und eine Fotogalerie. Präsentiert über
nett animierte und ansehnliche Menüs, die zudem sehr
einfach konstruiert sind und so sehr strukturiert wirken.
Die Scheibe kommt mit rund 45,- DM dem neuen Besitzer nicht
so teuer zu stehen, Fans von Mr. Hurt sollten bedenkenlos
zugreifen.
Andre
Schnack
17.09.2000
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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