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15
Minutes
Crime/Thriller/Action
Eddie
Flemming (Robert De Niro) ist New Yorks populärster Cop.
Seine spektakulären Verhaftungen sind Thema Nr. 1 in
den Medien und er selbst ist regelmäßiger Gast
in Fernseh-Talkshows. Sein aktueller Fall stellt Eddie jedoch
auf eine harte Probe: Zusammen mit dem Brandschutzexperten
Jordy Warsaw (Edward F. Burns) ist er zwei durchgeknallten
Killern auf den Fersen, die über ihre bestialischen Morde
einen Dokumentarfilm drehen. Die beiden Exil-Tschechen Karel
(Karel Roden) und Oleg (Oleg Taktarov) haben vor, das Video
exklusiv ans Fernsehen zu verkaufen. Denn dieser Deal bringt
nicht nur ein paar Millionen Dollar, sondern zieht vor allem
auch einen riesigen Medienrummel nach sich. Beide würden
so auf einen Schlag reich und berühmt werden. Jordy lässt
sich auf ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel ein, und
so beginnt eine Hetzjagd vor laufenden Kameras...
"15
Minutes" bietet eine insgesamt gelungene Unterhaltung,
wenn man nicht viel über den Film und seine nicht immer
sauber konzipierte Geschichte nachdenkt. Es geht primär
um die Macht der Medien, insbesondere den TV-Newsshows. Ferner
geht es auch darum, was einen ein sehr hoher Bekanntheitsgrad
bringt, egal, womit man diesen erreicht hat. "15 Minutes"
zeigt uns auf eine stellenweise etwas platte Art und Weise
im Umgang mit den Medien, wie wichtig es ist, was die Leute
über einen denken; wichtiger, als dass, was man tut.
Augenscheinlich wirkt die Geschichte durchdacht, doch leider
verliert sie sich im weiteren Fortschreiten etwas und somit
auch an Glaubwürdigkeit. Das ist etwas bedauerlich, da
die schauspielerischen Leistungen durchaus in Ordnung sind
und Robert De Niro sogar einen gewissen Grad an Komik mitbringt.
Doch: ohne viel Kritik wird tatsächlich das abgebildet,
was in Amerika eine Zeit lang wirklich an der Tagesordnung
der allgemeinen Boulevardpresse im Fernsehen war - und das
ist nicht gerade sehenswert und einen Kinobesuch wert. Die
Umsetzung von Regisseur Herzfeld hingegen kann sich sehen
lassen, wäre doch nur die Story noch schlüssiger.
Technisch
leistete Kinowelt ganz saubere und hochwertige Arbeit. Das
anamorphe Breitbildgewand im Format 2.35:1 überzeugt
insbesondere durch seine hohe Schärfe und den knackigen
Kontrast. Sämtliche Farben wirken sehr prall und natürlich,
ferner sauber und frei von Verunreinigungen oder anderen Störungen.
Eine hohe Kantenschärfe beglückt den Betrachter
ebenso, wie auch die Eigenschaft, bei raschen Bewegungen ein
noch sauberes Bild zu liefern. Auch an der Kompression kann
kaum gemäkelt werden. Beim Mehrkanalton wird ein qualitativ
recht ähnliches Bild geboten. Das Klangbild erweist sich
sehr Dolby Digital-gerecht und wartet entsprechend dem Potential
eines solchen Formats mit zahlreichen Einlagen auf den Surround-Kanälen,
einem gesund ertönenden Bassfundament und einer klaren
und deutlich aus dem Center dringenden Sprachausgabe auf.
Dolby Digital 5.1, so lautet das genutzte Tonsystem, englisch
und deutsch die beiden Sprachfassungen, die der DVD gegönnt
wurden. Optional gibt es auch deutsche Untertitel einzuschalten.
"15
Minutes" - ein Film mit Makeln, der aber durchaus seine
Laufzeit von rund 116 Minuten unterhält. Und letztlich
erfüllt er damit das Ziel des Zeitvertreibs "Filmeschauen".
Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9)
entfaltet sich der Film in einer sehr schönen Qualität,
ferner bringt er noch folgende Extras mit: eine Dokumentation
über die Medienwelt Amerikas der letzten Jahre (15 Minuten)
und eine Diskussion zum Thema "Kann sich Verbrechen lohnen"
(21 Minuten), 6 geschnittene Szenen, ein Musicvideo, der deutsche
und der englische Trailer zum Film, Starinfos und Drehproben
(rund 10 Minuten). Inhaltlich gestalten sich die Bonusmaterialien
als interessant und ansehnlich. "15 Minutes" stellt
ein markant übertriebenes Abbild der aktuellen, gesellschaftlichen
Realität der Vereinigten Staaten Amerikas dar und zeigt
einen routinierten Robert De Niro und zwei überzeugende
Bösewichte. Freigegeben ab 18 Jahren erscheint die Rental-Fassung
am 23. Oktober, die Kauf-DVD hingegen am 29. Januar 2002 zu
einem Preis von rund 50,- DM.
Andre
Schnack
12.10.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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Rental DVD |
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